Nach der „Klatsche“ beim Ersten geht es nun zum Tabellenzweiten

Von: kk
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Beim Ligaanführer TSV Bonn hatten TV Roetgens Trainer Brand Marquard (stehend) und Co-Trainer Udo Andres zwar eine Niederlage einkalkuliert, allerdings sollte die nicht so deutlich ausfallen. Foto: Kurt Kaiser

Roetgen. Schon vor der Begegnung beim Tabellenführer der Handball-Oberliga, TSV Bonn, hatte TV Roetgens Trainer Bernd Marquardt befürchtet, dass der Ligaprimus die Erfolgsserie seiner Handballdamen beenden würde. Dass sein Team sich aber eine empfindliche 15:31-Abfuhr in der Bundesstadt abholen würde, hatte der Trainer nicht auf der Rechnung.

Aggressiver Gegner

„Das wir so klar verloren haben, hatte gleich mehrere Gründe“, wollte der Coach die Fehler nicht alle aufzählen. Einer der Hauptgründe war aber in seinen Augen die aggressivere Spielweise des Gegners, der sein Team schon im Halbfeld attackierte und damit die Roetgenerinnen nur selten in Tornähe ließ. Als weiteren Grund ließ Bernd Marquardt auch gelten, dass in der Bonner Halle geharzt werden darf und die Gastgeberinnen mit dem Haftmittel am Ball weitaus besser zu Recht kamen als die Roetgenerinnen.

Dabei begann die Begegnung für die Gäste mit einer 8:6-Führung wunschgemäß. Nach einer Auszeit der Gastgeberinnen deckten diese offensiver und brachten damit das Team aus der Nordeifel aus dem Rhythmus. Die Roetgener Damen trafen in den letzten zehn Minuten nur noch zweimal und ließen die Bonnerinnen bis zum Seitenwechsel auf 15:10 davonziehen. „Ab der zwanzigsten Minute haben wir uns taktisch zu viele Fehler erlaubt und auch zu viele Tormöglichkeiten liegenlassen“, monierte der Coach, der auch in der zweiten Halbzeit mehrere Einträge auf der Mängelliste vornehmen musste.

Mit der ersten Aktion nach Wiederbeginn bauten die Einheimischen ihren Vorsprung auf 16:11 aus und diktierten bis zum Abpfiff das Geschehen. „Bei denen lief es immer besser, während es bei uns immer mehr den Bach runterging“, sehnte der Coach nach immer deutlicher werdendem Rückstand den Abpfiff herbei.

Für den TV Roetgen erzielten folgende Spielerinnen in Bonn die Tore: Anna Leblanc (6), Lisa Cosler (4), Isabell Karl (2), Anne Fischer, Kristina Plum, Eva Deutz (alle je 1).

Nach der unerwartet klaren Niederlage gab es bei den Trainingseinheiten unter der Woche beim Nordeifeler Oberligisten einiges aufzuarbeiten. „Ich denke, dass wir uns am Sonntag anders präsentieren“, erwartet Bernd Marquardt, dass seine Mannschaft sich beim Tabellenzweiten SG Ollheim-Straßfeld rehabilitieren wird, auch wenn die Begegnung zur ungewohnten Anwurfzeit (Sonntag 16 Uhr) angepfiffen wird.

Die Mannschaft des Tabellenzweiten startete mit einem 24:21-Sieg gegen Schwarz Rot Aachen planmäßig in die Rückrunde, dennoch wollen die Roetgenerinnen sich für die 27:31-Hinspielniederlage revanchieren.

Aus personeller Sicht reisen sie ziemlich sorglos in den Swisttaler Ortsteil. Laura Cosler und Jasmin Borsten stehen wieder zur Verfügung. Der Coach hofft, dass Yvonne Baltzer ihre Grippe auskuriert hat.

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