Naturschutzgebiet Struffelt ist ein ständiger Pflegefall

Von: bab
Letzte Aktualisierung:
heimatverein rott-bu
Der neue Vorstand des Heimat- und Eifelvereins Rott bestehend aus (von links) Günther Winkhold, Rainer Hülsheger, Sandra Alberts, Heinrich Lepers, Susanne Keitemeier und Thomas Bieda (es fehlt Wolfgang Furch) kann nun seine Arbeit aufnehmen. Foto: Barbara Berger

Rott. „Es hat sich viel bewegt in diesem Jahr”, zog ein zufriedener Rainer Hülsheger auf der Jahreshauptversammlung des Heimat- und Eifelvereins Rott eine positive Bilanz des Vereinsjahres.

Nicht zuletzt die erfolgreiche Obstbaumaktion, bei der insgesamt 247 Apfel-, Birnen-, Kirsch- oder Pflaumenbäume abgesetzt werden konnten, hatte noch einmal zu dem erfreulichen Ergebnis beitragen können.

Zwar habe der Verein in vergangenen Jahren auch schon höhere Mengen an den Bürger gebracht, so der Vorsitzende, aber möglicherweise sei nun langsam eine „Sättigungsgrenze” erreicht, so mutmaßten die Mitglieder scherzhaft.

Denn seit geraumer Zeit engagiert sich der Eifel- und Heimatverein für die Renaturierung der Eifellandschaften. Seit 1993 wurde insgesamt über 6000 Mal Roter Boskoop, Hauszwetsche, Große Prinzesskirsche oder Münsterbirne in Nordeifeler Gärten angepflanzt.

Doch nicht nur die Vermittlung robuster, an die speziellen klimatischen Bedingungen der Nordeifel angepasster Obstgewächse, sondern auch die anderen Prestigeprojekte, so die Vermittlung der landschaftsbestimmenden Heckenart Rotbuche und die Pflege des Naturschutzgebietes „Auf dem Struffelt”, bildeten auch im Jahr 2010 wieder die Grundpfeiler des Vereinsprogrammes.

So trommelten die Rotter Naturfreunde in aufwendigen Aktionen Mitglieder und Mitbürger zusammen, um den Struffelt weiter zu befeuchten. Was zunächst widersprüchlich klingt - schließlich gilt der Struffelt als Heidelandschaft -, wird von Rainer Hülsheger so erläutert: „Der Struffelt gehört zu den Feuchtheidebiotopen und muss daher entsprechend gewässert sein.”

Doch zwischen den beiden Weltkriegen legte man dieses tier- und pflanzenreiche Areal durch Drainagen weitgehend trocken. Fichten wuchsen, wo Heidekraut und Wollgras sprießen sollten. Noch heute, nach fast 30-jähriger Renaturierung, muss der Struffelt gehegt werden, indem er „entfichtet und „entbirkt” wird und einst angelegte Wasserabläufe in mühevoller Arbeit verschlossen werden, sodass sich das Wasser im torfigen Boden wieder stauen kann.

„Einen ständigen Pflegefall”, nannte daher Hülsheger das Naturschutzgebiet. Auf diese Weise könne aber - das sei ein positiver Nebeneffekt - schon bei den mitwirkenden Kindern und Jugendlichen eine emotionale Verbundenheit zum Struffelt gefördert werden.

Bei dem Rückblick auf das Vereinsjahr richteten die Mitglieder des Rotter Heimat- und Eifelvereins ihren Blick vor allem noch einmal auf die zahlreichen Wanderungen, organisiert von Mitgliedern. Fest etabliert sind zum Beispiel die Montagswanderungen, die sich mit ihren oft eher kürzeren Strecken von rund neun Kilometern eher an ein älteres Zielpublikum richten.

Nicht mehr aus dem Vereinsleben wegzudenken ist neben dem Familientag das alljährlich von Wolfgang Furch geleitete und stets gut besuchte Väter-Kinder-Zelten auf dem Zeltplatz in Widdau, das diesmal im Juli stattfand. „Auch wenn es in diesem Jahr für die Teilnehmer ÈLand unterÇ hieß, haben sie es irgendwie noch geschafft, einen Beamer anzuschließen, um die WM zu gucken”, erinnerte sich Rainer Hülsheger. Große Resonanz erfuhr im September die Pilzwanderung, organisiert von Susanne Keitemeier. Eine Gruppe von rund 30 Teilnehmern erforschte gemeinsam mit einer Naturpädagogin Standorte, Arten und Erkennungsmerkmale der Waldgewächse.

Hülsheger wiedergewählt

Bei den Vorstandswahlen gab es dann nur wenige Änderungen: Rainer Hülsheger wurde als erster Vorsitzender bestätigt, ihm zur Seite steht weiter Thomas Bieda als Stellvertreter. Schriftführerin war bisher Ulla Völl, diese Aufgabe übernimmt Susanne Keitemeier. Heinrich Lepers hatte sich als Kassierer bewährt und wurde ebenso im Amt bestätigt wie Jugendwart Thomas Staerk. Zu Beisitzern wurden Günther Winkhold, Wolfgang Furch und Sandra Alberts gewählt. Letztere übernahm ihren Posten von Brigitte Palm. Als neue Kassenprüfer fungieren Wilfried Felser und Albert Kotzurek.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert