Monschau - Musikvereinigung Montjoie begeistert rund 150 Zuhörer

Musikvereinigung Montjoie begeistert rund 150 Zuhörer

Von: wm
Letzte Aktualisierung:

Monschau. Zum nachweihnachtlichen Konzert hat die Musikvereinigung Montjoie am Samstag in die Aukirche in Monschau eingeladen.

Was den rund 150 Zuhörern geboten wurde war eine Mischung aus Weihnachtsmelodien, klassischen und modernen Arrangements, garniert mit Solovorträgen und Einlagen des Kirchenchores und Gedichten, vorgetragen von Hans Dieter Fischer.

Zum dritten Mal hat die Musikvereinigung Montjoie dieses nachweihnachtliche Konzert aufgelegt. Die besondere Zeit kurz nach den besinnlichen Weihnachtstagen und dem Jahreswechsel, aber doch schon mit einigem Abstand zu diesen Tagen stand auch in diesem Jahr wieder Pate für das vielschichtige Repertoire.

Neben dem ausgewogenen Klangkörper der rund 25 Musiker traten besonders die Solisten, allen voran Alain Flas, hervor.

Alain Flas ist kein Eigengewächs der Musikvereinigung Montjoie. In Belgien hat er Trompete studiert und ist dann irgendwie zur Musikvereinigung Montjoie gestoßen. Ein wahrer Glücksfall. Nicht nur dass er sein Instrument, die Trompete, meisterhaft beherrscht; Alain Flas widmet sich auch der Jugend, fördert einzelne Solisten im Musikverein und knüpft Kontakte zu Musikern weit über die Grenzen Monschaus hinaus.

Bereits mit dem Eröffnungsstück, dem „Te deum”, brillierte der Profi mit seiner Trompete, begleitet von Stephan Laschet an der Orgel.

Es folgte das sehr getragene „Aus alter Zeit” des Gesamtorchesters mit seinem Dirigenten Jeff Krings, bevor der Poet Hans Dieter Fischer aus Roetgen nachdenkliche Verse mit seiner Hommage an die Musik und Demut vortrug. Mit seinem Gedicht über „die Lust der Silben” sprach er sich gegen die „denglische” Sprache in unserem Alltag aus. „Gerade und besonders das Deutsche ist so vielfältig und blumenreich, dass es keiner anderen Sprache braucht”, so Hans Dieter Fischer.

Mit dem Kirchenchor St. Marien Monschau hatte der Musikverein einen Gastverein eingeladen, der mit seinem Repertoire sehr schön zu dem nachweihnachtlichen Konzert passte. Unter der Leitung von Peter Pers intonierten die Sängerinnen und Sänger weihnachtliche Weisen.Ê

Eine junge Solistin, Pascale Offermann, spielte den „Klarinettenmuckel” mit Begleitung von Alain Flas am Klavier.

Zu den Mitwirkenden des Konzertes zählten auch die Sopranistin Maria Mironova und der Tenor Stephan Laschet. Beide gehören dem Chor des Aachener Stadttheaters an. Maria Mironova erhielt ihre künstlerische Ausbildung in ihrer Heimatstadt Moskau und in Köln. Sie trug an diesem Abend das „Ave Maria” von Franz Schubert, die „Kavatine der Norma” von Bellin und „A holy night” von A. Adam vor. Der aus Eynatten stammende Stephan Laschet ist ebenfalls Gesangs- und Instrumentalprofi. In Monschau sang der Tenor mit Orgelbegleitung vonÊ Maria Mironova das „Dank sei dem Herrn” von Friedrich Händel.

Wer kennt es nicht, „Groovy kind of love” von Phil Collins? Pascale Offermann und Sabrina Barth, begleitet von Alain Flas am Klavier, trugen das Stück auf der Klarinette vor.

Wer die Augen schloss und nur der Musik lauschte, der wurde bei einer irischen Weise in die weiten grünen Landschaften Irlands entführt. Alain Flas intonierte das Stück sehr gefühlvoll auf seiner Irish Pipe.

Nach einer weiteren Darbietung des Kirchenchores und dem „Rudolph the rednosed reindeer” durch das Gesamtorchester schloss sich mit „Lands of hope”, vorgetragen von allen Musikern und Sängern, die an diesem Abend in der Aukirche mitgewirkt hatten, das glanzvolle Finale an.

Die Zuhörer hatten mit den feierlichen und sanften Tönen des Orchesters, den verschiedenen Duettvorträgen von Mitgliedern der Musikvereinigung, dem Chorgesang, den Gesangsdarbietungen der Solisten und den nachdenklichen Textvorträgen ein kurzweiliges Konzerterlebnis mit einem über zweieinhalb stündigen Programm.

Vorsitzender Hilmar Weber dankte allen Akteuren nach der gelungen Aufführung und überreichte den Solisten einen Blumenstrauß. Nach soviel Zuspruch wird die Musikvereinigung Montjoie auch im nächsten Jahr wohl wieder ein nachweihnachtliches Konzert in ihr Jahresprogramm aufnehmen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert