Imgenbroich - Nebenan mehr Platz für den Kindergarten

Nebenan mehr Platz für den Kindergarten

Von: hes
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Der Imgenbroicher Kindergarten könnte im Sommer 2017 in die benachbarte Grundschule umziehen. Auch die tägliche Parkplatznot an der Tagesstätte würde dann gelindert. Foto: Schepp

Imgenbroich. Friedhof und Breitbandversorgung, Grundschule und Kindergarten, Nahverkehr, Neubaugebiete und Straßenbau: Es waren gut 90 intensive und informative Minuten, als Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter nun auch im Stadtteil Imgenbroich anlässlich ihrer Reihe „vor Ort“ den Bürgern Rede und Antwort stand.

Ortsvorsteher Peter Weber begrüßte dazu knapp 50 interessierte Zuhörer im Bürger Casino, der guten Stube Imgenbroichs, und wünschte sich einen „regen Austausch zu aktuellen Themen, die unseren Ort Imgenbroich betreffen“. Die Bürgermeisterin ging aber zunächst auf ein Thema ein, dass alle Stadtteile betrifft, nämlich die neue Friedhofssatzung. Diese ermöglicht künftig auch in Imgenbroich eine Reihe alternativer Bestattungsformen wie pflegefreie Urnengemeinschaftsgrabanlagen mit Grabliegekissen oder Platten sowie halbanonyme Grabstätten und Baumgräber, „für die wir sicherlich auch auf der schönen Anlage hier in Imgenbroich geeignete Bäume finden werden“, sagte Ritter.

Ein weiteres Thema in diesem Zusammenhang, dessen die Politik sich alsbald annehmen werde, seien die Friedhofskapellen und Leichenhallen auf allen sieben Friedhöfen. Diese seien im vergangenen Jahr stadtweit nur noch 27 Mal genutzt worden, davon wiederum zwölf Mal lediglich der Vorplatz, nicht aber die Halle. Angedacht sei daher, drei Hallen nicht weiter im städtischen Besitz zu behalten. „Ob diese dann von anderer Seite betrieben oder aber entfernt werden, wird Gegenstand der politischen Diskussion sein“, kündigte die Bürgermeisterin an. Für den Erhalt der Imgenbroicher Friedhofskapelle spricht die große Entfernung zur Pfarrkirche, die eine Leichenhalle in der Nähe der Gräber eigentlich unentbehrlich macht. Andererseits müsste die Stadt bei Erhalt der Imgenbroicher Leichenhalle einiges an Geld in die Hand nehmen, da diese sehr „in die Jahre gekommen“ sei.

Die – bereits politisch beschlossene – Schließung der Grundschule Imgenbroich rückt dagegen immer näher. Nur noch in diesem Jahr werden (Stand heute) stolze 39 Kinder aus Imgenbroich und Konzen, aber auch aus anderen umliegenden Orten, Ende August in Imgenbroich eingeschult und im Grundschulgebäude an der Schulstraße drei Klassen im jahrgangsübergreifenden Unterricht bilden. Nach dem ersten Schuljahr der I-Dötze 2016 folgt dann im Sommer 2017 der Umzug zum Standort Konzen der Gemeinschaftsgrundschule, wie die Bürgermeisterin berichtete.

Die bereits öffentlich gemachten Pläne, den benachbarten Kindergarten der Städteregion im großen Schulgebäude unterzubringen, nehmen indes immer konkretere Formen an. Die Arbeitsgemeinschaft Jugendhilfe der Städteregion habe die größeren, schöneren Räumlichkeiten bereits besichtigt und stünde einem Umzug grundsätzlich positiv gegenüber. Wie die Bürgermeisterin weiter ausführte, sei im Obergeschoss des Gebäudes angedacht, die Jugendberatung des städteregionalen Jugendamtes anzubieten, die bislang im Rathaus stattfindet. „Diese Lösung der Fortführung des Gebäudes durch die Städteregion hätte vor allem den Charme, dass wir die Turnhalle für den FC Imgenbroich erhalten können“, so Margareta Ritter.

Die Bürgermeisterin erklärte, dass durch den Umzug der Schule nach Konzen das dortige Schulgebäude komplett durch die GGS belegt werde, was einen Auszug der beiden Kindergartengruppen erfordert, die derzeit im Keller untergebracht sind. Dies wiederum schaffe ein Raumproblem für das Familienzentrum, welches in den vorhandenen Räumen maximal vierzügig arbeiten könne. „Die Folge wird sein, dass der Kindergarten Konzen nur noch Kinder aus dem Ort wird aufnehmen können“, sagte Ritter und folgerte: „Die recht zahlreichen Eltern aus anderen Orten, die derzeit ihr Kind in Konzen angemeldet haben, weil der Kindergarten auf dem Weg zur Arbeit nach Aachen liegt, könnten dann künftig die Imgenbroicher Kindertagesstätte nutzen, die ja verkehrstechnisch ähnlich günstig liegt, im Schulgebäude mehr Platz als jetzt bietet und viergruppig werden soll.“

Das bisherige Kindergartengebäude, das der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) gehört, soll übrigens nicht verkauft werden. „Verhandlungen über eine Folgenutzung laufen“, sagte Margareta Ritter auf Nachfrage.

Der Kindergarten wächst – das jüngste, noch immer in Planung befindliche Neubaugebiet Knaag schrumpft hingegen nach den Worten der Bürgermeisterin immer mehr. Feuchtwiesen, wertvoller Baumbestand, Entwässerungsfragen und auch Einwände bei der Erschließung haben das Gebiet auf 18 Grundstücke schrumpfen lassen, bedauerte Margareta Ritter. Dennoch werde der Planungsausschuss das Projekt in seiner nächsten Sitzung auf den Weg bringen. „Und es bleibt der Wunsch, auch den hinteren Bereich zu erschließen“, sagte Ritter, die sich anschließend noch zu etlichen anderen Themen mit den Imgenbroicher Bürgern austauschte.

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