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Nach Computerangriffen: Eifelklinik überprüft Sicherheit

Von: ag
Letzte Aktualisierung:
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Sorgen immer öfter für Ärger: Hackerangriffe. Foto: Stock

Nordeifel. Wegen eines aggressiven Computervirus hat das Aachener Marienhospital am Montagabend die Notaufnahme bis auf weiteres schließen müssen. Alle EDV-Systeme mussten heruntergefahren werden. Der Fall reiht sich ein in eine Serie von Computerangriffen auf Kliniken und Kommunen in ganz Deutschland.

„Die Eifelklinik St. Brigida in Simmerath war und ist weder von einem Computervirus noch von einem Hacker-Angriff, wie es sie derzeit in NRW gegeben hat, betroffen. Wir haben unsere Sicherheitsmaßnahmen überprüft und angepasst – und handhaben sie derzeit noch sensibler als sonst.

Die Mitarbeiter wurden entsprechend informiert, Mails von unbekannten Absendern mit Vorsicht zu behandeln. Um uns zu schützen, können wir in der öffentlichen Darstellung allerdings nicht weiter ins Detail gehen, da ein Einblick in unser EDV-System gerade das Gegenteil bewirken könnte“, sagt Geschäftsführer Peter Berlin.

„So etwas könnte grundsätzlich überall passieren“, sagt der IT-Koordinator der Gemeinde Simmerath, Markus Krüttgen. Die Gemeinde wisse aber mit der Regio-IT einen starken Partner an ihrer Seite, der die Sicherheitsvorkehrungen wie Virenschutz und Firewall übernehme. Außerdem seien die Mitarbeiter über mögliche Risiken aufgeklärt und darauf hingewiesen worden, dass nur seriöse Internetseiten besucht und nur E-Mails geöffnet werden sollten, bei denen der Absender bekannt sei.

„Dies ist bei uns über den Supportvertrag mit der Regio-IT gesichert“, sagt Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter. Zusätzlich habe man die Mitarbeiter am Montag mit einer Infomail des Bundeskriminalamtes vor Phishing-Mails, Trojanern und Viren gewarnt.

Auch die Gemeinde Roetgen arbeitet mit der Regio-IT zusammen. „Natürlich kann man einen Virenbefall nie vollkommen ausschließen, aber es sind in allen Bereichen umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden“, sagt Roetgens Bürgermeister, Jorma Klauss. In Zusammenarbeit mit der Regio-IT werde dafür gesorgt, dass alle Systeme regelmäßig aktualisiert würden und damit auf dem neuesten Stand seien.

Die Städteregion ist in Sachen Viren-Befall ein gebranntes Kind. Im Jahr 2011 war die Verwaltung drei Tage lang komplett lahmgelegt. Die aktuelle Bedrohungslage schätzt der IT-Sicherheitsbeauftragte der Städteregion, Heino Reinartz, als „einmalig hoch“ ein. Seit dem Virenbefall 2011 habe man technisch und organisatorisch vieles getan, um einen erneuten Angriff auf die Rechner zu verhindern. Jetzt seien alle Mitarbeiter noch einmal sensibilisiert worden, vorsichtig zu sein. „100-prozentige Sicherheit gibt es aber trotz allem nicht“, sagt Städteregionssprecher Holger Benend.

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