Nach den Schwestern kamen die Verwundeten

Von: Willi Wilden
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Pastor Quadflieg mit „seinen Verwundeten“: Im Sommer 1915 war das Krankenhaus zeitweise mit 120 verwundeten und kranken Soldaten belegt.

Simmerath. Das Krankenhaus in Simmerath spielte auch im Ersten Weltkrieg, der vor 100 Jahren am 28. Juli 1914 begann, eine Rolle. Am 28. September 1909 waren vier Schwestern des Ordens der Cellitinnen aus der Antonsgasse 7 in Köln in das Gebäude des Alten Pfarrhauses neben der Kirche in Simmerath eingezogen und hatten so den Anfang des Krankenhauses St. Brigida gemacht.

Initiator und unermüdlicher Betreiber des Krankenhauses war der damalige Pfarrer Peter Toussaint Quadflieg. Bereits mit dem Einzug der vier Schwestern hatte der weitblickende Pfarrer einen Fonds von 7000 Mark gesammelt für einen „eventuellen Neubau“. Er hatte eine glückliche Hand beim Erschließen von Geldquellen und einen sehr realistischen Sinn dafür, wie man Geld vermehren kann. Am 15. Juni 1913 wurde der Grundstein für das neue Krankenhaus gelegt und am 24. Mai 1914 wurde es feierlich eingeweiht.

Nach einem guten Start für die Bevölkerung kamen schon sehr bald ganz andere Aufgaben auf das Krankenhaus zu. Die Pfarrgemeinde stellte das Haus am 4. August 1914 für verwundete Soldaten zur Verfügung und Pfarrer Quadflieg kümmerte sich darum, Verwundete aus dem Monschauer Land nach Simmerath zu holen.

„Durch zahlreiche Gesuche gelang es mir, fast alle Verwundeten des hiesigen Kreises hierher zu bekommen. Das war eine Wohltat für diese und ihre Familien.“ Im Sommer 1915 war das Krankenhaus zeitweise mit 120 verwundeten und kranken Soldaten belegt.

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