Eicherscheid - Nach dem Seifenkistenrennen: Kleinlaster reißt den Zielturm um

Nach dem Seifenkistenrennen: Kleinlaster reißt den Zielturm um

Von: hes
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turmvornebild
1200 Kilogramm schwer, 7,60 Meter breit, fünf Meter hoch, doch nur drei Meter lichte Höhe: Der Zielturm der Eifeler Seifenkistenfreunde wurde am Sonntag nach dem Rennen von einem Kleinlaster umgerissen.

Eicherscheid. Das nennt man wohl Glück im Unglück: Beim Einsturz des Zielturmes nach dem Seifenkistenrennen in Eicherscheid kamen drei Helferinnen am Sonntagnachmittag mit Blessuren davon. Der Fahrer eines Kleinlasters hatte bei den Aufräumarbeiten die Höhe der Stahlkonstruktion falsch eingeschätzt und den Zielturm umgerissen.

Renate Roeben, Abteilungsleiterin der Seifenkisten-Freunde, und zwei Richterkolleginnen schrieben gerade Urkunden für die Besten des Qualifikationsrennens, als die Helfer mit einem Kleinlaster zwecks Abbau Richtung Zielbereich fuhren. Da ihnen die Durchfahrt unter dem Zielturm etwas knapp schien, streckte einer der Helfer zwei Finger in die Luft und wollte sich mit dieser Geste erkundigen, ob man denn darunter durchpasse. Der Fingerzeig aber wurde auf dem Turm gründlich missverstanden, denn von dort streckte man den Helfern freundlich den „Daumen hoch” entgegen - ganz nach dem Motto: „Das Rennen ist gut gelaufen”.

Sekunden später aber war den drei Damen nicht mehr zum Lachen zumute: Unter lautem Krachen stieß das Führerhaus des Lastwagens gegen die Unterseite der Zieldurchfahrt, die daraufhin umstürzte. Dann aber kam offenbar der Schutzengel ins Spiel: Zunächst ließ er die drei Helferinnen „nur” auf die Motorhaube des Kleinlasters statt noch zwei Meter tiefer auf den Asphalt purzeln, und dann bewährte sich die hochwertige Plane des Zielturms, in der die drei Frauen schließlich vergleichsweise sanft landeten.

Dennoch hatte Renate Roeben eine stark blutende Platzwunde am Kopf davongetragen, und auch ihre Kolleginnen klagten über Prellungen am ganzen Körper. „Wir werden nächste Tage mal unsere blauen Flecken zählen; ich glaube da liegen wir gleichauf”, nahm Renate Roeben es am Tag danach schon wieder mit Humor.

Die Verletzten wurden von Helfern der Seifenkistenfreunde versorgt - das Rote Kreuz, das den ganzen Tag über an der Strecke gewacht hatte, war fünf Minuten zuvor abgerückt.

Zeugen des Unglückhergangs waren sich einig: „Das hätte viel schlimmer kommen können!” lautete der allgemeine Tenor.

Der entstandene Sachschaden indes ist beträchtlich: „Der Lkw ist Schrott”, so Karl-Heinz Roeben. Immerhin aber sind am 1200 Kilogramm schweren Zielturm, den die Seifenkistenfreunde auch für andere Gelegenheiten vermieten, lediglich einige Stangen schief. „Das kriegen wir wieder hin”, so die Abteilungsleiterin.
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