Roetgen - Nach Zitterspiel gegen HSG Siebengebirge geht es nach Dünnwald

Nach Zitterspiel gegen HSG Siebengebirge geht es nach Dünnwald

Von: kk
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Roetgen. Die Handballfrauen des TV Roetgen testeten am vergangenen Samstag die Leidensfähigkeit ihrer zahlreichen Anhänger, aber auch die ihres Trainers Bernd Marquardt.

„Dieses Auf und Ab war schon ein Wellenbad der Gefühle“, erlebte der Coach beim 34:32-Erfolg gegen den Tabellenletzten HSG Siebengebirge/Thomasberg die Gefühlswelt von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt.

Für beste Stimmung sorgten die Roetgener Ladies durch einen optimalen Start. Nach einem 0:1-Rückstand sorgten Lisa Cosler, Krissi Plum und Anna Leblanc für einen 4:1-Vorsprung. Als gerade mal zehn Minuten gespielt waren, traf Sabine Schmal zum 9:3 und Isabell Leblanc parierte im Gegenzug einen Siebenmeter. Alles, was Rot-Gelb eingefärbt war, freute sich nun auf einen schönen und unaufgeregten Abend. Dem war aber nicht so, denn die Roetgenerinnen schalteten in den Standby-Modus und nach siebzehn Minuten, nachdem die Gruppe aus dem Siebengebirge auf 9:10 verkürzt hatte, zeigte Bernd Marquardt mit der grünen Karte das erste Team Time Out an.

Die Neujustierung zeigte aber keine direkte Wirkung, denn nur wenige Minuten später hieß es 11:11. Um den Coach noch halbwegs bei Laune zu halten, sorgten Eva Deutz, Krissi Plum und Lisa Cosler für eine 14:11-Führung. Inga Schüler erhöhte auf 15:12 und pünktlich mit der Pausensirene traf Lisa Cosler zum 16:12. „Die Mannschaft hat gezeigt, welches Potenzial in ihr steckt, wenn alles passt, leider hat sie aber nicht immer alles abgerufen“, resümierte der TV-Coach beim Seitenwechsel. Mit Ups und Downs ging es in der zweiten Halbzeit weiter. Die Gäste aus dem Siebengebirge verkürzten auf 18:20, die Roetgenerinnen wehrten sich wieder und zogen auf 27:20 davon. Zurücklehnen konnte Bernd Marquardt sich aber nicht, denn kurz vor Spielschluss verkürzte die HSG auf 28:32 und am Ende waren die Rot-Gelben froh, dass es zum 34:32 gereicht hatte.

„Bei unserem kleinen Kader macht sich der enorme Kräfteverschleiß bemerkbar“, nahm der Trainer seine Mädels in Schutz und legte die Begegnung in die Rubrik „Hauptsache gewonnen“ ab. Folgende Spielerinnen erzielten für den TV Roetgen die Tore: Krissi Plum (9), Lisa Cosler (7/4), Anne Fischer (6), Anna Leblanc (4), Eva Deutz und Sabine Schmal (beide je 3), Laura Gilliam und Inga Schüler (beide je 1). Zur letzten Begegnung des Jahres reisen die Roetgenerinnen am Samstag (Anwurf 17.30 Uhr) zum direkten Tabellennachbarn Dünnwalder TV, der einen Punkt mehr auf dem Konto hat. Für das Team aus dem Kölner Stadtteil spricht die Heimbilanz, in der drei Siege und ein Unentschieden gegen Strombach stehen. „Wir müssen abwarten, was bei uns personell geht“, schiebt der Roetgener Trainer den Gastgeberinnen die Favoritenrolle zu, weiß aber, dass sein Team nicht chancenlos in die Domstadt reist.

Herren gewinnen erwartungsgemäß

Die 1. Herrenmannschaft des TV Roetgen konnte sich durch den erhofften 32:26-Sieg gegen BTB Aachen III etwas aus der Abstiegszone der Kreisliga entfernen. Nach ausgeglichener Anfangsphase (5:5) fanden die Roetgener besser in die Begegnung und bauten eine 11:7-Führung auf den 16:12-Halbzeitstand aus. Mit Beginn der zweiten Halbzeit reduzierten die Rot-Gelben ihre Fehlerquote und zogen auf 28:19 davon. Nach dem 20:30-Rückstand konnte die Mannschaft aus dem Aachener Kurviertel in der Endphase nur noch etwas Ergebniskosmetik betreiben. Für den TV Roetgen erzielten folgende Spieler die Tore: Niklas Lutterbach (7), Mike Cremer (6), Christian Strutz (5), Nico Hütten und Lukas Schartmann (beide je 4), Florian Meier (3), Constantin Hipp (2), Felix Kleffmann (1). Am letzten Spieltag des Jahres wartet auf die Rot-Gelben die schwere Ausreise zum Tabellenzweiten Schwarz Rot Aachen II (Anwurf Samstag 20 Uhr Sporthalle Neuköllner Straße). Nach der guten Leistung gegen Ligaprimus TV Weiden II ist den Roetgenern auch in der Kaiserstadt eine Überraschung zuzutrauen.

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