Rott - Nach dem Pokalspektakel kehrt der Ligaalltag ein

Nach dem Pokalspektakel kehrt der Ligaalltag ein

Von: Kurt Kaiser
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Nur selten kam der SV Rott im FVM-Pokalspiel gegen Viktoria Köln vor das Tor des Regionalligisten. Gegen Jannik Löhden (Nr. 3), Sebastian Spinrath (Nr. 12) und Malte Nieweler (Nr.11) ist der Rotter Angreifer, Avdo Iljazovic, chancenlos. Torwart Stephano Pellatz braucht nicht einzugreifen. Foto: Kurt Kaiser

Rott. Beim Nordeifeler Landesligisten, SV Rott, ist seit dieser Woche wieder der Ligaalltag eingekehrt. Vorbei sind die Träume der Mannschaft, sich mit einem Sieg im Pokalspektakel gegen den Regionalligisten Viktoria Köln in den Vereinsannalen zu verewigen.

Leider hatten die Kölner in der Regionalliga zuletzt zu viele verbale Prügel bezogen und waren nicht bereit, den Landesligisten zu unterschätzen und für eine Lachnummer zu sorgen. Sie gingen von der ersten Minute an topmotiviert in den Pokalfight und zeigten den Rot-Weißen schnell ihre Grenzen auf. Die Rotter, die mit zu viel Ehrfurcht vor dem Viertligisten in die Begegnung gingen, kamen kaum zu gelungenen Offensivaktionen. Auf der anderen Seite zeigte die Gruppe aus der Domstadt, dass sie, trotz der kleinen Durststrecke in der vierten Liga, wahrscheinlich die beste Offensive der Liga stellt.

„Wir waren so schlecht, weil wir zu viel Angst hatten“, meinte der Rotter Abwehrstratege, Kadir Dogan, nach dem Spiel, aber es war nicht nur die Angst der Rot-Weißen, sondern auch die Klasse des Gegners, die letztendlich zu einem deutlichen 7:0-Endstand führte. „Wir haben gegen einen sehr guten Gegner zu viele Fehler gemacht, der die sofort bestraft hat“, brachte Trainer Jürgen Lipka die neunzig Pokalminuten auf den Punkt.

Die gilt es nun ganz schnell abzuhaken und den Fokus wieder auf die Meisterschaft zu richten. Zwei Spiele stehen in diesem Jahr noch auf dem Spielplan der Rot-Weißen. Am Sonntag (Anstoß 15 Uhr) stellt sich zum letzten Rückrundenspieltag der Tabellenzehnte, der BC Kohlscheid in Rott vor. Eine Woche später schließen die Rot-Weißen das Jahr mit dem ersten Spiel der Hinrunde gegen den Ligaanführer, Spielvereinigung Wessling-Urfeld ab.

Den kommenden Gegner, BC Kohlscheid, hat der Rotter Trainer noch in bester Erinnerung aus der Kreispokalrunde, denn erst Ende September kassierte er mit seinem Team im Halbfinale beim KBC eine 1:4-Niederlage. „Das war eine überdeutliche Niederlage, deshalb haben wir mit denen noch ein Hühnchen zu rupfen.“

Auch wenn es beim Aufsteiger zuletzt etwas hakte, hat er sich schnell in der neuen Umgebung akklimatisiert. Indiz dafür sind die überraschenden Ergebnisse gegen die Topteams der Liga. Gegen Spitzenreiter Wesseling-Urfeld gewannen die Kohlscheider 1:0. Beim Tabellenzweiten, Buschbell/Munzur, gewann die Gruppe von der niederländischen Grenze sensationell deutlich mit 4:0. Ein 3:1-Sieg beim VfL Vichttal und ein 10:0-Sieg gegen Abstiegskandidat Westwacht Aachen komplettieren die Liste der guten Ergebnisse des starken Aufsteigers. Garant dafür ist auch Torjäger Michael Meven, der in elf Spielen 15 Tore erzielte.

Jürgen Lipka, der auf Ersan Kocyigit aus beruflichen Gründen und auf Kadir Dogan verletzungsbedingt verzichten muss, wird sein Team auf neunzig intensive Minuten einstellen. „Da treffen wir auf eine kompakt stehende, konterstarke Mannschaft, gegen die es ganz schwer wird zu gewinnen. Das wird eine ganz enge Kiste.“

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