Roetgen - Nach zehn Jahren: Roetgen wieder in der Bezirksliga

Nach zehn Jahren: Roetgen wieder in der Bezirksliga

Von: Kurt Kaiser
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Drei Spieltage vor Saisonende konnten die Spieler des FC Roetgen schon die Shirts mit dem Aufdruck „Mission erfüllt“ anziehen und jubeln: hintere Reihe v. l.: Christian Nöhlen, Christian Sauren, Smith Ametowu, Alex Keller, Kevin Winkhold, Marco Cosler; mittlere Reihe v. l.: Norbert Feder, Trainer Frank Küntzeler, Co-Trainer Norbert Klinkenberg, Stefan Mertens, Tom Moosmayer, Kevin Mertens, Mark Hilgers, Johannes Höfler, Betreuer Jürgen Märk; vordere Reihe v. l.: Tobias Thoma, Luca Schartmann, Manuel Antonio, Fatih Vuran, Patrik Diehl, Sebastian Szlosarczyk.

Roetgen. Die Hausaufgaben hatte die sportliche Leitung des FC Roetgen, Tom Moosmayer und Norbert Feder mit Trainer Frank Küntzeler, vor der Saison 2015/16 gemacht. Um Meister in der Aachener A-Liga zu werden hatte man entsprechende personelle Verstärkungen auch unter der Prämisse an Land gezogen, dass da, wo FC Roetgen drauf steht, nicht mehr viel FC Roetgen drin ist.

Zur Meisterschaft reichte es zwar nicht, weil Aufsteiger Rasensport Brand eine überragende Saison mit nur zwei Niederlagen und zwei Punkteteilungen hinlegte. Das Ziel Bezirksliga wurde aber dennoch realisiert, da man als Tabellenzweiter auch eine gute Saison spielte und über die Quotientenregelung, mit bisher 65 Punkten, schon vorzeitig den Aufstieg in die Bezirksliga klar machte.

„Nach zehn Jahren Kreisliga ist der FC13 wieder Bezirksligist. Und das darf keine Momentaufnahme, sondern muss abgesichert sein, denn die fußballerische Konkurrenz im nahen Umfeld des Aachener Südens ist gewaltig“, schrieb Friedrich Keßel, der 1.Vorsitzende des Vereins, am vergangen Spieltag in den FC 13 Stadion-Flyer. Nach dem Aufstieg in die Bezirksliga und dem Kreispokalsieg im September des vergangenen Jahres war es für den 1. Vorsitzenden die erfolgreichste Saison in der 103 jährigen Vereinsgeschichte.

Allerdings hielten die Feierlichkeiten sich rund um die Roetgener Hauptstrasse im Rahmen. Trainer Frank Küntzeler, der den FC Roetgen nach nur anderthalb Jahren nach der Saison auf eigenen Wunsch Richtung neuem Klassenkonkurrent, Arminia Eilendorf, verlässt, glaubt, dass der Erfolg im Kreispokal die Meisterschaft gekostet hat. „In den englischen Wochen in den Pokalrunden haben wir einige Körner mehr verbraucht als Raspo Brand“, erinnert der Coach daran, dass man im Kreispokal sechs Runden absolvieren musste, in denen es unter anderem gegen die Landesligisten SV Rott und Alemannia Mariadorf ging und man im Endspiel gegen den Bezirksligisten Germania Eicherscheid in die Verlängerung musste.

In der ersten Runde auf Verbandsebene hatten die Roetgener zwar keine Probleme mit dem Vertreter aus dem Fußballkreis Euskirchen SSV Lommersum (7:2). Aber schon in der nächsten FVM- Runde wartete mit dem Regionalligisten, FC Wegberg Beeck, ein Gegner der vier Ligen höher spielte und nach einem 2:0 Erfolg an der Hauptstrasse die erfolgreiche Pokalstorry der Schwarz Roten beendete. In der Meisterschaftsrunde erhielt der Favorit nach einem 4:0 Auftakterfolg gegen Rhenania Würselen am zweiten Spieltag schon einen herben Dämpfer bei der Zweiten des SV Breinig (1:2 Niederlage). Nach drei Siegen in Folge kassierten die Roetgener auch beim Hauptkonkurrenten Rasensport Brand eine 1:2 Niederlage.

Einige Wochen nach dem Pokalerfolg war die Mannschaft auf dem Tiefpunkt angekommen. Am letzten Oktoberwochenende entführte der Tabellenvorletzte, SV Kohlscheid, nach einem 0:3 Rückstand noch die Punkte aus Roetgen (5:4). Dann legte die Mannschaft den Ballast der Pokalrunden ab und schaltete in den Erfolgsmodus.

An den folgenden siebzehn Spieltagen landeten die Roetgener vierzehn Siege, teilten sich zweimal die Punkte und kassierten nur eine Niederlage. Erst nach dem man das Ziel Wiederaufstieg erreicht hatte, gab es am vergangenen Spieltag eine weitere Niederlage (2:3) im Derby gegen den TV Konzen. Auch wenn der Coach aufgrund seines Vereinswechsels nicht in die Planungen für die kommende Spielzeit involviert ist, traut er den Schwarz Roten auch eine gute Saison in der Bezirksliga zu. „Der FC Roetgen ist ein gut geführter Verein, der sich mit Spielern verstärken wird, die Bezirksligaqualität und mehr haben“.

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