Narren sollen der Bürgermeisterin zeigen, wie es geht

Von: ag
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Nachdem Prinz Daniel I. den Rathausschlüssel nach der friedlichen Übernahme entgegen genommen hatte, wurde er mit einem Klatschmarsch von der Bühne verabschiedet. Foto: A. Gabbert

Monschau. „Ich habe den Eindruck, ihr freut Euch, dass wir gleich Eure Bürgermeisterin absetzen“, sagte Bernd Pontzen, Präsident der KG Biebesse Höfen, nachdem die Karnevalsgesellschaft im Monschauer Rathaus eingezogen war. Die Jecken hatten sich mit der Bürgermeisterin zwar auf eine friedliche Übernahme geeignet, ganz kampflos wollte Margareta Ritter dann aber doch nicht aufgeben und wartete mit ihrer ersten Büttenrede auf, bevor sie den Rathausschlüssel an Prinz Daniel I. und Prinzessin Stefanie I. überreichte.

„Zeigt Eurer Bürgermeisterin wie es geht, wie Monschau fortkommt und nicht steht“, forderte Ritter die Narrenherrscher auf, den Tusch übernahm das lautstarke Publikum. „Die Schulsituation macht viele Leute verrückt, ich wünsche Euch bei der Lösung viel Glück“, fuhr Ritter fort.

Einen Seitenhieb auf die Nachbargemeinde wollte sie sich auch nicht verkneifen: „Jetzt wollen wir einen Windpark bauen, dann können die Roetgener nur neidisch schauen.“ Die Bürgermeisterin hatte noch ein paar weitere Tipps für diejenigen, die jetzt das Sagen haben: „Helft dem Stadtrat auf die Beine und nehmt die Finanzen an die kurze Leine. Dann wird es Monschau besser gehen. Ja Ihr Leute, das werdet ihr sehen!“

Ob die Narrenherrscher die Ratschläge beherzigen, darf bezweifelt werden, denn Prinz Daniel I. kündigte an, dass der Ernst nun erstmal vorbei sei.

Das unterstrichen die Karnevalisten mit einem kurzweiligen Programm. Die Tanzmariechen der KG Biebesse legten flotte Tänze aufs Parkett, und das Kinderprinzenpaar aus Konzen, Marius und Jule, hatte eine Rede vorbereitet und einen Tanz einstudiert. Vor dem Ausmarsch ergriff Biebesse Präsident Pontzen noch einmal das Wort und forderte: „Lasst die Sau raus. Kopfschmerztabletten gibt es an der Pforte.“

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