Nationalpark Eifel soll Schule machen

Von: Alice Gempfer
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Kinder und Jugendliche für den Nationalpark und die Natur begeistern: Das Projekt „Nationalpark-Schule Eifel” nimmt jetzt richtig Fahrt auf. Foto: Malte Wetzel

Gemünd/Aachen. Die große Nachfrage ist der beste Beweis, dass Förderverein Nationalpark Eifel und Nationalparkverwaltung mit ihrem Angebot richtig liegen.

Über 100 Teilnehmer aus 53 Schulen der Kreise Aachen, Düren und Euskirchen haben jetzt in Gemünd die Auftaktveranstaltung zur Zertifizierung der „Nationalpark-Schulen” besucht. In einem zweijährigen Prozess sollen die Schulen das Thema Nationalpark konzeptionell in den Unterricht integrieren und dann als „Nationalpark-Schulen Eifel” ausgezeichnet werden. NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg und Schulministerin Barbara Sommer unterstützen das Projekt mit ihrer Schirmherrschaft.

Für das Umweltministerium kam Staatssekretär Dr. Alexander Schink nach Gemünd. „Ich bin überzeugt, dass diese Initiative auch überregional Vorbildfunktion haben wird. Im Bereich Barrierefreiheit gilt der Nationalpark bereits heute als Vorreiter”, sagte er.

Was sich auch auf die Arbeit mit Schulen bezieht, wie Henning Walter vom Nationalpark-Forstamt berichtet: „Im Jahr 2008 waren 25 Prozent der Schulen, die Angebote unserer Wildniswerkstatt Düttling genutzt haben, Förderschulen.” Gerade für behinderte Kinder, die im Alltag oft an Grenzen stoßen, biete das Naturerleben wertvolle Möglichkeiten.

Die Initiative zum Netzwerk und der Zertifizierung der Nationalpark-Schulen ging vom Förderverein Nationalpark aus. Dessen Vorsitzender ist der frühere Kölner Regierungspräsident Jürgen Roters: „Ziel dieses für Deutschland innovativen Projektes ist es, die Beschäftigung mit dem Nationalpark Eifel in den täglichen Unterricht zu integrieren und die Kinder so für die Thematik zu sensibilisieren.”

Nur so könne man Schüler für den Nationalpark begeistern, damit sie das Thema Nachhaltigkeit selbst vor Ort erfahren können. „Damit schaffen wir ein weiteres Angebot für eine stärkere Identifizierung der Schüler, aber auch der Lehrer und Eltern mit dem Nationalpark Eifel”, betonte Henning Walter.

Sabine Wichmann vom Förderverein stellte Idee, Konzept und Zeitplan des Projektes sowie die einzelnen Kriterien vor, die die Schulen erfüllen müssen, um „Nationalpark-Schule Eifel” zu werden. Gefordert wird zum Beispiel die Behandlung der Nationalpark-Themen im Unterricht, der Besuch des Schutzgebietes und eine nachhaltige Verankerung des Projekts im Schulprogramm.

Als künftige Partner der Schulen informierten die Nationalparkverwaltung und der Förderverein über ihre Angebote, die von den Schulen im Laufe des Projektzeitraumes genutzt werden können. Hierzu zählen Klassenfahrten in den Nationalpark mit Angeboten der Ranger und Waldführer, Unterkunft im zertifizierten Nationalpark-Gästehaus, Besuch der Nationalpark-Tore und der Wildniswerkstatt, Lehrerfortbildungen oder auch Besuche an der Schule durch Nationalpark-Botschafter des Fördervereins.

Anmeldungen zur Teilnahme an dem nun beginnenden ersten Projektzeitraum 2009 bis 2011 sind noch bis zu den Sommerferien möglich. Die im Internet unter http://www.foerderverein-nationalpark-eifel.de und http://www.nationalpark-eifel.de eingestellten Anmeldeformulare sind ausgefüllt per Post bis zum 1. Juli 2009 an folgende Adresse einzusenden: Förderverein Nationalpark Eifel e.V., Kurhausstr. 6, 53937 Schleiden-Gemünd.

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