Neue Kita kommt mit Verspätung

Von: Udo Kals
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Roetgen. Mit rund einem Jahr Verspätung soll im Frühjahr 2012 die neue AWO-Kita in Roetgen bezugsfertig sein. Sollten die Kinder nach den ursprünglichen Plänen der Städteregion bereits seit Juni in dem Neubau spielen können, sorgte eine Standortdiskussion für den Zeitverzug.

Doch jetzt bleibt es dabei: Das Gebäude wird auf dem Areal des ehemaligen Bauhofs in der Ortsmitte gebaut. Dabei versichert die Städteregion, den kontaminierten Boden auf dem Ex-Bauhofgelände auszugraben, neuen Boden einzubringen und die Unbedenklichkeit per Gutachten bestätigen zu lassen, wie Behördensprecher Holger Benend auf Anfrage sagte. Ein entsprechender Dringlichkeitsbeschluss für die Freigabe der notwendigen Gelder wurde seitens der Städteregion jetzt getroffen.

Neben der Bestandssicherung der beiden bisherigen integrativen Gruppen werden in Roetgen zwei Gruppen mit je zehn U3-Plätzen sowie insgesamt vier Plätzen für behinderte Kinder unter drei Jahren entstehen, erläutert Adolf Mainz als Leiter des städteregionalen Jugendamtes, das für die drei Eifelkommunen Monschau, Roetgen und Simmerath sowie für Baesweiler zuständig ist.

Da zudem ein DRK-Kindergarten im Baesweiler Stadtteil Setterich erweitert wird, „ist das vom damaligen Kreistag im Jahr 2008 beschlossene Ausbauziel mit einer Versorgungsquote von 33 Prozent für die unter dreijährigen Kinder mit den beiden Maßnahmen erreicht”, freut sich Mainz.

Doch er betont: „Die Nachfragequote von rund 35,5 Prozent zum Kindergartenjahr 2011/12 zeigt aber, dass der Bedarf steigt. Deshalb werden wir in unseren Bemühungen nicht nachlassen.

Keine Hilfe vom Land

Allerdings ist es ernüchternd, wenn man jetzt vom Land hört, dass weitere Landesmittel zunächst nur zur sogenannten Feinsteuerung dort gewährt werden, wo noch keine Versorgungsquote von 32 Prozent erreicht ist.”

Das heißt für die Städteregion: Die vier Jugendamtskommunen dürften in die Röhre schauen. „Ich bin deshalb froh, dass uns für den zusätzlichen Bedarf Tagespflegeplätze zur Verfügung stehen”, sagt Mainz und betont: „Hier hilft es, dass die Städte Baesweiler und Monschau und die Gemeinden Roetgen und Simmerath die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Kindertagespflege unterstützt und die Politik diese zum 1. Januar 2011 mit Elternbeiträgen wie in den Kitas beschlossen hat.”

1,9 Millionen Euro insgesamt

Insgesamt werden in die beiden Maßnahmen in Roetgen und Baesweiler für Bau und Einrichtung knapp 1,9 Millionen Euro investiert, die aus drei Töpfen kommen: Den Großteil finanzieren mit rund 1,2 Millionen Euro die vier Jugendamtskommunen, weitere 572.000 Euro fließen aus dem NRW-Sonderprogramm zum Ausbau von U3-Betreuungsplätzen, hinzu kommen 110.000 Euro an Drittmitteln. Im Rahmen des Ausbauprogramms der U3-Plätze sind bislang insgesamt knapp 7,7 Millionen Euro - ohne Eigenanteile freier Träger - in der Nordeifel und in Baesweiler investiert worden.
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