Nervenstärke nicht nur am Schwebebalken

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Aushängeschilder der Hansa-Turner: Rebecca Abel (re.), Horst Nießen und Ulrike Brandenburg vertreten als Wettkämpfer die Simmerather Farben beim Deutschen Turnfest in Berlin. Foto: Karin Abel

Nordeifel. Auf einen sehr erfolgreicher überregionalen Turntag können die Aktiven der Hans-Gemeinschaft Simmerath zurückblicken. Rebecca Abel gewann den Cup des Rheinischen Turnerbundes, Ulrike Brandenburg wurde Erste und Horst Nießen Zweiter bei den Rheinischen Seniorenmeisterschaften.

Dreizehn Turnerinnen in der offenen Altersklasse 18 Jahre und älter waren angetreten, um sich beim Cup des Rheinischen Turnerbundes im Bundesstützpunkt Bergisch Gladbach für den Deutschland-Cup zu qualifizieren. Schon die Namen der angetretenen Turnerinnen verrieten, dass eine hohe Leistungsdichte zu erwarten war und man sich keine Fehler erlauben durfte, wenn man aufs Treppchen gelangen und sich damit zum Deutschland-Cup qualifizieren wollte.

Brillante Übungen

Rebecca Abel zeigte in ihrem Kürvierkampf an den Geräten Sprungtisch, Stufenbarren, Schwebebalken und Boden brillante Übungen ohne nennenswerte Fehler und setzte sich gegen ihre meist wesentlich jüngeren Konkurrentinnen durch. Hierbei bewies sie vor allem beim letzten Gerät, dem Schwebebalken nach einem fast siebenstündigen Wettkampf nicht nur Konditionsvermögen, sondern auch Nervenstärke. Hochkonzentriert lieferte sie auf den Punkt abermals Top-Leistungen ab und zeigte, was sie in ihrer fast 20-jährigen Turnkarriere und mehr als 100 Wettkämpfen gelernt hat. Am Sprung und Stufenbarren erturnte sie die Tageshöchstwertungen.

Mit deutlichen 1,65 Punkten Vorsprung vor einer Turnerin vom TV Herkenrath sicherte sie sich in der Endabrechnung nicht nur die verdiente Goldmedaille, sondern auch die begehrte Fahrkarte zum Deutschland-Cup in Berlin.

Bereits am Morgen war Ulrike Brandenburg in der gleichen Turnhalle bei den Rheinischen Seniorenmeisterschaften gestartet. Auch für sie war der Wettkampf von besonders großer Bedeutung, da es um die Qualifikation für die Deutschen Seniorenmeisterschaften ging. Auch ihr gelang es mit Bravour, an allen drei Geräten (Reck, Bank und Boden) ihre Leistungen abzurufen. Besonderes „Stehvermögen“ zeigte sie auf der Turnbank, die sich als „Wackelbank“ entpuppte, auf der sie ihre Übung aber ohne Sturz präsentieren konnte.

Als Siegerin der Altersklasse 65 bis 69 Jahre nahm sie die verdiente Goldmedaille in Empfang und erhielt damit auch die erhoffte Qualifikation zu den Deutschen Seniorenmeisterschaften in Berlin.

Für Horst Nießen begann am gleichen Tag in Verlautenheide die Wettkampfsaison mit den Rheinischen Seniorenmeisterschaften. Auch wenn insgesamt nur 15 Teilnehmer in den Altersklassen angetreten waren, die sich teilweise auch schon seit Jahren untereinander kennen, blieb der sportliche Ehrgeiz nicht aus. Immerhin galt es auch bei den Männern, sich bei diesem Wettkampf für die Deutschen Seniorenmeisterschaften in Berlin zu qualifizieren.

Dabei konnte Horst Nießen die Vorbereitungszeit kaum nutzen, da eine langwierigere Schulterverletzung ein Training leider nicht zuließ. So musste er an den vier Geräten seine Übungen auf Standardteile umstellen, was sich dann durch fehlende Schwierigkeiten auf die Ausgangswertung auswirkte. Glücklicherweise gelangen ihm die Teile in der Ausführung aber ohne wesentliche Fehler, so dass er zwar mit deutlichem Abstand zu seinem Konkurrenten Mike Schäfer aus Bonn, aber doch mit zufriedenstellender Gesamtpunktzahl von 44,85 Punkten den zweiten Platz erreichte. Damit hat er sich auch direkt für die Deutschen Seniorenmeisterschaften qualifiziert.

Sowohl der Deutschland-Cup von Rebecca Abel als auch die Deutschen Seniorenmeisterschaften mit Ulrike Brandenburg und Horst Nießen als Teilnehmer der Hansa Simmerath finden im Rahmen des Internationalen Deutschen Turnfestes vom 3. bis 10. Juni in Berlin vor großer Kulisse statt. Das Turnfest gehört zu den größten Wettkampf- und Sportevents weltweit. Bereits jetzt haben sich mehr als 80.000 Teilnehmer angemeldet, darunter auch wieder eine stattliche Truppe von Hanseatinnen und Hanseaten. Natürlich werden sie ihre Vereinskameraden bei den Meisterschaften kräftig anfeuern, aber auch selber an Wettkämpfen und Veranstaltungen teilnehmen.

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