„Nachts im Museum“: Kunst und Kulinarisches

Von: jb
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Im Estrade konnten die Besucher im Rahmen der Nacht der Museen unter anderem große Kunstwerke von Maria H. Hazelzet bestaunen. Foto: Julia Bäumler

Monschau. In der Dunkelheit bei einer Nachtwächterführung durch Monschau geführt werden, danach ein Dütchen mit Schlagsahne auf die Hand und vielleicht auch noch einen nächtlichen Rundgang durch das Rote Haus? Das ist nur eine kleine Auswahl dessen, was man in diesem Jahr bei „Nachts im Museum“ in und rund um die Monschauer Altstadt machen konnte.

Viele Museen in der Gegend öffneten bis fast Mitternacht ihr Pforten und ließen die Besucher zu nächtlichen Zeiten hinein. Und um nicht nur in der Monschauer Altstadt zu verweilen, wurde ein Shuttle-Bus-Service angeboten, mit dem die Besucher sogar bis nach Imgenbroich zum Druckereimuseum fahren konnten. Dort wurde den Besuchern die Möglichkeit geboten, selbst eine persönliche Urkunde oder Visitenkarte an einer historischen Druckmaschine selbst anzufertigen.

Dütchen im Café am Roten Haus

In der Altstadt waren in diesem Jahr gleich fünf Neuheiten dabei – das Estrade, das Café Weekend, eine Ausstellung im Aukloster, das Erlebnismuseum Lernort Natur und das Café am Roten Haus. Ein Museum ist das Café am Roten Haus nun ja eigentlich nicht, doch die Inhaberin Elke Klein hatte den Besuchern trotzdem so einiges zu zeigen. „Wir machen jetzt einfach mal mit. Auch wenn es ein bisschen so ist, als ob man ins kalte Wasser geschmissen würde“, war die Konditorin sich zunächst noch unsicher, ob ihre Idee auch bei den Gästen ankommen würde.

Und so lud sie die Museumsgäste in ihre Konditorei ein und backte dort gemeinsam mit ihrer Konditorin Ursula Stapel fleißig originale Monschauer Dütchen. Als der Teig dann zum Hörnchen geformt wurde, durften die Besucher sogar selber Hand anlegen und fleißig Dütchen formen. Doch das Beste kommt zum Schluss, denn da gab es für alle die selbst gemachten Dütchen mit einer Portion Schlagsahne zur Kostprobe. Und ihre Idee schien bestens anzukommen: „Einfach nur super“ – hielten es die Besucher kurz und knapp während des Backens fest.

Musik im “Weekend“

Im Anschluss konnte man weiter zum Roten Haus ziehen, und hier während einer Führung die berühmte freitragend eingebaute Eichenholztreppe bestaunen. Im Café Weekend gab es Kunstwerke von Karl von Monschau, Win Braun, Lothar Scheffler und von Fotografin Yvonne Kirch. Dazu gab es musikalische Begleitung und Würstchen vom Grill.

Das Aukloster zeigte Bilder von der aus Indien stammenden Malerin Harpreet Sodhi. Dazu konnten lyrische Gedichte dreier Monschauer Autoren vernommen werden. Selbst aktiv werden hieß es im Erlebnismuseum Lernort Natur – hier konnte man anfassen, mitmachen oder gestalten. Und für die Kinder gab es sogar eine Bastelecke.

Viele Gäste zog es auch zum „Estrade“ ins Rosenthal. Das neue Mitglied im Bunde zeigte große Gemälde von Maria H. Hazelzet und informierte die Besucher über das Leben der Künstlerin sowie ihren Stil. Das Inhaberehepaar Richard Vernout und Juanita Vernout-Plourier zeigte zudem Skulpturen und Bilder von Peter Sußner sowie Gemälde von Dr. Hajo Peters. Und auch die Innenbeleuchtung der Estrade ist ein Kunstwerk, denn die Lampen stammen von der Künstlerin Patricia Govers-Tesch.

Wem es nicht nach Kunst, sondern eher nach Historie war, der konnte an regelmäßigen Führungen im Brauereimuseum teilnehmen. Hier gab es alte Brauereigerätschaften zu bestaunen.

Führungen in der Senfmühle

Ein altes und treues Mitglied der Veranstaltung war auch in diesem Jahr wieder dabei – die historische Senfmühle. Die Inhaberin Ruth Breuer freute sich über gut besuchte Führungen. Und während der Jahre fiel ihr immer wieder aufs Neue auf: „Meine Erfahrung ist es, dass in den letzten Jahren sehr viele Monschauer bei „Nachts im Museum“ dabei sind. Und das ist ja oft so, dass man eben das, was vor der eigenen Tür ist, nicht kennt.“

So bietet „Nachts im Museum“ vielleicht tatsächlich die Möglichkeit, den eigenen Heimatort innerhalb nur eines Abends besser kennenzulernen.

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