Narren bringen den Saal zum Kochen

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Da geht Präsident Hubert Hütten gerne in die Knie: Auf der großen Kappensitzung in Rott begeisterten auch die Nachwuchs-Tänzerinnen der Karnevalsgesellschaft das Publikum. Foto: Günther Sander

Rott. Kappensitzung in Rott, das ist Volkskarneval pur, das ist wie ein großes Dorffest. Närrisch, locker, flockig und leger, frei von Anzug oder Smoking, da darf es auch mal ein Norweger-Pullover sein. So geschehen am Samstag im Saale Hütten, der sich rasch zu einem „Narrentempel“ entpuppte.

„Wir sind ausverkauft“, verkündete Programmgestalter Rudi Hütten stolz, da waren Präsident Hubert Hütten und sein Elferrat besonders gut drauf. „Schön ist das Leben“, den Superhit der Kölner „Paveier“, schmetterte „The Rhythmic Combo“ in den Saal, um dann rasch auf den „Treuen Husaren“ umzuschwenken, denn die Uhr zeigte 20.11 Uhr an, Zeit zum Einmarsch.

Grandios, der Elferrat marschierte als „Rosenkavaliere“, mit Sträußchen bewaffnet, die Treppe rauf in den Saal, verteilte Blümchen, erste Alaaf-Rufe kamen gut an und natürlich die Rosen bei den Damen. Für Präsident Hubert Hütten eine willkommene Plattform, das närrische Auditorium herzlich zu begrüßen, darunter Ehrenhutträger Paul Mirbach und Ex-Präsident Jürgen Schimanowski.

Tanzend die Herzen erobert

Genug des offiziellen Teils, „Don Hubertus“ gab die Bühne frei, das große bunte Spiel mit Musik, Show und Tanz konnte beginnen. Tanztrainerin Maria Lauterbachs Mariechen und Garden hatten ihren großen Auftritt. Kein Wunder, dass die Eigengewächse bei ihrem „Heimspiel“ besonders starken Beifall ernteten. Eine Augenweide, gute Leistungen, dafür gab es zum Lohn Orden und Süßes. „Das ist aber noch keine Bescherung“, sagte der Präsident lächelnd.

Quirlig, spritzig zeigte sich die sechsjährige Laura Kauper, die erstmals als Bambini-Mariechen auf den Brettern stand, um tanzend die Herzen der Rotter zu erobern, und mit ihrer kessen Art und strahlendem Lächeln das Publikum begeisterte. „In Raeren und Aachen hat sie in ihrer Altersklasse bereits erste Plätze errungen“, lobte Hubert Hütten, der sich erneut als toller Sitzungspräsident erwies.

Tanzend erfolgreich sind natürlich auch die beiden Kindermariechen Maleen Brammertz und Jugendmarie Lisa Ganser, allesamt erfolgsverwöhnt. Gleiches gilt für die Kinder- und große Tanzgarde. „Rott, wie es tanzt und springt“, ist ein treffender Slogan für diese bunte Revue auf der Bühne.

Und was für ein Unterhaltungsprogramm hatte die KG zu bieten, von Gesang, Musik und Reden war alles dabei. Sitzungspräsident Hubert Hütten konnte aus dem Vollen schöpfen. Der „Maitre de Plaisir“, schlagfertig und charmant, ist seit Jahren ein Garant für guten Fastelovend in Rott. Dieser närrische Ort hat mit einer Karnevals-Diaspora jedenfalls nichts am Hut. Dafür ist Programmgestalter Rudi Hütten immer für Überraschungen gut.

Ins Schwarze getroffen

Frisch und frech von der Leber, höllisch gut drauf, himmlisch verrückt, kam aus Neuss „Ne Kistedüvel“: Thilly Meester stand ihren Mann. „Der Lange“, zu Hause eher auf verlorenem Posten, hatte in Rott seinen großen Auftritt und die Lacher auf seiner Seite.

Super drauf war Solo-Saxophonist Michael Detje, der mit schrägen Tönen den Narrentempel zum Kochen brachte. Eine Mischung aus „Happy-Sax“, aus Pop, Klassik und natürlich Karneval traf genau den Geschmack der Besucher. Ziemlich „verdötscht“ im Zwiegespräch waren „Labbes on Drickes“, die mit ihren abgefeuerten Pointen voll ins Schwarze trafen.

Für gute Stimmung sorgten dann auch Stimmung „De 5 Fleje“, da rappelte es im Karton, da ging die Post ab, ihre Hits machten Appetit auf mehr. Eine Stunde lang wurden kölsche Hits gesungen und den Rottern so richtig eingeheizt. Deren Urteil stand fest: „Dem Rudi ist mit dieser Gruppe wieder ein großer Wurf gelungen.“ Der KG Lichtenbusch mit Musikzug wurde ein stürmischer Empfang zuteil.

Natürlich waren Aachens Spitzenstars „Josef, Jupp und Jüppchen“ mit ihrem gekonnten Auftritt ein Höhepunkt. Mimik, Komik, aber auch ein wenig Gesang, waren wie immer ein Genuss und eine Attacke auf die Lachmuskeln. Die Sitzungskapelle „The Rhythmic Combo“ sorgte mit flotter Musik ebenfalls für beste Unterhaltung. Kein Wunder, dass es spät geworden war.

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