Musikverein will nicht mehr marschieren

Von: ame
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Der Vorstand des Imgenbroicher Musikvereins: Dirk Heynen, Harald Küpper, Reinhard Bertling, Markus Legge, Gaby Kohl, Randolph Küpper, Nadja und Cyril Heynen sowie Sebastian Löbl (v.l.) stellt sich auch im neuen Jahr den anstehenden Herausforderungen. Foto: A. Mertens

Imgenbroich. „Der Musikverein hat seine Zwänge, auf die er Rücksicht nehmen muss.“ Mit dieser Aussage rechtfertigte Harald Küpper, der Dirigent des Imgenbroicher Musikvereins, seine überraschende Aussage im Rahmen der Mitgliederversammlung des Vereins im Bürger-Casino, in Zukunft bei Festzügen und der Fronleichnamsprozession in Imgenbroich auf die musikalische Begleitung zu verzichten.

Der Musikverein, der – so Küpper – in Zukunft gänzlich auf Marschmusik verzichten möchte, um sich vor allem der musikalischen Weiterentwicklung und der Ausbildung widmen zu können, würde derzeit von einer hohen Bereitschaft der Aktiven und einem guten Ausbildungsstand geprägt.

Wenig Verständnis

Die Entscheidung, die „nicht mehr rückgängig gemacht wird“, stieß sowohl bei Imgenbroichs Ortsvorsteher Bernd Neuß als auch bei anwesenden Mitgliedern der Imgenbroicher Schützenbruderschaft auf wenig Verständnis. Bernd Neuß appellierte an die Verantwortlichen der „Harmonie“, „ihre Entscheidung nochmals zu überdenken“. Brudermeister Ralf Schmitz versicherte, dass er „die Entscheidung im Vorstand erörtern werde“. Nach seiner Meinung sei der überraschende Verzicht „ein ganz schlechtes Signal“.

Dennoch dankte Ralf Schmitz den Aktiven der „Harmonie“ für ihre letztjährige Bereitschaft zur Begleitung der Bruderschaft bei festlichen Anlässen. In Vertretung für alle Aktiven würdigte Markus Legge das Engagement des Dirigenten Harald Küpper, der „fachlich absolut kompetent ist, die Musiker sehr fordert und uns musikalisch nach vorne bringt“.

Ob ein Kompromissvorschlag, bei zukünftigen Festzügen kleinere Abordnungen der „Harmonie“, des Trommler- und Pfeiferkorps und der „Klosterbrüder“, einem „Ableger“ der Imgenbroicher Musiker, zum Marschieren bewegen kann, wird die Zukunft zeigen.

Der 1. Vorsitzende, Reinhard Bertling, wies auf ein mit vielen Aktivitäten bestücktes zurückliegendes Jahr 2013 des Musikvereins, der sich als gute Gemeinschaft präsentieren würde, hin. Geschäftsführer Sebastian Löbl informierte die Versammlung in seinem Bericht über die Neuformierung eines Blech-Ensembles, den „Klosterbrüdern“, die – ebenso wie das Gesamtorchester – beim Herbstkonzert der Stadt Monschau und der Gemeinde Bütgenbach dem zahlreich erschienenen Publikum Kostproben ihres Repertoires darboten.

Im Repertoire kann der Verein auf zahlreiche Verbesserungen zurückblicken. So wurden einige neue Notensätze von Orchester- und Konzertstücken angeschafft, die besonders im Bereich der modernen Musik aus dem 20. und 21. Jahrhundert anzusiedeln sind. Im August gab der Verein bei einer öffentlichen Probe auf dem Hof der Familie Legge den Zuschauern Einblicke in die musikalische Arbeit. Der Wirtschaftstag am 22. September in Imgenbroich, den die „Harmoni“ vormittags feierlich eröffnete, erforderte viele Arbeitsstunden und Registerproben.

Prüfungen abgelegt

In Vertretung für Dennis Küpper verlas Cyril Heynen den Jugendbericht. Die musikalischen Auftritte des Jugendorchesters beschränkten sich auf den Martinszug, der sich für die neuen Mitglieder als erste Bestandsaufnahme darstellte, und auf eine Nikolaus-Veranstaltung im Bürger-Casino, wo die jugendlichen Musiker die Veranstaltung über eine Stunde mit besinnlichen Advents- und Weihnachtsstücken begleiteten.

In Simmerath bzw. Düren legten Khanh Nhu und Bao Nhi Duong, Shereen Heynen, Daniel Schmitz, Sebastian Löbl, Markus und Thomas Legge, Delano, Doris, Eliza und Harald Küpper sowie Max Koll ihre D-Prüfungen sowie Clara Koll, Johannes Merten, Lennart Meininghaus und Daniel Löbl die vereinsinternen E-Prüfungen ab.

Kassenwart Dirk Heynen vermeldete eine solide Finanzlage der „Harmonie“. „Die Kasse ist sehr übersichtlich. Alle Belege waren chronologisch geordnet. Es konnten keine Beanstandungen festgestellt werden“, berichtete Kassenprüfer Ralf Schmitz der Versammlung. Es erfolgte die einstimmige Entlastung des Kassierers und die des Vorstandes durch die Versammlung.

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