Woffelsbach - „Ne Daach“ am Rursee: Teilnehmerrekord beim Drachenboot-Cup

„Ne Daach“ am Rursee: Teilnehmerrekord beim Drachenboot-Cup

Von: Gudrun Klinkhammer
Letzte Aktualisierung:
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Der „Drachenboot-Rursee-Cup“ war der Höhepunkt des Woffelsbacher „Daachs“. Pro Boot ruderten 20 Männer und Frauen um den Sieg. Foto: G. Klinkhammer
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Impressionen des Woffelsbacher „Daachs“: So viele Mannschaften wie noch nie nahmen in diesem Jahr am Drachenboot-Rursee-Cup teil. Foto: G. Klinkhammer
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Impressionen des Woffelsbacher „Daachs“: Gemütlichkeit in der „Neuen Mitte“ von Woffelsbach: Die Besucher konnten sich im Schatten stärken. Foto: G. Klinkhammer
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Impressionen des Woffelsbacher „Daachs“: Für Linda Hilger aus Woffelsbach war es ein besonderes Wochende: Sie heiratete am Samstag Dominik Hilger in St. Wendelinus. Foto: G. Klinkhammer
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Impressionen des Woffelsbacher „Daachs“: Die Mitglieder des Angelvereins räucherten Forellen über Buchenholz. Foto: G. Klinkhammer
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Impressionen des Woffelsbacher „Daachs“: Die Damen des Kapellenvereins informierten und unterhielten die Besucher. Foto: G. Klinkhammer

Woffelsbach. Was macht einen Wohlfühlort aus? Woffelsbach lieferte am Samstag die Antwort: Jeder soll sich sofort im Ort zuhause und geborgen fühlen. Unter dem Titel „Ne Daach in Woffelsbach“ stellten die Ortsvereine in sympathischer Weise mit Informationen und viel Handarbeit ihre Ziele, ihre Geschichte und ihr Können dar. Das Highlight der Veranstaltung war der „Drachenboot-Rursee-Cup“.

Gemütlichkeit strahlten die Mitglieder des Kapellenvereins Woffelsbach aus. Die hübsche Kapelle St. Wendelinus existiert seit 105 Jahren. Doris Frings vom Verein begrüßte mit ihren Kolleginnen die Besucher an einem Stand, gab ihnen Infomaterial über das kleine Gotteshaus an die Hand und reichte zugleich kleine, selbstgemachte Basteleien und Köstlichkeiten. Die Kapelle war übrigens am Samstag zunächst belegt. Linda Hilger, geborene Gottfried aus Woffelsbach, heiratete Dominik Hilger aus Rurberg.

Wie es funktioniert, frische Forellen über Buchenholz in einem handlichen Ofen zu räuchern, das führten die Männer des örtlichen Angelvereins vor. Ebenfalls vor Ort mit viel Wissenswertem und viel Freundlichkei,t waren die Mitarbeiter des Kindergartens, der Freiwillige Feuerwehr sowie diverse Musiker und Musikformationen, fliegende Händler und Woffelsbacher Trödler und auch die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG). Als sehr sehenswert galt in einem der historischen Winkelhöfe aus dem 17. Jahrhundert die Ausstellung „500 Jahre Woffelsbach“, zusammengetragen von Walter Lauscher.

Weiter tobte in der Woffelsbacher Bucht über den ganzen Tag hinweg der „12. Drachenboot-Rursee-Cup“, der noch nie so gut angenommen wurde, wie in diesem Jahr. Ausrichter waren die Wassersportfreunde Aachen, die am Rurseeufer mit einem Stützpunkt beheimatet sind. Vera Blazevic ist die Pressesprecherin der Wassersportfreunde Aachen. Sie berichtete am Rande des Wettbewerbs: „32 Teams haben sich angemeldet, so viele wie noch nie, darunter sechs reine Damen- und vier reine Jugendmannschaften.“

Nur die Mannschaft „Traktorfreunde Schmidt“ war unterwegs irgendwie gestrauchelt, sie hatte es auf jeden Fall nicht bis zur Startlinie geschafft. Jede der 31 Mannschaften brachte mindestens 20 männliche beziehungsweise weibliche Paddler und deren Anhang mit, so dass sich in der Woffelsbacher Bucht in der Drachenboot-Beach-Arena viele hundert Wassersportfreunde am Ufer und im Wasser tummelten.

Die Mannschaften kamen aus dem nahen Umfeld, aber auch aus Aachen, Düren, Wesel, der tieferen Eifel und dem Saarland. „Aufgrund der vielen Teilnehmer setzen wir zum ersten Mal vier Boote gleichzeitig ein“, berichtete Vera Blazevic. Die Boote, die immer wieder über die 200 Meter lange Strecke glitten, waren Leihgaben von Rurseeanlieger Werner Schröder und vom Saarbrücker Kanuclub.

Zum ersten Mal bei einem derartigen Event war Daniel Rosenzweig aus Nideggen dabei. Mit seinen Kollegen paddelte er, was das Zeug hielt. Groß vorbereitet hatte sich seine Crew nicht, sie verbesserte sich einfach von Durchgang zu Durchgang. Daniel Rosenzweig war begeistert: „Das ist wirklich super hier, im kommenden Jahr sind wir auf jeden Fall wieder dabei.“

Als Moderatoren schickten Steffen Scholz und DJ Delaforce flotte Sprüche und gute Tipps durch den Orbit. Steffen Scholz: „Gebt alles, bis die Muskeln zucken. Und denkt daran: Am besten paddelt ihr alle im gleichen Takt.“ Den Takt gab der jeweilige Trommler im Boot vor. Dem Veranstaltung tat es auch keinen Abbruch, als kurz vor einer der Startsirenen ein Segelboot aus seiner Box gelotst wurde und den Wettbewerb damit ziemlich unsensibel für einige Minuten lahmlegte. „Einen Extraapplaus für die Segler“, forderte der Moderator, um die Zeit elegant zu überbrücken. Die Zuschauer folgten diesem Aufruf, und da Wasser ausgezeichnet trägt, konnten einige Leute am Ufer deutlich das kleinlaute „Dankeschön“ der kreuzenden Segler vernehmen. Generell freute sich nicht nur Vera Blazevic: „Es ist klasse, wie diszipliniert sich die Teilnehmer hier verhalten, obwohl es in diesem Jahr doch wirklich sehr viele sind.“

Platz eins der Drachenboot Rursee-Cup-Rangliste 2017 sicherten sich übrigens die „Bruchpiloten“, Platz zwei belegte „Flucht der Eifel 1“ und Platz drei erpaddelten sich die „Nabedi Zwerge“. Weiter dabei waren zum Beispiel noch die „Fisternöllchen“, „Chio Aachen“, „Paddel Chaos Düren“ mit zwei Mannschaften, die „Energiezwerge“ aus Kall, das Team „Wasserzoll Aachen“, „Weiss Druck“ aus Imgenbroich, „Franz-Josef and the Wilde Horde“ und die „Easy Glider“. 

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