Nachgeholter Rosenmontagszug: Narren zeigen sich winterfest

Von: ale
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Zauberwürfel im Schneegestöber bunt verpackt: Bestens gelaunt und fantasievoll zeigten sich auch die Damen der Funkengarde beim verspäteten Rosenmontagszug in Höfen. Foto: Anneliese Lauscher
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Blaue Funken und weiße Flocken in Eintracht: Diese wunderbare Kombination konnte man beim Zug in Höfen bestaunen.
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Winterfest mussten am Sonntag auch die Musiker beim nachgeholten Zug in Höfen sein.

Höfen. Jetzt bekamen sie endlich ihren Karnevalszug, die Höfener Biebesse und ihre Gäste und vor allen Dingen die Kinder, die auf die Kamelle gewartet hatten. Am Sonntagvormittag ging es los bei Schneegestöber, unverzagt spielte die Musik, und fröhliche Menschen säumten die Straßen.

„Schön ist das Wetter zwar nicht, aber heute ist es wenigstens nicht gefährlich“, meinte Thomas Mertens von der Zugleitung und fügte hinzu: „Wir sind sehr zufrieden, zwei Gruppen mussten absagen, aber dafür sind welche dazu gekommen, die sich freuen, noch mal mit uns feiern zu können.“

Tatsächlich lag in Höfen mehr Schnee als im ganzen bisherigen Winter, und viele Zugteilnehmer schützten ihr Kostüm mit Plastikhüllen. Aber zahlreiche Menschen waren gekommen, auch aus anderen Dörfern, die den nachgeholten Rosenmontagszug genießen wollten. Aus allen Ecken ertönte Musik: Die Rohrener Lyra, das Trommlerkorps Konzen und die Höfener Lyra hatten alle noch einmal die Karnevalsnoten herausgekramt. Zum ersten Mal marschierte das Trommler- und Pfeiferkorps Mützenich im Höfener Zug mit, im Kostüm schmucker Musketiere spielten die Musikanten „Schöne Maid“.

Ein Gruß nach Belgien

Der Elferrat hatte ein Windrad auf seinem Wagen aufgebaut und schickte schöne Grüße rüber nach Belgien. Mit dem Spruch „Strahlung stört den Belgier nicht, Windräder stören seine Sicht“ nahm er keck Bezug auf das Skandal-AKW Tihange und den geschrumpften Höfener Windpark.

Auch die Bewohner des Josefsheims waren dabei, die Süßigkeiten hatten sie unter einen Regenschirm gepackt und beschenkten die Kinder. Die Blauen Funken kamen als spaßige Clowns daher und boten Kostproben von ihrem Aufgesetzten an. Mit Staunen betrachteten die Zuschauer einen tollen Wagen, auf dem ein riesiges Huhn thronte. „Hier kommt der Eiermann“, war zu hören, und eine „Eierspendiermaschine“ ließ Eier in ein draußen angebrachtes Nest fallen. Die „Hühner“, junge Männer aus Scheuren, hatten viel Spaß, sangen laut und verteilten Eier. „Wir hatten den Wagen noch da stehen, da haben wir uns gedacht, wir fahren nach Höfen und machen einfach noch mal mit“, erzählten sie.

Ein Kamel im Schnee, das sieht man selten! Die Feuerwehr Höfen hatte eines aus Ägypten mitgebracht, das Riesentier stand auf einem Wagen und wurde von prächtigen Pharaonen, Scheichs und Kleopatras begleitet.

Dem Höfener Dreigestirn stand die Freude ins Gesicht geschrieben, zum letzten Mal ließen sich Prinz Kerki, Jungfrau Gerda und Bauer Roland feiern. Unablässig warfen sie von ihrem rosafarbenen Phantasieauto Kamelle. Schlau hatten ein paar Jungs in der Neuen Straße den Schnee weggeräumt, das lohnte sich, nun prasselten die Süßigkeiten und Chips auf das grüne Viereck; da konnte man sie viel leichter aufsammeln als aus dem Schnee. Im Nu waren die Taschen gefüllt.

Als farbenfrohe Zauberwürfel mischten die Damen der Funkengarde mit, und die „Blue Wiffjer“ hatten sich in Klamotten der 80-er Jahre geschmissen. Ehrensache war es für die Schützenbruderschaft, dass sie ein Gebot des Dreigestirns erfüllte: Die Salutschützen schossen aus einer Konfettikanone. Mehr als ein Dutzend Pippi Langstrumpfs waren mit der Villa Kunterbunt unterwegs, hier erkannte man die Volleyballerinnen des TV Höfen. Ob ihr Fitnessgetränk wirklich viele Vitamine enthielt, musste man ausprobieren.

Aus Rurberg war das Dreigestirn der „Kiescheflitscher“ angereist, die Karnevalsfreunde Kalterherberg hatten sogar den Eifeldom auf ihrem Wagen aufgebaut. Schließlich verpassten „De Halunke“ aus Stolberg allennoch eine volle Dröhnung Livemusik.

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