Nationalpark Eifel: Urftstaumauer aufgemöbelt

Von: Gudrun Klinkhammer
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Talsperrenwärter Stefan Neue, Lothar Gerhards, Tobias Wiesen, Joachim Klubert vom WVER, Günter Schumacher und Herbert Polczyk (v.li.) freuen sich über die Neuerungen an der Urftstaumauer. Foto: Gudrun Klinkhammer
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Tobias Wiesen an Schildern, die der Nationalpark Eifel beisteuerte.

Nordeifel. „Endlich“, mag so mancher Besucher denken, der in diesen Tagen die Urftstaumauer betritt. Die Urftstaumauer mit ihrer traditionsreichen Restauration ist wohl einer der beliebtesten und idyllischsten Anlaufpunkte in der gesamten Nordeifel.

Zeitgemäße Bauelemente beleben nun den Eingangsbereich der Mauer, den der Gast von der Kermeterseite aus erreicht. Nagelneue Hinweisschilder, teilweise gebündelt unter einem eleganten Pavillon, behindertengerecht montiert, warten mit vielen Informationen zum Nationalpark Eifel, zum Naturpark Nordeifel und zur Urftstaumauer auf.

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) als Hausherr des Bauwerks, der Naturpark Nordeifel und der Nationalpark Eifel zogen für die Maßnahme an einem Strang. Günter Schumacher, Vorsitzender des Vereins Naturpark Nordeifel, sagte: „40.000 Euro kostete die Maßnahme an der Urftstaumauer insgesamt, 12.000 Euro steuerte der WVER bei.“

Auch die Nationalpark-Verwaltung brachte sich ein, zwar nicht mit einem Geldbetrag, dafür mit Sachleistungen wie Holzschilder und einer kleinen Hecke. Lothar Gerhards, Landschaftsarchitekt und Mitarbeiter des Kreises Düren, plante die Maßnahme.

Unter dem neuen Infopavillon, der aus Douglasienholz gefertigt wurde, finden neben den Infotafeln auch zwei neue Sitzbänke Platz. Gerhards: „Die alten Infotafeln werden demnächst zurückgebaut und kommen an anderer Stelle wieder zum Einsatz.“ Während der Begehung des Platzes stellten die Verantwortlichen fest, dass rund 50 Jahre alte Linden und ein Ahorn wie in einem betonierten Blumentopf ihr Dasein fristeten. Gerhards: „Derartige Baumschätze können, wenn sich die Wurzeln frei entfalten, bis zu 300 Jahre alt werden.“ Um den Bäumen ein uneingeschränktes Wachstum und eine gute Zukunft zu ermöglichen, kam ein Saugbagger zum Einsatz. Dieser befreite den Boden von Beton und zwar in schonender Weise. Die Wurzeln wurden dabei nicht beschädigt.

Diplom-Ingenieur Herbert Polczyk vom WVER freute sich über die ausgezeichnete Kooperation zwischen den Institutionen und sagte: „Die Zukunft wurde hier eingeläutet.“ Ein Eifelblick auf der Kanzel an der Staumauer ist bereits eingerichtet, ebenso nun der Pavillon erstellt und die Wurzeln der Bäume befreit. Zudem werden die Abfahrtzeiten der Rursee-Schifffahrt und der öffentlichen Verkehrsmittel nun gebündelt angezeigt. Ebenfalls barrierefrei ist ein Rastplatz samt sanitärer Anlage. Gerhards: „Hier haben wir zum Beispiel Rasenschotter verwendet, der ist mit einem Rollstuhl befahrbar.“

Tobias Wiesen vom Nationalpark Eifel stellte die Schilder vor. Ein nächster Schritt wird sein, unter die Bäume Blätterliegen zu installieren, von denen es sich durch das Laub und das Geäst bis in den Himmel schauen und herrlich rasten lässt. Wie Günter Schumacher erläuterte, erhält der Naturpark Nordeifel keine jährliche Förderung. Stattdessen schreibt die Landesregierung alle drei Jahre einen Wettbewerb aus, an dem sich die Naturparke beteiligen können. Beim Naturparkwettbewerb „Naturpark.2015.NRW“ belegte der Naturpark Nordeifel mit dem Projekt „Naturpark der Generationen“ den zweiten Platz.

Mit einem Teil des Gewinns in Höhe von insgesamt 360.000 Euro konnte unter anderem die Maßnahme an der Urftstaumauer umgesetzt werden.

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