Monschau - Neue Fördermöglichkeiten: Vom Feldweg auf die Datenautobahn?

Neue Fördermöglichkeiten: Vom Feldweg auf die Datenautobahn?

Von: ag
Letzte Aktualisierung:
13065716.jpg
Die Zeiten, in denen man in vielen Teilen des Monschauer Stadtgebietes nur im Schneckentempo unterwegs war, sind vorbei: Auf der Karte gibt es inziwschen nur noch wenige weiße Flecken und der Ausbau soll weitergehen. Foto: A. Gabbert

Monschau. Der Breitbandausbau im Stadtgebiet Monschau geht weiter. Der von der Stadt Monschau beauftragte Berater, Helmut Frauenkron, berichtete am Dienstagabend in der Sitzung des Wirtschaftsausschusses über den Stand der Aktivitäten.

Höfen und Mützenich: In Höfen sei der Ausbau zunächst abgeschlossen. In Mützenich sei bis Ende Oktober mit dem Abschluss der Maßnahme zu rechnen. Im Rahmen der Baumaßnahmen in Höfen und aktuell in Mützenich gebe es aber noch einige Restmängel zu beseitigen. Die Telekom werde von der Stadt regelmäßig aufgefordert, diese Restmängel zu beseitigen. Auch gemeinsame Ortsbegehungen hätten bereits stattgefunden, teilte Frauenkron mit. Laut Aussage der Telekom habe sich die Behebung der Schäden immer wieder verzögert, weil der damals für die Telekom tätige Subunternehmer inzwischen insolvent sei und nun eine andere Firma von der Telekom beauftragt werden müsse, war in der Sitzungsvorlage der Verwaltung nachzulesen.

Konzen: Der Bereich „Im Krähwinkel/Blumgasse“ konnte von der letzten Ausbaumaßnahme nur zum Teil profitieren. Ein weiterer Ausbau sei im Juni mit der Telekom vereinbart worden. Die Ausbauzeit betrage bis zu einem Jahr. Im Zuge der aktuellen Baumaßnahme an der Breitestraße zwischen Cohmgasse und Im Krähwinkel für die Erneuerung der Wasser- und Stromversorgung werde die Telekom das erforderliche Leerrohr für die Glasfaseranbindung mitverlegen. Der Ausbau sei bis zum Juli 2017 abzuschließen, möglicherweise sei aber auch früher damit zu rechnen, sagte Frauenkron.

Imgenbroich: In Imgenbroich soll noch der Ausbau des Kabelverzweigers am Kreisverkehr in Höhe des Baumarktes erfolgen. Das neue Multifunktionsgehäuse sei bereits aufgestellt und mit Leerrohren für die Glasfaseranbindung erschlossen worden. Die Fertigstellung sei für Ende Oktober vorgesehen, erklärte Frauenkron. Durch diesen Ausbau soll die Breitbandversorgung im Industrie- und Gewerbegebiet Imgenbroich erheblich verbessert werden.

Monschau Altstadt: Im Rahmen eines Bundesprogramms hat die Stadt Monschau erfolgreich Fördermittel für weitere Beratungs- und Unterstützungsleistungen akquiriert. Ziel ist dabei, einen weiteren Ausbau der Breitbandversorgung mit mindestens 50 Mbit/s zu untersuchen, zu planen und Umsetzungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Bislang sei eine Förderung des Ausbaus in der Altstadt nicht möglich gewesen, da die durchschnittliche Bandbreite bislang deutlich über den Grenzwerten für eine Förderung lag. Inzwischen hätten der Bund und das Land NRW aber neue Förderprogramme aufgelegt, bei denen die Schwelle deutlich auf 30 Mbit/s erhöht worden sei, erklärte Frauenkron. Im Juni und Juli habe es ein erneutes Markterkundungsverfahren gegeben, mit dem Ergebnis, dass die Telekom einen Ausbau der Breitbandversorgung in der Altstadt ohne finanzielle Beteiligung der Stadt zugesagt habe. Zugesichert sei eine Bandbreite von mindestens 30 Mbit/s, weitgehend auch 50 Mbit/s. Letztendlich würden sogar Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s erreicht.

Rohren und Widdau: Mit einem Abschluss der Ausbaumaßnahme in Rohren sei bis Ende Oktober dieses Jahres zu rechnen. Davon könne dann auch Widdau profitieren, sagte Frauenkron. Deutlich höhere Bandbreiten seien in Widdau perspektivisch aber nur durch den Aufbau und Anschluss eines neuen Verteilerkastens möglich. Dafür müsste eine Leitung von Rohren nach Widdau verlegt werden.

Noch nicht versorgte Gebiete: Da einige Häuser zu weit entfernt vom nächsten Verteilerkasten liegen, konnten sie bislang nicht vom Breitbandausbau profitieren. In diesen Fällen sei die Situation ähnlich wie in Widdau. Um diese Häuser anzuschließen, sei der Aufbau weiterer Verteilerkästen erforderlich, sagte Frauenkron. Dazu müssten die Kosten berechnet werden, eine Ausschreibung müsse erfolgen und Fördermittel müssten akquiriert werden. Eine Realisierung sei bis Mitte 2018 aber durchaus denkbar.

Weiterer Ausbau: Derzeit werde untersucht, welche weiteren Ausbaumöglichkeiten vorhanden sind, um das Ziel einer flächendeckenden Versorgung mit mindestens 30 Mbit/s bzw. mindestens 50 Mbit/s in allen Ortslagen zu erreichen. Hierzu sei ein sogenanntes Interessenbekundungsverfahren im Bundesbreitbandportal veröffentlicht worden. Darin inbegriffen sei auch eine Anforderung, wie jedes Gebäude im Gewerbegebiet in Imgenbroich direkt mit Glasfaser an das Netz angebunden werden könnte, erklärte Frauenkron. Nach ersten Rückmeldungen hätten auch mit Blick auf die Kosten aber maximal 30 Prozent der Betriebe daran Interesse, erklärte Bürgermeisterin Margareta Ritter auf Anfrage. „Im Vergleich mit anderen Kommunen ist die Stadt Monschau beim Breitbandausbau schon sehr weit“, hielt Frauenkron abschließend fest.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert