Widdau - Neue Heimat am Holzmarkt 5 für den Geschichtsverein

Neue Heimat am Holzmarkt 5 für den Geschichtsverein

Von: Helga Giesen
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Dem neuen Ehrenmitglied des Geschichtsvereins, Bernd Nickel (mit Urkunde), gratulieren (von links) die zweite Vorsitzende Gabriele Harzheim, der Vorsitzende Dr. Elmar Neuß sowie Referent Karl Kirch.

Widdau. Es ist gute Tradition beim Geschichtsverein des Monschauer Landes, seine Jahreshauptversammlungen reihum in den Ortschaften des Altkreises Monschau abzuhalten. Zum ersten Mal in seiner Geschichte war er nun zu Gast in Widdau.

In der Gaststätte Küpper begrüßte Vorsitzender Dr. Elmar Neuß die Mitglieder, unter ihnen besonders Karl Kirch als „Referenten mit Heimrecht“. Der heute in Vallendar lebende, gebürtige Widdauer berichtete nach Abwicklung der Regularien über seinen spät gefundenen Weg zur Regionalgeschichte sowie über seine Recherchen zum Bau einer Rurtalstraße zwischen Monschau und Einruhr seit den 1870er Jahren.

Beim Gedenken an die verstorbenen Mitglieder würdigte der Vorsitzende insbesondere Pejo Weiß. Mit seinem Tod am 30. Juni 2012 sei eine Ära zuende gegangen. Seit 1959 habe das Ehrenmitglied den Geschichtsverein in verschiedenen Vorstandsämtern, davon als zweiter Vorsitzender von 1966 bis 2006, wesentlich mit geprägt. Ein bleibendes Denkmal habe er sich jedoch gesetzt mit der Redaktion der ersten 25 Jahrgänge des Jahrbuchs „Das Monschauer Land“. Mit der ersten Ausgabe 1972 hatte er die frühere Vereinszeitschrift „Der Eremit am Hohen Venn“ und den „Heimatkalender des Kreises Monschau“ zu einer heute noch erfolgreichen Publikation zusammengeführt.

Herausragendes Ereignis 2012 war die Eröffnung des Hauses Holzmarkt 5 am 31. Mai, hob Dr. Elmar Neuß im Geschäftsbericht hervor. Das „Haus der Geschichte“ beherbergt neben dem Monschauer Stadtarchiv auch die Sammlungen des Geschichtsvereins und bietet Raum für Ausstellungen, Vorträge und Filmvorführungen.

Geschichtsvereine vernetzt

Ausstellungen, Autorenlesungen sowie die Herausgabe mehrerer Publikationen gehörten ebenfalls zum Spektrum der Aktivitäten im vergangen Jahr. Als nächstes Projekt wird unter anderem eine Ausstellung zur Geschichte der Festspiele in Monschau vorbereitet, die während der Monschau Klassik im Haus am Holzmarkt gezeigt wird. Erfreut zeigte sich der Vorsitzende darüber, dass sich aus einem von Jürgen Siebertz angeregten Treffen der Heimat- und Geschichtsvereine der Region unter Mitwirkung von Engelbert Donnay ein Forum für gegenseitigen Austausch entwickelt hat.

Als „solide Sache“ bezeichnete Schatzmeister Josef Stiel in seinem Bericht die Finanzen des Geschichtsvereins. Das sahen die Kassenprüfer Horst Schattenberg und Ingbert Babst genauso und empfahlen aufgrund seiner ausgezeichneten Arbeit seine Entlastung ebenso wie die des gesamten Vorstandes, die auch einstimmig ausgesprochen wurde.

Manfred Huppertz gab einen kurzen Sachstandbericht zum Offermann-Kreuz an der B 258 nahe Fringshaus, das kürzlich zerstört aufgefunden wurde. Der Heimatverein Roetgen habe sich der Sache angenommen und die Überreste sichergestellt. Eine Restaurierung sei wahrscheinlich nicht möglich, eine Nachbildung werde ca. 2000 Euro kosten. Über die Ursache der Zerstörung könne nur spekuliert werden, erklärte Huppertz. Ein Zerbersten durch Frosteinwirkung sei ebenso möglich wie eine Beschädigung infolge von Baumfällarbeiten oder durch einen fehlgeschlagenen Versuch von „Sammlern“, das Kreuz zu entfernen.

Mit Otto Drosson habe der Geschichtsverein einen weiteren Träger des Rheinlandtalers in seinen Reihen, freute sich Dr. Elmar Neuß über die Auszeichnung des Geschäftsführers des Imgenbroicher Heimatvereins.

Bernd Nickel Ehrenmitglied

Als „Highlight der Versammlung“ hob er die Ernennung eines neuen Ehrenmitglieds hervor. Mit seiner höchsten Auszeichnung stattete der Geschichtsverein des Monschauer Landes seinem Mitglied Bernd Nickel Dank ab für die großzügige Überlassung seiner mehrere hundert Ordner umfassenden Sammlung vorwiegend aus dem Bereich der Genealogie. In eigenen, wesentlichen Aufsätzen habe Bernd Nickel aufgrund seiner Forschungen auf diesem Gebiet unter anderem bisherige Erkenntnisse über die Anfänge der Tuchmacherei in Monschau auf den Kopf gestellt, würdigte Dr. Neuß die Bedeutung der Schenkung.

Einige der ebenfalls dem Geschichtsverein überlassenen Porträts zieren nun die Wände des Hauses am Holzmarkt.

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