Nationalpark-Schule: Schüler werden zu Umweltdetektiven

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Nach zwei Jahren Arbeit gibt es nun eine weitere Nationalpark-Schule: Teilnehmer des Projektes „Kochen früher und heute“ zeigten auf dem Schulfest das Ergebnis ihrer Arbeit. Foto: Jasmin Cool

Konzen. Nach zwei Jahren Arbeit ist es nun so weit: In Monschau gibt es jetzt eine weitere Nationalpark-Schule. Am vergangenen Samstag enthüllte die Schulleiterin der Gemeinschaftsgrundschule Imgenbroich-Konzen, Marion Wernerus, die Auszeichnung.

Knapp zwei Jahre lang hatte die Schule auf dieses Ziel hingearbeitet Dies wurde nun mit einer Projektwoche zum Thema „Natur und Umwelt“ abgeschlossen. Auf dem Schulfest wurden den Familien und Freunden der Grundschulkinder aus Imgenbroich und Konzen die Projekte vorgestellt. Jeder Schüler durfte sein Projekt selbst wählen und so waren in jedem der acht Projekte Erst- bis Viertklässler vertreten. Eine Woche lang trafen sich die Schülerinnen und Schüler für diese Projektwoche am Standort Konzen.

Eine der Projektgruppen beschäftigte sich mit dem Thema Müll. Die Kinder lernten den Müll zu unterscheiden und ihn richtig zu entsorgen. Sie bastelten Schmuck aus Müll und fanden so heraus, dass Abfälle oft wiederverwertet werden können. An einem Tag besuchten sie den Recyclinghof in Imgenbroich und erfuhren dort, was mit den Dingen passiert, die man auf den Müll wirft. Außerdem richteten die Kinder getrennte Abfalleimer für alle Klassen ein. Es ist auch noch ein Komposthaufen geplant, wie Projektleiterin Astrid Schrouff berichtete. Auf dem Schulfest wurde diese Arbeit dann vorgestellt. Es gab ein Spiel, in dem man Müll ertasten musste und ein Müllsortierspiel.

Eine weitere Gruppe gründete eine Schülerzeitung, deren erste Ausgabe am Samstag aufgrund der hohen Nachfrage bereits nach einer Stunde ausverkauft war. Die Schüler der Gruppe wurden zu Reportern und Fotografen und arbeiteten selbstständig an den Themen. Sie besuchten auch die Hauptredaktion unserer Zeitung in Aachen, wie wir schon berichteten. Die Kinder interviewten ihre Mitschüler und Lehrer, machten Fotos und verkauften die fertige Zeitung am Samstag in der ganzen Schule. Das neue Labor im Keller der Schule nutzten die Teilnehmer des Projektes „Umweltdetektive“. Sie nahmen Bodenproben und untersuchten diese unter einem Mikroskop. Außerdem beschäftigten sie sich mit der Nationalparkecke in ihrer Schule, die einmal im Jahr erneuert wird. In dieser Ecke gibt es Flyer und Plakate zum Nationalpark und eine Karte, damit alle Schüler lernen, wo genau der Nationalpark liegt.

Zwei weitere Gruppen beschäftigten sich mit Nahrung. Eine Gruppe untersuchte die Veränderungen des Kochens zwischen früher und heute. Sie besuchten einen Bauernhof und stellten ihr eigenes Mehl her. Diese Gruppe backte auch Pfannkuchen und machte Kakao für die Eltern und Mitschüler. Wie eine Pizza entsteht, war das Thema der anderen Gruppe. Auch sie besuchten einen Bauernhof und kauften in einer Metzgerei und an einem Gemüsestand Zutaten für ihre Pizzen. Sie sprachen über Bioprodukte und Lebensmittelpreise und den Weg der Nahrung. Diesen stellten sie gebastelt und gemalt dar. Sie lernten, dass exotische Früchte mit dem Flugzeug nach Deutschland gebracht werden und Fisch mit Schiffen an Land geholt wird. Am letzten Tag der Projektwoche backten sie dann noch ihre eigene Pizza.

„Windenergie“ war das Thema der Windgruppe. Die Schüler machten viele Versuche und Experimente zu Strom und Energie. Sie bastelten eigene kleine Windanlagen und besuchten auch das Imgenbroicher Windrad. „Natur und Umwelt“ wird auch in Zukunft an der GGS Imgenbroich-Konzen ein großes Thema sein. Ein jährlicher Waldspaziergang und die Nähe zum Nationalpark sind gute Voraussetzungen, damit die Schüler weiterhin an die Umwelt denken. So kann die Auszeichnung zur Nationalpark-Schule in zwei Jahren möglicherweise verlängert werden.

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