Nach mehr als zwei Jahren: Imgenbroich bekommt die Ampel

Von: P. St.
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Geschafft: Die Bedarfsampel in Höhe des Kaisersaals in Imgenbroich wird endlich eingerichtet. Erleichtert beim Ortstermin zeigten sich auch (von links) CDU-Ratsherr Bernd Neuß, CDU-Bundestagsabgeordneter Helmut Brandt und die zukünftige Monschauer Bürgermeisterin Margareta Ritter. Foto: P. Stollenwerk

Imgenbroich. Jetzt gibt es kein Zurück mehr: Am Freitag lud die Baufirma schon einmal in einer Blitzaktion die rot-weißen Warnbaken ab, um anzudeuten, dass eine Baustelle naht. Die Baustelle, von der die Rede ist, wird von vielen Menschen herbeigesehnt; nur der Durchgangsverkehr wird sich mal wieder ärgern.

Niemand aber hat ernsthaft Zweifel, dass die Einrichtung einer Bedarfsampel auf der unteren Trierer Straße in Imgenbroich eine sinnvolle und notwendige Maßnahme ist. Hier überqueren täglich zwischen 150 und 200 Kinder die stark befahrene B258, um in den auf der gegenüberliegenden Straßenseite haltenden Schulbus einzusteigen.

Um die erhöhte Sicherheit für die Kinder zu erreichen, bedurfte es allerdings eines kleinen Staatsaktes, wie beim gestrigen Ortstermin der Stadt Monschau anlässlich der Baustellen-Einrichtung deutlich wurde.

Vor mehr als zwei Jahren gab die örtliche CDU die Anstoß, in Höhe des Kaisersaales die Sicherheit für die Kinder mit Hilfe eines Zebrastreifens zu erhöhen. Die Vorstellung aber, dass daraufhin eine Firma mit einem Eimer Farbe anrückt und sechs weiße Streifen auf den Asphalt malt, entpuppte sich bald als massive Fehleinschätzung, denn aus dem Antrag für einen Fußgängerüberweg wurde eine unendliche Geschichte, ein Hürdenlauf durch Behörden und Zuständigkeiten.

Zunächst einmal wurde der Wunsch nach einem Zebrastreifen kategorisch abgelehnt, da sich nur etwa 200 Meter weiter auf der Trierer Straße in Höhe des Kaufhauses ein eben solcher Überweg befindet, und in so kurzem Abstand zwei Zebrastreifen nicht genehmigungsfähig waren.

Also schwenkte man auf eine Bedarfsampel um, die das Verfahren aber keineswegs verkürzte.

Monschaus zukünftige Bürgermeisterin Margarete Ritter sprach von „wöchentlichen Anrufen” aus Imgenbroich, da sich die Ortspolitiker über den Fortgang des Projektes informieren wollten. „Die Bürokratie erstickt manchmal an sich selbst,” so ihre ernüchternde Feststellung.

Schließlich wurden auch die örtlichen Bundestagsabgeordneten eingeschaltet, um das Projekt zu beschleunigen. Er hätte es begrüßt, wenn die Maßnahme bereits ein Jahr früher umgesetzt worden sei, sagte am Freitag beim Ortstermin CDU-MdB Helmut Brandt, zumal durch das Zusammentreffen von Berufs- und Schulbusverkehr in Verbindung mit der Einmündung Grünentalstraße hier eine besonders unfallträchtige Situation vorherrsche, was allerdings die Lösungsfindung nicht gerade erleichtert habe.

Nun aber ist eine Lösung gefunden worden, wobei sich auch Imgenbroichs CDU-Ratsherr Bernd Neuss im „Namen der Kinder” dafür bedankte, dass sie nicht noch einen weiteren Winter lang in der Dunkelheit morgens die Straße überqueren müssen. „Wir waren schon schon kurz vor dem Verzweifeln.”

Am Montag wird nun mit den Vorarbeiten durch die Firma Eurovia Teerbau begonnen. Zunächst einmal wird mit Hilfe eines Suchloches die Gasleitung ausfindig gemacht. Die eigentliche Baumaßnahme mit jeweils halbseitiger Sperrung der Bundesstraße erfolgt ab Montag, 5. Oktober.
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