Gemünd - „Nationalpark-Schule Eifel“: Fünf Schulen erhalten Auszeichnungen

„Nationalpark-Schule Eifel“: Fünf Schulen erhalten Auszeichnungen

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Die Schüler und Lehrervertreter des Monschauer St.-Michael-Gymnasiums, zusammen mit Andrea Compes vom Schulverband Nordeifel sowie NRW-Staatssekretär Horst Becker (li.). Foto: Lisa Rombach

Gemünd. 42 Schulen an 49 Standorten erhielten jetzt aus den Händen von Horst Becker, Parlamentarischer Staatssekretär im NRW-Umweltministerium, das offizielle Zertifikat als Nationalpark-Schule. Eine Auszeichnung für die erfolgreiche Integration von Nationalpark-Themen in den Schulunterricht.

Mit der Heckenlandschule Höfen den Grundschulen Schmidt und Imgenbroich-Konzen sowie dem St. Michael-Gymnasium Monschau und dem Franziskus-Gymnasium Vossenack gehörten auch wieder fünf Schulen aus der Nordeifel zu den Ausgezeichneten, die meisten davon sogar zum zweiten oder gar dritten Mal.

Markt der Möglichkeiten

Rund 350 Gäste fanden sich im Kursaal in Gemünd ein, der ganz im Zeichen des Nationalparks gestaltet war, um die Arbeit der Schulen im und um den Nationalpark zu würdigen. Auf einem „Markt der Möglichkeiten“ zeigten die Kinder und Jugendlichen, wie sie sich mit der entstehenden Wildnis vor der eigenen Haustüre auseinandergesetzt und Nationalpark- und Nachhaltigkeitsthemen in den Unterricht eingebaut haben.Bei der Verleihung führten einige Schüler Sketche rund um den Nationalpark auf und trugen Lieder vor.

Mehr als die Hälfte der Schulen ist schon zum dritten Mal bei dem Projekt unter der Schirmherrschaft von NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann und NRW-Umweltminister Johannes Remmel dabei. Für die Katholische Grundschule Mechernich und vier weitere Schulen war es allerdings eine Premiere, sie haben den zweijährigen Zertifizierungsprozess zum ersten Mal durchlaufen.

Lehrerin Stephanie Lennartz aus Mechernich findet, dass sich dieser Weg gelohnt hat: „Es hat den Blick auf die Natur und die Umwelt geändert, die Kinder verstehen jetzt die Zusammenhänge viel besser.“ In einer Projektwoche konnten die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel das Leben in einer Wiese untersuchen oder beim Naturyoga Ruhe und Stille erleben.

Auch die Katholische Grundschule Kornelimünster aus Aachen wurde erstmalig zertifiziert. Sie hat den Schwerpunkt auf das Thema Nachhaltigkeit gelegt und gleich ein ganzes Schulfest unter dieses Motto gestellt. Die Besucher konnten unter anderem Spiele aus Naturmaterialien basteln. „Ein echtes Erlebnis war für uns der ganztägige Besuch der Wildniswerkstatt des Nationalparks in Heimbach-Düttling“, erinnert sich Lehrerin Carmen Reinartz. Ihr Fazit: „Es ist wichtig, dass Schüler, Eltern und Lehrer an einem Strang ziehen und sich gemeinsam engagieren.“

Naturorientiert und sportlich

Die Vertreter des Gymnasiums, die Lehrerinnen Sylvia Thoma und Verena Thieme-Jansen durften zusammen mit den sieben Schülervertretern, als letzte der 49 Preisträger, auf die Bühne „aber das Warten hat sich gelohnt“, so Staatssekretär Becker, der die Urkunden überreichte. Das MGM wurde nicht nur für seine naturorrientierten Projekte gelobt, sondern auch für die sportlichen Aktivitäten, wie die zahlreiche Teilnahme der Schüler und Lehrer am Vennlauf.

In den vergangenen Jahren hatte sich das Gymnasium durch schulinternes, aber auch außerschulisches Engagement für den Nationalpark Eifel ausgezeichnet. Neben dem Biologie Unterricht können die Schüler ab Klasse acht auch das Fach „Naturwissenschaften“ (NW) wählen, in dem sie theoretische und praktische Einblicke in die Natur „direkt vor der Haustür“ erlangen können. So sind das Hohe Venn und der Nationalpark nicht nur fest im Biologie- oder NW-Unterricht verankert, gerne werden sie auch als Exkursionsziele genutzt.

Der Parlamentarische Staatssekretär Horst Becker freute sich, dass von Jülich bis Blankenheim und von Aachen bis Euskirchen künftig an 49 Schulstandorten die bunte Fahne mit dem Nationalpark-Schule-Logo flattert: „Viele fleißige Hände und Köpfe haben sich intensiv mit Nationalpark- und Nachhaltigkeitsthemen beschäftigt und diese auf unterschiedlichste Weise in die schulische Arbeit integriert. Das ist gelebte BNE – Lernen und Handeln miteinander zu verknüpfen, so stelle ich mir Bildung für Nachhaltige Entwicklung vor.“

Ob Förderschule oder Gymnasium, ob Grundschule oder Berufskolleg, jede Schule hat sich auf ihre Weise mit Natur und Wildnis beschäftigt. Die Konzepte kamen bei den Projektkoordinatorinnen Sabine Wichmann vom Förderverein Nationalpark Eifel und Jutta D’Orsaneo von der Nationalparkverwaltung gut an. Sie werden die Nationalpark-Schulen durch regelmäßige Treffen und Fortbildungen weiter unterstützen.

Plakette mit der Wildkatze

Nach der Veranstaltung fuhren alle frisch zertifizierten „Nationalpark-Schulen“ mit einer Urkunde, Postern und einer neuen Tierplakette für ihr hölzernes Türschild nach Hause. In diesem Jahr ist die Wildkatze darauf abgebildet, das „Wappentier“ des Nationalparks Eifel.

Die Neulinge, zu denen neben den beiden Grundschulen aus Aachen und Mechernich auch die Sekundarschule Kreuzau-Nideggen, die Gesamtschule Blankenheim-Nettersheim sowie die Schirmerschule Jülich gehören, bekamen zudem eine Fahne mit dem Logo der Nationalpark-Schulen Eifel und erstmalig das Türschild geschenkt. Sie wollen auch in Zukunft am Thema Nationalpark dranbleiben und Unterrichts- bzw. Ferienangebote entwickeln.

Neu interessierte Schulen können sich bis Ende des Jahres 2015 noch für den zukünftigen Projektzeitraum bis 2017 anmelden! Mehr Informationen zu den Nationalpark-Schulen, die Kriterien, eine umfangreiche Handreichung sowie das Anmeldeformular für neu interessierte Schulen findet man dazu im Internet.

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