Nasser Juni mit einigen Wetterextremen

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Einige heftige Gewitter ließen auch die Pracht der Schneeballen schnell verschwinden. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Während im Osten und Süden Deutschlands im Juni verheerende Hochwasser eintraten, blieb die Eifelregion bis auf einige heftige Gewitter von großen Unwettern verschont. Für unseren Kreislauf jedoch waren die hektischen Bewegungen des Thermometers von Woche zu Woche eine Herausforderung.

Bis auf den Niederschlag blieben die Monatswerte typisch für den Juni. Betrachten wir die Durchschnittstemperatur von 12,8 Grad in Kalterherberg, 13,6 Grad in Simmerath-Strauch und 15,7 Grad in Alsdorf-Warden, dann zeigen sich nur geringe negative Abweichungen (-0,2 bis -0,6 Grad) vom Langzeitwert. Kühlere Phasen und eine Hitzewelle glichen sich zwar aus, stellten uns aber gleichzeitig auf eine Geduldsprobe beim Sommerwetter.

Am 3. Juni und 26. Juni gab es erstaunlich späte Bodenfröste in den Nordeifeltälern (wie z.B. im Rurtal bei Kalterherberg). Örtlich wurden im Nationalpark die niedrigsten Werte seit 40 Jahren beobachtet.

Es folgte am 18. und 19. des Monats ein erstes kurzes Gastspiel des Juni-Sommers mit Temperaturen über 31 Grad und kaum zu ertragender Schwüle. Spitzenreiter bei den bisher wärmsten Tagen des Jahres 2013 war im Flachland der Raum Aachen mit 32 Grad und im Raum Monschau die Station Höfen mit 31,2 Grad (auch in Mützenich noch 28,4 Grad).

Temperatursturz

Ein Temperatursturz setzte der Hitze danach ein jähes, aber sehr angenehmes Ende. Mit acht Sommertagen über 25 Grad in den Niederungen des Kreises Aachen und drei Sommertagen auf den Bergen lag der Juni voll im Soll.

Auch beim Sonnenschein zeigte sich der erste Sommermonat ausgeglichen. Die Summen waren allerdings durch die Gewitter untypisch verteilt: Schöneseiffen 198 Stunden, Mützenich und Alsdorf 193 Stunden, Kalterherberg 166 und der Raum Aachen-Orsbeck mit nur 162 Stunden.

Anders als in Sachsen und Bayern lieferten in der Eifel die wenigen Gewitter die großen Regenmengen. Es gab erhebliche Unterschiede durch die beiden Gewitter am 20. Juni. Innerhalb von 24 Stunden fielen im Nordeifelraum zwischen der Oleftalsperre und Roetgen 30-60 l/qm, hier einige Beispiele: Hellenthal 61 Liter, Perlenbachtalsperre 54 Liter, Mützenich 48 Liter, Höfen 41 Liter, Strauch 32 Liter, Kalterherberg 30 Liter und Aachen 32 l/qm.

Die Monatssummen des Niederschlags schwankten zwischen 70 l/qm in Aachen und 158 l/qm in Kalterherberg. Damit wurde vor allem in den Höhengebieten die Mittelwerte um 20-50 übertroffen (Kalterherberg sogar +68 ).

Jetzt Anfang Juli ist der Sommer richtig in Schwung gekommen. Nach der Siebenschläfer Regel muss der Luftdruck Anfang Juli (6.-10.) über 1025 hPa liegen damit der Hochsommer in unserer Region anhaltend schön bleibt. Diese Voraussetzungen sind erfüllt und die Aussichten zeigen auch weiterhin trockenes, nicht zu heißes Sommerwetter.

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