Nationalpark-Shuttle fährt mit Bio-Erdgas

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Ein Ranger auf und vor dem Bus: Die Gestaltung der Bio-Busse ist neu, ebenso wie die Technik im Inneren, die unter anderem freies WLAN bietet. Foto: RVK

Nordeifel. Regionale Sinnhaftigkeit ist das Stichwort, das die Gründe für die Umstellung von Diesel auf Bio-Erdgas beschreibt. Mit den drei Bussen wird die Linie SB 82, auch Nationalpark-Shuttle genannt, betrieben. Sie verbinden den Kaller Bahnhof mit dem Internationalen Platz Vogelsang im Nationalpark Eifel.

Der Landrat des Kreises Euskirchen, Günter Rosenke, hob in seiner Rede bei der Vorstellung der Busse neben der Bedeutung der Örtlichkeit insbesondere die klimaschonende Erreichbarkeit hervor: „Mit dem Nationalpark und dem Internationalen Platz Vogelsang haben wir einen Schatz, den es zu bewahren, zu pflegen und vor allem aber auch zu erreichen gilt. Und das am besten nicht nur per Individualverkehr, sondern umweltfreundlich mittels Bus und Bahn.“ Das untermauert auch Eugen Puderbach, Geschäftsführer der RVK: „Jährlich nutzen an die 40.000 Fahrgäste die Schnellbuslinie SB 82. Ich bin froh, dass wir mit diesen drei Bussen nun ein regional und wirtschaftlich sinnvolles sowie klimaschonendes Angebot schaffen.“

Bio-Gas ist ein regenerativer Kraftstoff. Er entsteht bei der Zersetzung von organischen Abfallprodukten wie Küchenabfällen und Gülle etc. Durch die Abspaltung von CO2 wird das Gas in Bio-Erdgas umgewandelt. Bio-Erdgas ist umweltfreundlich, da es eine entscheidende Verringerung der CO2- und Feinstaubbelastung bewirkt. Zudem ist es wirtschaftlich sinnvoll, da es die Nutzung eines regionalen Produktes bedeutet und so die Wertschöpfungskette im Kreis Euskirchen stärkt.

Reichweite wie beim Diesel

Die Reichweiten der Bio-Erdgasbusse sind mit Dieselbussen vergleichbar, was im Regionalverkehr von entscheidender Bedeutung ist. Auch die Betankungszeit ist identisch, und Tankmöglichkeiten sind vor Ort bereits gegeben. Bei Umstellung der gesamten, auf dem Gelände der Niederlassung in Euskirchen stationierten Busflotte, ist dort auch der Bau einer Bio-Erdgas-Tankstelle vorgesehen.

E-Regio, der Energieversorger im Kreis, bereitet sich auf die steigende Nachfrage von Bio-Erdgas vor. „Auf dem Weg in eine möglichst schadstoffarme Zukunft der Mobilität leistet aufbereitetes Bio-Erdgas einen wichtigen Beitrag“, erläutert Geschäftsleiter Ludger Ridder. „Wir gehen davon aus, dass die Bedeutung von Erdgas und Bio-Erdgas noch deutlich zunehmen wird, und fördern daher sowohl den Einsatz von Erdgas- als auch Elektrofahrzeugen in der Region.“

Nicht nur der Antrieb der Nationalpark-Shuttle ist neu. Überarbeitet wurde auch die Gestaltung der Busse. Diese unterstreicht das Ziel der Linie mit Fotos: die Ginsterblüte auf der Dreiborner Hochfläche, die Landschaft um und mit dem internationalen Platz Vogelsang, ein Ranger und das Aushängeschild des Nationalparks, die Wildkatze.

Interessant ist auch die technische Aufrüstung der Busse, die die Fahrgäste besonders interessieren wird: freies WLAN und USB-Anschlüsse sowie ein doppelter Bildschirm, der auf der einen Seite die Linieninformationen und auf der anderen Seite beispielsweise Hinweise auf Ausstellungen und Führungen im Nationalpark gibt.

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