Nach 50 Jahren bei derselben Firma in den Ruhestand

Von: hes
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Ewald Steffens heute und als junger Geselle. Offensichtlich scheint der Beruf als Installateur auch jung zu halten. Foto: Privat/Repro Schepp

Mützenich. 25, 30, 35 oder gar 40 Jahre Arbeit bei ein und derselben Firma sind heute keine Seltenheit mehr und stets ein Grund zum Feiern. Ewald Steffens aus Mützenich aber hat etwas geschafft, was heutzutage trotz der immer längeren Lebensarbeitszeit kaum mehr möglich sein dürfte.

Der noch 64-Jährige wurde am Freitag nach exakt 50 Jahren, drei Monaten und 25 Tagen Handwerksarbeit bei der Mützenicher Firma Roder in den Ruhestand verabschiedet.

Der gebürtige Mützenicher Ewald Steffens begann am 1. April 1966 seine Lehre als 14-Jähriger beim Fachbetrieb für Heizungsbau, Sanitär und Bäder, den Max Roder in den 50er-Jahren in Mützenich gegründet hatte. Seit diesem Tag ist Ewald Steffens „seiner“ Firma als Installateurgeselle treu“.

Seine Gesellenprüfung als Gaswasserinstallateur legte er am 25. März 1969 mit guten Noten in Simmerath ab, damals noch bei der Innung Monschau. Viele ungezählte Heizungsanlagen und Sanitärinstallationen sind im Anschluss im gesamten Monschauer Raum und weit darüber hinaus durch seine handwerkliche Arbeit entstanden. „Dat hat dr Ewald jemaat“, ist bis heute eine besondere Anerkennung sowohl von Kunden wie auch von Kollegen, die wissen, dass es sich bei Ewald Steffens‘ Arbeit um solides Handwerk handelt.

Der technische Fortschritt in seinem Arbeitsleben hat ihn stets begleitet und war oft eine Herausforderung, der sich der 64-Jährige aber immer mit Interesse stellte und die er umzusetzen wusste. „Seine Arbeitsweise war durchdacht, umsichtig, vorausschauend, korrekt und sehr zuverlässig“, würdigt Günter Roder, Sohn des Gründers und somit Firmenleiter in zweiter Generation, die Arbeit von Steffens, und fügt hinzu: „Die Ernsthaftigkeit, mit der Ewald seiner Arbeit nachging, brachte dabei manch einen zum Schmunzeln oder ins Grübeln.“

Ein ganz besonderer Teil des Arbeitslebens des nunmehr Ruheständlers: In den vergangenen fünf Jahrzehnten hat Ewald Steffens, der am 15. August seinen 65. Geburtstag feiert, über 30 Lehrlinge mit ausgebildet. „Fachlich bestimmend und menschlich konsequent förderte und forderte er die Auszubildenden. Damit verdiente er sich eine hohe Akzeptanz im gesamten Team der Firma Roder“, sagt Versorgungsingenieur Günter Roder, der als Firmenleiter selbst dem Ruhestand entgegenblickt. Mit Klaus Kaulen hat Jubilar Ewald Steffens in den vergangenen Monaten noch seinen dritten Chef bei Roder erleben können.

Seinen täglichen Arbeitsweg von fünf Minuten hat Steffens übrigens bei Wind und Wetter stets zu Fuß bewältigt – auch das dürfte bis heute zu einer unerschütterlichen Gesundheit beigetragen haben, denn an seinem Arbeitsplatz hat der Ur-Mützenicher in 50 Jahren niemals gefehlt. „Die drei Wochen, die es wirklich insgesamt waren, zählen dabei absolut nicht!“, sagt Günter Roder augenzwinkernd und lobt den Jubilar als „Vorbild in seinem Handwerk“, das nun in den wirklich verdienten Ruhestand gehe.

Bei der kleinen Feier am Freitag am Firmensitz im Schiffenborn wünschten viele Kollegen und Freunde Ewald Steffens einen langen und gesunden Ruhestand. Unter den Gratulanten waren auch viele, sehr viele der 30 Lehrlinge, die Ewald Steffens mit ausgebildet hat, die allesamt der Branche treu geblieben und die mittlerweile in alle Himmelsrichtungen verstreut sind. Ewald Steffens aber war es ihnen allen wert, für diesen Tag noch einmal nach Mützenich zu kommen.

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