Neue Ära für das Duo: Pitt und Pitterchen proben schon

Von: Carmen Krämer
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Pitt und Pitterchen aus Dedenborn freuen sich schon auf die nächste Session, in die sie ab Januar mit einem komplett neuen Programm starten werden. Foto: Carmen Krämer

Dedenborn. Es duftet nach Zimt und frisch gebackenen Plätzchen, der Schnee taucht die Eifel in ein romantisches Weiß und die Weihnachtsbaumbeleuchtung verrät, dass das besinnlichste aller Feste kurz bevor steht. Mit „Kaaarnevaaaaal!” wird die idyllische Stille in einem Haus in Dedenborn jedoch regelmäßig unterbrochen.

Denn Weihnachtszeit bedeutet für Peter und Daniel Schmitz alias Pitt und Pitterchen Vorbereitungszeit auf die nächste Session.

Wenn Vater Ingo Schmitz, der sich die Büttenreden für seine beiden Söhne das ganze Jahr über ausdenkt, ruft, versammeln sich die drei im weihnachtlich dekorierten Wohnzimmer und üben ihre neue Büttenrede. Und in diesem Jahr üben der 13-jährige Daniel und der 17-jährige Peter besonders viel, denn aufgrund ihres Alters haben sie die Thematik und das Konzept ihrer Auftritte verändert.

„Die Pappgitarren werden durch eine echte Trompete ersetzt, die auch zum Einsatz kommt, und die Thematik ändert sich von den bisher eher kindlichen Themen zu Fragen, wie: Was passiert, wenn Mädchen aus der Stadt auf Jungens auf dem Land treffen?”, erklärt Vater Ingo, der selbst früher „in de Bütt” gegangen ist.

Seit zehn Jahren spielt Peter bereits Trompete. Ebenso lange steht das Duo nächstes Jahr auf der Bühne. Damals traten die beiden zum ersten Mal auf einem Seniorennachmittag in Dedenborn auf, ab 2005 hatten sie die ersten Auftritte außerhalb ihres Heimatortes und noch ein Jahr später nahmen erstmals Nachwuchswettbewerb „Jugend in die Bütt” des ehemaligen Kreises Aachen teil.

Diesen Wettbewerb, der vom damaligen Landrat Carl Meulenberg ins Leben gerufen wurde, gewannen sie drei Jahre hintereinander, wodurch sie auch über die Grenzen der Region hinaus bekannt und gebucht wurden.

In diesem Jahr nehmen sie erstmals nicht am Wettbewerb teil, weil das Format für die Jugendlichen nicht mehr passt. „Es ist immer ein Wechselbad der Gefühle, ob das, was sie gerade machen, auch beim Publikum ankommt”, beschreibt Ingo Schmitz die Situation und während den Auftritten. „Wir hatten schon Abende, an denen wir vier Auftritte hintereinander hatten und jedes Mal haben die Leute anders reagiert”, bestätigen auch Daniel und Peter, die ab und zu auch ihre eigenen Vorschläge mit in die vom Vater vorbereiteten Reden einbringen.

„Wenn man nicht ankommt, dann macht es auch keinen Spaß”, erklärt Daniel weiter. „Aber wenn die Leute brüllen vor Lachen, dann haben wir unser Ziel erreicht und können auch stolz auf uns sein.”

Mutter Marlene, die eigentlich eher kein Karnevalsjeck ist, macht es nichts aus, wenn ihre drei Männer in der Weihnachtszeit neben dem Tannenbaum sitzen und ihre Büttenreden einstudieren, denn, so sagt sie, „ich fahre immer mit, auch wenn sie Auftritte in Gangelt, Baesweiler oder in Aachen haben, weil es einfach interessant ist und man immer wieder neue Dinge kennenlernt.”

Neue Dinge werden auch die Fans von Pitt und Pitterchen ab dem nächsten Jahr kennenlernen, denn für sie bricht mit dem Jugendalter auch eine neue Büttenredner-Ära an.
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