Musikverein Höfen überzeugt bei seinem Weihnachtskonzert

Von: stp
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Intensive Probenarbeit hat sich gelohnt, mit starkem Applaus bedankte sich das Publikum in der restlos besetzten Höfener Pfarrkirche für das tolle Weihnachtskonzert der Lyra Höfen. Foto: Stephan Pauls

Höfen. Mit der „Ode an die Freude“ begannen die Musiker des Musikvereins „Lyra“ Höfen ihr Weihnachtskonzert am vergangenen Sonntag. Es war der Auftakt zu einem freudig-festlichen, aber auch besinnlichen Nachmittag in der Höfener Pfarrkirche St. Michael.

Die Kirche war brechend voll; die Höfener selbst wissen um die Qualität der Lyra-Musik und wollen sich die Vorträge nicht entgehen lassen. Dazu kamen etliche Wandergruppen, die ihren Aufenthalt in Höfen mit einem Besuch beim singenden Hirten und seiner Landschaftskrippe abrundeten und nun wenigstens einen Teil des Konzertes noch miterleben wollten. So mussten sich viele mit einem Stehplatz begnügen.

Erlös für Krebshilfe und Jugend

Aus dem vielseitigen Repertoire hatten die Verantwortlichen der Lyra moderne weihnachtliche Weisen und traditionelle Lieder ausgewählt, rhythmische Stücke und feierliche Hymnen. „Trumpet Voluntary“, ein oft gehörtes Jubelstück, gelang den Bläsern prächtig; und bei „Macht hoch die Tür“ sangen bereits einige Besucher mit.

„We are the World“, das Michael Jackson und Lionel Richie vor fast dreißig Jahren geschrieben haben, beschwört unsere Verantwortung gegenüber armen und in Not geratenen Menschen. Zunächst waren beim Höfener Konzert die Saxofone und die Klarinetten zu hören, die die sanfte Melodie spielten, bevor im Refrain alle übrigen Instrumente einsetzten und die Percussion den klangvollen Vortrag abrundete.

Reiner Jacobs, wochenlang als „der singende Hirte“ in seiner über die Grenzen hinaus bekannten Landschaftskrippe aktiv, sang und spielte romantische Lieder: „Das Ave Maria der Berge“, „La Montanara“, aber auch „Oh Tannenbaum“ und „Sankt Niklaus war ein Seemann“. Er begleitete seinen Gesang mit gekonntem Gitarren- und Flötenspiel und verträumten Mundharmonikaklängen. Selbstverständlich unterstützt ihn auch die Lyra in seinem Anliegen, krebskranken Kindern zu helfen; ein Großteil des Erlöses aus dem sonntäglichen Konzert wird diesem Zweck zugeführt, andererseits wird damit auch die Jugendarbeit im Musikverein gefördert.

Stürmischer Pferdeschlitten

Ein junger Trompeter zog alle Aufmerksamkeit auf sich: Der 13-jährige Jonas Breuer verblüffte die Zuhörer, als er Jules Levy’s „Grand Russian Fantasia“ spielte, am Klavier begleitet von Andrea Förster. Scheinbar spielerisch beherrscht Jonas Breuer die Trompete, lässt sie hell und klar auch in schwierigsten, temporeichen Phasen erklingen. „So etwas hat unsere Kirche wahrscheinlich noch nicht gehört“, meinte Heinz Georg Kerkmann, der durch das Programm führte. Dem „musikalischen Ausnahmetalent“ spendeten die Besucher begeisterten Applaus.

Andächtig lauschte man auch dem Gesang des Trios Heino und Dorothee Breuer sowie Stefan Jansen: In mehrstimmigen Liedern wie „Was soll das bedeuten“ und „Away in a Manger“ boten sie gefühlvolle, harmonische Vorträge.

Das Orchester - mit 67 Musikern – ließ dann wieder aufhorchen, als sich in „Highland Cathedral“ helle und dunkle Klangfarben abwechselten. Und bei einer rasanten „Schlittenfahrt in den Alpen“ gingen beinah die Pferde durch: Den Rhythmus des munteren Stückes hatten aber zum Glück der Dirigent, Ralf Jansen und die Percussion-Gruppe jederzeit im Griff!

„Tochter Zion“ mit frohem Pauken- und Trompetenklang wurde zum Hörgenuss, und mit „Holy City“ setzten die Musiker einen kraftvollen Schlusspunkt. Aber „Stille Nacht“ wollten noch alle mitsingen.

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