Nach 40 Jahren fehlt immer noch die Genehmigung

Von: ag
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Erste Veränderungen an der Turnhalle sind bereits sichtbar: Die Fenster reichen nun nicht mehr bis auf den Boden. Auch die Tribühne soll jetzt ertüchtigt werden Foto: A. Gabbert

Monschau. Nach derzeitiger Rechnung ist davon auszugehen, dass bei der energetischen Sanierung der Turnhalle der Hauptschule auf der Haag rund 100.000 Euro eingespart werden können. Da die derzeitige Nutzung der Turnhalle als Versammlungsstätte nicht genehmigt ist, soll dieses Geld nun für die Herstellung eines genehmigungsfähigen Zustands verwendet werden.

In dem Projektausschuss, der die Sanierung begleitet, hatte Architekt Peter Kutsch bereits Ende Februar erläutert, dass es beim Bau der Turnhalle nie eine offizielle Abnahme der Tribüne gegeben habe. Daher müsse diese nun ertüchtigt und formell abgenommen werden.

Für eine Kapazität von 200 Personen müsse nur die Fluchttür vergrößert werden. In der Vergangenheit sei die Tribüne aber oft stärker ausgelastet gewesen. Für eine zulässige Kapazität von 400 Personen seien neben der Verbreiterung der Fluchttür eine Sicherheitsbeleuchtung, eine Brandmeldeanlage und eine Ertüchtigung des Rauchabzugs nötig.

Über diese Angelegenheit hatte nun der Bau- und Planungsausschuss der Stadt Monschau zu beraten. Gregor Mathar (SPD) hatte Zweifel daran, dass am Ende wirklich 100.000 Euro übrig bleiben und sprach sich dafür aus, die Kapazität der Tribüne zunächst auf 200 Personen zu begrenzen und nur die Fluchttür zu vergrößern. Eine Aufstockung auf 400 Personen könne auch zu einem späteren Zeitpunkt noch erfolgen.

Bürgermeisterin Margareta Ritter erklärte, dass es wichtig sei, die Turnhalle für ihre jetzige Art der Nutzung fit zu machen und eine zulässige Ordnung herzustellen. „das ist die absolut wichtigste Maßnahme“, sagte Ritter. Alles Weitere müsse hinten anstehen. Sie sei nicht bereit, die Verantwortung zu übernehmen, wenn sich 201 Personen auf der Tribüne aufhalten würden.

Auch Benno Palm (CDU) konnte sich Mathar nicht anschließen. Bei 200 Personen einen Schnitt zu machen, sei nicht sinnvoll, sagte er. Sonst müsse die Stadt den Vereinen Auflagen machen (zum Beispiel Einsatz von Securityfirmen, Brandwachen und Besucherzählsystemen). Wenn die Tribüne nicht für eine Kapazität von 400 Personen ertüchtigt werde, habe die Stadt wieder den Schwarzen Peter. Die Kosten müssten im Gesamtkontext gesehen werden und notfalls an einer anderen Stelle gespart werden.

Die Grünen hatten keine Bedenken. Man könne zwar über die eine oder andere Maßnahme nachdenken und über Schönheitsmaßnahmen diskutieren, der Einsatz von 100.000 zur Herstellung eines genehmigungsfähigen Zustands für eine Kapazität von 400 Personen sei aber in Ordnung, sagte Claus Sieverding.

„Wir werden als SPD diesem Freibrief nicht zustimmen“, sagte Mathar.

Bei vier Gegenstimmen der SPD wurde schließlich beschlossen, die Tribüne für eine Kapazität von 400 Personen zu ertüchtigen.

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