Nacht der Unternehmen: Firmen setzen wieder auf den Heimvorteil

Von: Daniel Gerhards
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Aachen. Studienabschluss in der Tasche - und was dann? Die Suche nach dem passenden Unternehmen für den Karrierestart ist für viele Absolventen nicht leicht. Dabei muss man nicht hinaus in die weite Welt, um einen Arbeitgeber zu finden.

Bei der „Nacht der Unternehmen” bekommen Studenten und Absolventen am Mittwochabend einen Einblick in die Arbeit von 80 potenziellen Arbeitgebern in der Aachener Region.

Dabei gibt es im Technologiezentrum am Europaplatz ab 17 Uhr die Möglichkeit, sich an Ständen von 60 Firmen zu informieren. Zusätzlich kann man mit eigens eingerichteten Buslinien zu 30 Unternehmen fahren, um sich vor Ort ein Bild zu machen. „Jeder kann vier bis fünf Unternehmen sehen. Und das nicht mit dem Stress eines Vorstellungsgesprächs, sondern mit anderen Studenten”, sagt Veranstalter Dr. Günter Bleimann-Gather, Vorstand der Technologiemarketing AG „Tema”.

Damit wolle man den Studenten und Absolventen zeigen, was der Standort Aachen in Sachen Technologieunternehmen zu bieten hat. Bleimann-Gather erklärt, dass davon auszugehen sei, dass 2014 deutschlandweit 220.000 offene Ingenieursstellen nicht besetzt werden können.

„Mit den Absolventen können wir die Zahl derer, die aus den Unternehmen ausscheiden, dann nicht mehr auffangen.” Große Konzerne hätten dies längst erkannt und versuchten, Aachener Absolventen anzuwerben. „Die Nacht der Unternehmen setzt dem etwas entgegen. Wir wollen zeigen, dass es im Raum Aachen unheimlich gute Karrierechancen gibt”, sagt Bleimann-Gather. Denn an der Nacht der Unternehmen können nur Arbeitgeber mit Sitz in der Region teilnehmen.

Mit dabei sind große Unternehmen - wie Philips oder Saint Gobain, die erstmals mitmachen. Aber auch Mittelständler und verhältnismäßig kleine Unternehmen. Gerade die Kleineren seien häufig besonders interessant, meint Bleimann-Gather. Internationalität, Verdienstmöglichkeiten und Aufstiegschancen seien im Mittelstand mindestens genauso ausgeprägt wie in großen Firmen. „Dazu hat man die Lebensqualität und die günstigen Lebenshaltungskosten von Aachen.”

Zusätzlich zu den direkten Gesprächen mit den Firmen gibt es zum Start eine Podiumsdiskussion, an der sich neben Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft auch ein Schauspieler der Fernsehserie „Stromberg” beteiligen wird.

Bisher ist die Veranstaltung ein Erfolgsmodell. Morgen erwarten die Veranstalter erneut rund 1000 Studenten. „Wir wissen von einer Vielzahl von Unternehmen, die auf diesem Weg Arbeitskräfte gefunden haben”, sagt Bleimann-Gather. Das Konzept hat „Tema” nun auch auf andere Städte übertragen. Die Nacht der Unternehmen gibt es mittlerweile etwa auch in Berlin und Stuttgart.
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