Naturschützer kommen nicht zur Einweihung

Von: bk
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Vogelsang. Die Vorsitzenden der drei großen Naturschutzverbände sind am Sonntag bei der Einweihung der neuen Urftseebrücke nicht mit von der Partie. Das teilten sie jetzt Landrat Günter Rosenke schriftlich mit.

„Auch die örtlichen Verbändevertreter haben ihr Fernbleiben signalisiert”, schreibt BUND-Geschäftsführer Dirk Jansen im Auftrag der Landesvorsitzenden Paul Kröfges (Bund für Umwelt und Naturschutz), Mark vom Hofe (Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt) und Josef Tumbrinck (Naturschutzbund).

Die Verbände hatten schon im Verfahren erhebliche Einwände gegen das Bauwerk vorgebracht, vornehmlich hinsichtlich einer mangelnden Rücksichtnahme auf die Natur im Nationalpark und nicht ausreichender Kompensationsmaßnahmen. Sie reichten sogar Klage ein. Jansen: „Wir haben diese Klage seinerzeit zurückgenommen, nachdem Ausgleichsmaßnahmen und Korrekturen in der Ausführung zugesagt wurden.”

Den Verbänden sei eine stärkere Beteiligung an künftigen Planungen im Nationalpark zugesagt worden. Die Beeinträchtigungen, die vom Brückenbau ausgingen, seien aber weder kompensiert noch minimiert worden. Unter anderem weisen die Verbände auf Beeinträchtigungen hin, die bei der Anbindung der Brücke an Vogelsang und die Kreisstraße 7 entstehen würden.

Nicht nachvollziehbar sei, mit welcher Euphorie ein technisches Bauwerk „zum Highlight des Nationalparks” hochgejubelt werde und man beabsichtige, gegen Eintritt Brückenbesichtigungen anzubieten.
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