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Musikvereinigung „Melano“: Musiker im Schnitt an 68 Tagen im Einsatz

Von: M. S.
Letzte Aktualisierung:
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Seit einem Jahr ist er Melano-Vorsitzender, nun erlebte er seine Premiere bei der Auszeichnung verdienter und treuer Mitglieder: Dieter Offermann (links). Foto: Manfred Schmitz

Steckenborn. Die erste Geige spielt der Vorsitzende der Musikvereinigung „Melano“ aus Steckenborn, Dieter Offermann, eher als Verwaltungsfachmann, Personalchef und Eventmanager denn als aufspielender Musikant und Registerkenner. Seine fachlichen und menschlichen Qualitäten liegen viel mehr im organisatorisch-technischen als im musischen Bereich. Seit einem Jahr steht er an der Spitze der Musikvereinigung.

„Ich trat mein Amt an, ohne eine einzige Note zu beherrschen. Das war schon eine sportliche Herausforderung! Unsere Mitglieder waren nicht streng mit mir, sie unterstützen mich vielmehr nach Kräften und schenkten mir Vertrauen – das Wichtigste für partnerschaftlichen Erfolg im Leben“, zog Offermann auf der Generalversammlung des Vereins eine erste Bilanz.

Das geschenkte Vertrauen hat sich zum Wohle der 148 Mitglieder zählenden Nordeifeler Show- und Swingband mit dem unverwechselbaren Sound bereits auszahlt. Im Saal Stollenwerk erfuhren Freitagabend rund 40 versammelte Mitglieder: Der neue Vorsitzende hat seine „Schonfrist“ beherzt genutzt, um der Melano-Chronik gute Seiten hinzuzufügen und den weit über die Eifelgrenzen hinaus exzellenten Ruf der Kapelle zu mehren.

In einem Rückblick auf die Aktivitäten 2015 bekannte Offermann, dass die Zeit für ihn sei nicht einfach gewesen sei. „Ich musste viel lernen. Beispielsweise die Anfänge des Notenlesens, und dass Instrumentalisten mit einer Klappe nicht unbedingt das Mundwerk meinen.“

Mit einem Dank an sein Vorstandskollegium und aktive wie inaktive Mitglieder für deren wirksame „Starthilfe“ bezeichnete Offermann das verflossene 2015 als „Jahr verheißungsvoller Kontakte“.

Die Melano-Homepage und die Fotogalerie im Internet seien aktualisiert worden, ein neuer Anhänger für den Transport der Instrumente zu Gastspielen sei angeschafft worden: „Unsere kreativen Abteilungen und der operative Verwaltungsbetrieb wuchsen im letzten Jahr spürbar zusammen. Um das gemeinschaftliche Miteinander auch künftig zu stärken, bitte ich um Vorschläge, wohin unser Vereins-Jahresausflug diesmal führen soll.“

Geschäftsführerin Anja Kaulard berichtete über 26 Auftritte in 2015, zu denen die Angehörigen der Swing- und Showband 2015 in der Heimat Präsenz zeigten oder unter Leitung ihres Dirigenten Peter Hürtgen auf Tournee gingen.

Sternstunden im Jahreskalender waren die gestaltende Teilnahme an christlichen Festen wie Prozessionen, St.-Martins-Umzug, musikalische Umrahmung von Gottesdiensten wie Weihnachtsmesse und –konzert. Aber auch weltliche Anlässe wie Jubiläen, Sternmärsche und Kirmestreiben wurden verbucht. Ein Kuriosum und Highlight im Programm: Das Gastspiel beim Dürener Sportclub für Asphalt- und Eisstockschießen.

Schon jetzt, teilte Anja Kaulard mit, sei der Terminkalender für das laufende 2016 prall mit Verpflichtungen gefüllt. Palmsonntag und die traditionsreiche Steckenborner Mainacht wollen in gehaltvollem Rahmen begangen sein.

Kassierer Manfred Knauf berichtete von einem erwirtschafteten Überschuss im Soll und Haben, unvermeidlicher Ausgaben zum Trotz. Prüfer Bernd Milas zeigte sich „positiv erstaunt von der Aufgabenfülle des Schatzmeisters, zu dessen Arbeitsleistung man nur applaudieren kann“. Neben Milas wird Reiner Stollenwerk demnächst das Revisoren-Gespann komplettieren.

Ehe Schriftführerin Wiltrud Koll rund 30 kommende Orchesterauftritte publik machte, die bis zum ersten Weihnachtstag zu absolvieren sein werden, nahm Vorsitzender Offermann Ehrungen verdienter Spielleute, Jubilare und Vereinsgönner vor. Drei talentierte Kinder, bemerkte er, seien zur E-Prüfung durch den Volksmusikerbund gemeldet. Als Probenfleißigste wurden Armin und Reinhard Koll (36 absolvierte Übungsabende von insgesamt 42), Petra Koll (37) und zweiter Dirigent Sebastian Willems (38 Feierabend-Einsätze) belobigt. Die Probenbeteiligung des Ensembles lag bei 71 Prozent. Jeder Melano-Musikant war laut Statistik im Schnitt 2015 an 68 Tagen mit seinem Instrument für das Ehrenamt, seinen Verein und zur Pflege von Brauchtum und Hobby unterwegs. Das Dankeschön des Vorstandes für solch Fleiß und Einsatzwillen: ein zünftiges Grillfest.

Für zehnjährige Melano-Verbundenheit wurde Patrick Werker mit Bronze ausgezeichnet, auf je 25 Jahre inaktive Zugehörigkeit blicken Martina Peters-Pontzen, Silvia Förster, Anja Braun, Erwin Jollet und Georg Sommer zurück. Gold gab es für Berthold Winters 50-jährige Melano-Treue, und „Gold mit Ehrenzahl“ verdienten sich für 60-jähriges Engagement Martin Tüpper und Ottfried Lutterbach.

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