Roetgen - Netto in Roetgen möchte wachsen

Netto in Roetgen möchte wachsen

Von: Andreas Gabbert
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Der Netto-Markt an der Bundesstraße in Roetgen: Mit der geplanten Erweiterung haben vor allem die Grünen Probleme. Foto: A. Gabbert

Roetgen. Der Netto-Markt an der Bundesstraße in Roetgen soll erweitert werden. Außerdem ist auf dem Gelände auch ein neuer Drogeriemarkt geplant. Dazu soll ein Sondergebiet für großflächigen Einzelhandel ausgewiesen werden.

Im Rahmen der Erweiterung wird die Anlieferungszone in den den hinteren Bereich des Grundstück verlagert. Zudem sollen in diesem Bereich auch neue Parkplätze entstehen. Außerdem muss eine bislang als „private Grünfläche“ ausgewiesene Fläche im hinteren Bereich verkleinert werden. Durch die Neuorganisation der Anlieferung wird zudem eine zusätzliche Wendefläche im rückwärtigen Bereich erforderlich. Eine Einhausung soll die Anlieferungszone nicht erhalten, da Lkw sonst nicht die Kurve bekommen.

Im Rahmen des Verfahrens wurde vorsorglich eine schalltechnische Untersuchung in Auftrag gegeben. Die Gutachter kommen zu dem Ergebnis, dass aus dem Gebäude aufgrund der Bauweise keine Emissionen zu erwarten sind. „Maßgebliche Emissionen“ während der Nacht seien ausschließlich durch die Lüftungs- und Kältetechnik verursacht.

Gemessen wurde an der Offermannstraße 5, 5a, 7 und 7a, an der Wintergrünstraße 5 sowie an der Bundestraße 23 und 25. Dort werden die Grenzwerte für Lärm von 55 Dezibel für allgemeines Wohngebiet und 60 Dezibel für Mischgebiet während des Tages eingehalten und in der Nacht (40 Dezibel für Wohngebiete und 45 Dezibel) um mindestens 8 Dezibel unterschritten.

Auch die erforderlichen Mindestabstände zu Pkw- und Lkw-Parkflächen würden unterschritten. „Ein Überschreiten der zulässigen Maximalpegel, zum Beispiel durch Fahr- und Rangiervorgänge der Pkw und Lkw sowie beim Schließen von Türen und Hauben wird damit vermieden“, heißt es in der Begründung zur Offenlage. Trotzdem will der Investor an den angrenzenden Gartengrundstücken der Anlieger der Offermannstraße zusätzliche eine knapp zwei Meter hohe Lärmschutzwand errichten.

„Zu nah an der Wohnbebauung“

Die Planung bereitete in der letzten Sitzung des Bauausschusses vor allem den Grünen Bauchschmerzen. Fraktionsvorsitzender Gerd Pagnia hielt es für „inakzeptabel, die Parkplätze so nah an die Wohnbebauung heran zu rücken“. Er forderte, dass die Parkplätze im hinteren Bereich des Areals wegfallen müssten.

Dem Lärmschutzgutachten traute Pagnia nicht. Dies sei nicht das erste Lärmschutzgutachten mit dem sich der Bauausschuss befasse und die Grünen seien inzwischen zu dem Schluss gekommen, „rechnen kann man viel, die Realität ist oft eine andere“. Mit Rücksicht auf die Anwohner der Offermannstraße hätten die Grünen und die Vertreter der UWG die Anlieferung lieber im vorderen Bereich untergebracht gesehen. Außerdem bemängelten sie, dass keine Einhausung der Anlieferungszone vorgesehen ist.

Der Bauausschuss stimmte schließlich mit elf Ja-Stimmen für die Erweiterung. Gerd Pagnia und Gudrun Messing von den Grünen sowie Franz-Josef Zwingmann (FDP) stimmten dagegen.

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