Neue Defibrillatoren: Die Lebensretter sind Tag und Nacht bereit

Von: Peter Stollenwerk
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Tag und Nacht zugänglich ist der dank großer Spendenbereitschaft der Bevölkerung angeschaffte Defibrillator, der seinen festen Platz am Feuerwehrgerätehaus Steckenborn hat. Die AED-Initiative aus Steckenborn stellte jetzt gemeinsam mit Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns (3. v. l.) und Initiator Bernd Bierwisch (2. v. r.) die Errungenschaft für den Notfall vor. Foto: Peter Stollenwerk

Steckenborn. „Unser Wunsch ist, dass wir hoffentlich nie in die Situation kommen, den Defibrillator einsetzen zu müssen“, meinte Frank Braun von der Feuerwehr Steckenborn, die jetzt eine neue technische Errungenschaft für medizinische Notfälle präsentierte. Dennoch dürfte es beruhigend sein, dass für den Notfall nun ein Gerät bereitsteht, dass Leben retten kann.

Dank einer gemeinsamen Initiative im Ort wurde es möglich, zwei sogenannte „automatisierte externe Defibrillatoren“ (AED) anzuschaffen. Eines der Geräte ist für die Bevölkerung ab sofort jederzeit zugänglich.

Manchmal entscheiden Minuten

Wenn das Herz in eine lebensgefährliche Rhythmusstörung gerät, kann ein Defibrillator mittels Elektroschocks den normalen Herzrhythmus wieder herstellen, denn manchmal entscheiden Minuten über Leben und Tod. Vor gut einem halben Jahr gab Bernd Bierwisch aus Steckenborn den Startschuss für die AED-Initiative im Ort. Aufgrund einer tiefgreifenden Erfahrung in seinem persönlichem Umfeld wandte er sich an die Feuerwehr, um die Anschaffung auf den Weg zu bringen. Gemeinsam mit dem Ortskartell und Ortsvorsteher Ralph Löhr bildete sich eine Interessengemeinschaft, deren Anliegen in der Bevölkerung auf offene Ohren stieß. Die Finanzierung war schnell gesichert und erfolgte durch insgesamt 21 Einzelspenden von privater Seite, örtlichen Unternehmen und Vereinen mit Beträgen zwischen 50 und 500 Euro. Aufgrund der enormen Spendenbereitschaft in der Bevölkerung kamen stolze 4000 Euro zusammen, eine Summe, die es ermöglichte, sogar zwei Defibrillatoren anzuschaffen.

Initialzündung für andere Orte

Im Feuerwehrgerätehaus Steckenborn freute sich Ortsvorsteher Ralph Löhr jetzt über das gelungene Ergebnis der Initiative, wobei sich die Suche nach einem geeigneten Standort als schwierig erwiesen habe. Weder Turnhalle, Sparkasse noch das Kirchengebäude konnten als Standort alle Voraussetzungen erfüllen, zumal es das Ziel sein sollte, dass das Gerät 24 Stunden am Tag und 365 Tagen im Jahr jederzeit öffentlich zugänglich ist.

Seinen ortsfesten Platz fand der AED jetzt an zentraler Stelle außen am Feuerwehrgerätehaus Steckenborn. An mehreren Stellen im Ort soll zudem auf den Standort verwiesen werden. Als Schutz gegen die Witterung ist der AED in einem speziellen Gehäuse untergebracht, dazu alarmgesichert und kameraüberwacht. Das zweite Gerät findet seinen Platz in einem Einsatzfahrzeug der Löschgruppe Steckenborn, wo es den bereits vorhandenen Notfallrucksack (First Responder) ergänzt. Diese mobile Notfalleinheit soll künftig nicht nur bei Aktivitäten der Feuerwehr stets in der Nähe sein, sondern auch bei Sportveranstaltungen, Volksfesten oder auch der jährlich stattfindenden viertägigen Fußballwallfahrt nach Barweiler.

Gemeinsam mit Initiator Bernd Bierwisch hoffen die Beteiligten nun darauf, dass die AED-Anschaffung nun auch eine Initialzündung für andere Orte ist, sich ebenfalls einen solchen technischen Lebensretter anzuschaffen, denn nur eine flächendeckende Verteilung biete eine umfangreiche Vorsorge.

Bei der Präsentation in Steckenborn lobte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns das bürgerschaftliche Engagement und hob hervor, dass der Defibrillator in Steckenborn das erste Gerät in der Gemeinde sei, das rund um die Uhr öffentlich zugänglich sei. Die bisher bereits drei im Gemeindegebiet vorhandenen Geräte befänden sich im Rathaus, in der Schwimmhalle und der Turnhalle Lammersdorf, seien aber dort nur zu den Öffnungszeiten verfügbar.

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