Neue feste „Blitze“ an der Hauptstraße in Simmerath

Von: P. St.
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Blitze
In Kürze „scharf“: Die „GÜA“ am Ortseingang Simmerath, Richtung Rollesbroich. Foto: Peter Stollenwerk

Simmerath. Aufpassen und Tempo drosseln heißt es für die Autofahrer jetzt in Simmerath auf der Hauptstraße zwischen den Häusern 99 und 101. Unterhalb der Polizeiwache wird von der Städteregion Aachen derzeit eine neue ortsfeste Geschwindigkeitsüberwachungsanlage (GÜA) in Betrieb genommen, die schwenkbar ist und somit beide Fahrtrichtungen überwachen kann.

In den nächsten Tagen soll die Anlage in Betrieb gehen. Doch bereits jetzt entwickelt der dunkelgrüne Kasten eine spürbare Bremswirkung, berichten Anwohner, die sich auch nachdrücklich für eine „Blitze“ starkgemacht hatten.

Die Unfallkommission, bestehend aus Vertretern der Bezirksregierung, des Landesbetriebs Straßenbau NRW, des Simmerather Ordnungsamtes sowie der Verkehrsbetriebe und der Städteregion Aachen, hatte im Juni die Empfehlung zur Errichtung einer ortsfesten Geschwindigkeitsüberwachungsanlage auf der L 12 am Ortseingang Simmerath in beiden Fahrtrichtungen ausgesprochen.

Bei Verkehrserhebungen im September 2015 waren Tempoüberschreitungen von rund 45 Prozent in Fahrtrichtung Rollesbroich und über 20 Prozent in Fahrtrichtung Schmiedstraße festgestellt worden. Die Verkehrsbelastung liegt bei rund 17.000 Fahrzeugen pro Woche. Die im Bereich der Ortseinfahrt (Höhe Haus Nummer 114) im September 2015 erfolgten Verkehrserhebungen hatten Tempoüberschreitungen ergeben, die im Vergleich zum Vorjahr (September 2014) noch einmal erheblich gestiegen waren. Damals betrugen diese rund 34 Prozent in Fahrtrichtung Rollesbroich und 15 Prozent in Fahrtrichtung Ortsmitte.

Mehrere Belange berücksichtigt

Die Empfehlung der Unfallkommission berücksichtigt außerdem, dass ein kombinierter Rad- und Fußweg entlang der Straße verläuft, der auch als Schulweg genutzt wird. Berücksichtigt wurden neben Beschwerden von Anwohnern über unangemessenes Verhalten vieler Verkehrsteilnehmer auch die Belange der Bewohner einer sozialtherapeutischen Einrichtung in unmittelbarer Nähe.

„Die Einrichtung ortsfester Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen außerhalb der Bundesautobahn bedarf grundsätzlich nur der Abstimmung mit der jeweiligen Kreispolizeibehörde. Die Einbindung der Unfallkommission erfolgte dennoch zur Sicherstellung aller relevanten Erkenntnisse vor Ort und unter Einbeziehung aller beteiligten Stellen. Dadurch kann auch eine gerechte und unparteiische Entscheidungsfindung gewährleistet werden“, erläutert Detlef Funken, Sprecher der Städteregion Aachen, die Maßnahme.

Nachdem die in der Vergangenheit häufig erfolgten mobilen Messungen der Polizei nachweislich nicht zur Reduktion der Geschwindigkeit geführt haben, hofft die Städteregion Aachen jetzt, dass es durch die Geschwindigkeitsüberwachungsanlage zu einer nachhaltigen Verkehrsberuhigung am Ortseingang Simmerath kommen wird.

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