Nach zehn Jahren ist die OGS ein echtes Erfolgsmodell

Von: hes
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Vertreter der Politik und der Grundschule blickten gemeinsam auf zehn Jahre OGS in Mützenich zurück (Bild oben). Auf dem ganzen Schulgelände konnten die Besucher sich ein Bild von den beliebten OGS-Angeboten – hier der Basketball-Kurs (unten) – Foto: H. Steffens/H. Schepp
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Vertreter der Politik und der Grundschule blickten gemeinsam auf zehn Jahre OGS in Mützenich zurück (Bild oben). Auf dem ganzen Schulgelände konnten die Besucher sich ein Bild von den beliebten OGS-Angeboten – hier der Basketball-Kurs (unten) – machen. Foto: H. Steffens/H. Schepp

Mützenich. Die Offenen Ganztagsschulen sind heutzutage nicht mehr wegzudenken aus dem Alltag und Leben vieler Familien in der Nordeifel. Das war vor zehn Jahren, als die gesicherte Vor- und Nachmittagsbetreuung ihre ersten Kinderschritte machte, noch längst nicht so. Daran erinnerte nun Winni Bauer, der Vorsitzende des Fördervereins der Katholischen Grundschule Kalterherberg-Mützenich, als die Schule den zehnten Geburtstag ihrer OGS feierte.

Dazu hatte man auf dem Schulgelände an der Eupener Straße ein buntes Fest auf die Beine gestellt, das das Erreichte präsentieren, die Verantwortlichen würdigen und die Hauptpersonen, also die Kinder, unterhalten sollte. So stellten sich alle im Rahmen der OGS angebotenen Nachmittagskurse vor – von den Sprachkursen Französisch und Englisch über Natur-, Töpfer- und Kreativkurse oder Kochen für Kinder bis hin zu den beliebten PC-Kursen sowie den sportlichen Angeboten Turnen, Fußball und Basketball.

In den Räumen des OGS-Anbaus konnte nach Herzenslust gespielt und getobt werden, der Musikraum an der Turnhalle war in eine köstlich duftende Cafeteria verwandelt worden.

Den offiziellen Teil der Geburtstagsfeier eröffnete in Vertretung für die Schulleitung Lehrerin Judith Scheidtweiler, die einen Dank an alle richtete, „die die OGS in zehn Jahren begleitet haben, aber auch an die, die das Geburtstagsfest vorbereitet haben“.

Fördervereins-Vorsitzender Winni Bauer blickte dann auf zehn Jahre OGS in Mützenich – „zehn Jahre, in denen die Offene Ganztagsschule zum Erfolgsmodell gereift ist“, so Bauer.

Doch aller Anfang war auch hier schwer. „Als wir im Jahre 2005 beschlossen, die Grundschule in eine Offene Ganztagsschule umzubauen, war das für Mützenich komplettes Neuland und der Anfang war schwierig und holprig“, räumte der Vorsitzende ein und verwies auf Vorschriften des Landes, die es einzuhalten galt, und auf die Suche nach neuen Räumen und der entsprechenden Finanzierung. Das ehemalige, damals leer stehende Pfarrheim wurde umgebaut für die OGS; damit einhergehend wurde das Schulgebäude saniert und aufgewertet, „so dass eine neue angenehme Heimat für unsere Schüler entstand“, blickte Winnie Bauer zurück und ergänzte: „Die größte Hürde war jedoch, dass wir 25 Schüler als Vorgabe erreichen mussten.“

Nach zahlreichen Veranstaltungen in Schule und Kindergarten und nach intensiver Überzeugungsarbeit habe man dann 23 Schüler für die neue OGS gewinnen können – zwei zu wenig für den Start des ehrgeizigen Projekts, das so zu scheitern drohte. „Buchstäblich am letzten Tag der Anmeldefrist wurden dann aber noch zwei Kinder angemeldet, so dass wir tatsächlich im Schuljahr 2006/2007 starten konnten“, erinnerte sich der Vorsitzende, der selbst das Projekt mit großem Engagement nach vorne brachte, dabei jedoch auch reichlich Gegenwind verspürte: „Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie groß die Skepsis der Eltern war.

Es wurden viele Gerüchte und Halbwahrheiten verbreitet, teilweise auch mit sehr persönlichen Angriffen gegen die Verantwortlichen“, bedauerte Bauer. Der Förderverein habe von Beginn an die Trägerschaft übernommen und damit die organisatorische Einheit gebildet. Winni Bauer: „Wichtig für uns war immer das Wohl der Kinder. Die Zusammenarbeit zwischen Schule, OGS und Trägerverein bildete von Beginn an eine Einheit, und so konnte die OGS als tragende Säule für die Schule gestaltet und aufgebaut werden.“

Inzwischen sei die OGS ein fester Bestandteil der Schule, sagte Bauer. „OGS bedeutet für die Kinder ‚Zusammensein auch nach Ende der Schule‘“. Die anfangs so gerade erreichte Mindestzahl an Kinder wurde durch die Kinder selber leicht erhöht, denn die empfahlen ihren Freunden sich doch auch anzumelden, weil die OGS so schön ist. Und das ist doch das beste Argument für die Eltern“, meinte der Vorsitzende.

Immer knapp 40 Kinder

Heute brauche man sich keine Sorgen um genügend Anmeldungen zu machen, in den letzten Jahren besuchten stets knapp 40 Kinder die OGS. „Für mich ist nach wie vor der Dank für die Arbeit, die fröhlichen Kinder zu sehen“, sagte Bauer und dankte vor allem Marita Delvenne, die die OGS seit dem ersten Tag leitet, „und dem gesamten Personal, das über die zehn Jahre hinweg die Kinder begleitet, gefördert und gefordert hat“.

Winni Bauer schloss die Festangestellten und Honorarkräfte mit ihren vielfältigen Kursen, die Lehrkräfte, die für die reibungslose Verzahnung von Unterricht und Nachmittagsbetreuung sorgen, aktive und mitziehende Eltern und die Stadt Monschau als verlässlichen Träger und Partner in seinen Dank ein.

Die Integration und Inklusion sowie die Zusammenlegung der Schulstandorte seien neue Herausforderungen für die Schule wie auch für die OGS, schloss Winni Bauer und blickte optimistisch nach vorne: „Wir werden auch diese Aufgaben meistern.“

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