Eicherscheid - Musikverein „Eifelklänge“ begeistert mit Frühjahrskonzert

Musikverein „Eifelklänge“ begeistert mit Frühjahrskonzert

Von: M. S.
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Einen bunten Strauß Frühlingsmelodien aus der Welt der Musik präsentierten Eicherscheids Trommler und Pfeifer und Blasmusikanten zum Frühjahrskonzert ihrem begeisterten Publikum. Foto: Manfred Schmitz

Eicherscheid. Seit Wochen reden Deutschlands Wetterfrösche vom Dienst den Frühling beschwörend herbei – die Eicherscheider holten den diesjährigen Spätzünder kurzerhand mit der unwiderstehlichen Macht der Musik in ihr Golddorf.

So Samstagabend in der Festhalle Tenne, in die der Musikverein „Eifelklänge“ in Kooperation mit dem Trommler- und Pfeiferkorps zum traditionellen Frühjahrskonzert bat. Das „hochverehrte Publikum“ ließ sich denn auch nicht lange bitten, in den proppenvollen Tennensaal passte beim Klang des ersten Akkords selbst kein Notsitz mehr.

Vor erwartungsvoll gestimmter Zuhörerkulisse und einem nach Noten ansprechend gestalteten Bühnenbild begrüßte TPK-Vorsitzender Herbert Schröder die Besucher und bewies Humor, als die Mikrofonanlage streikte: „Die nachfolgenden Sendungen verzögern sich!“

Beide Orchester brachten im Wechsel insgesamt rund 90 Mitwirkende auf die Bühne. Der erste Programmteil gebührte den Tambouren und Flötenspielleuten. Alle Vorträge wurden den Besuchern informativ vorgestellt. Einen treffenderen Auftakt ihrer Weltreise nach Takt und temperamentvollen Rhythmen hätte die Formation nicht wählen können: Die „Grüße an Eicherscheid“, nach einer musikalischen Fassung des Komponisten Michael Falkenberg bearbeitet, geriet zur melodischen Liebeserklärung an den Heimatort.

Die unter künstlerischer Leitung der versierten Dirigentin Verena Hüpgens im Folgenden homogen und beeindruckend vorgetragenen Lieder und Stücke verführten das Auditorium zu einer beschwingten Weltreise. Unterwegs servierten die Gastgeber ein anspruchsvolles Unterhaltungsprogramm der Genres Marsch und Klassik, Querschnitte aus Oper und Operette, unsterblicher Evergreens, Musicals und internationaler Schlager.

So begleitete die erwartungsfrohe Reisegesellschaft Udo Jürgens auf dessen Sehnsuchtstrip nach New York und Übersee und blickten in den kontrastreichen Lebensrhythmus von Bizets „Carmen“. Auch ein – durchaus genehmes – Kontrastprogramm dazu: Der Marsch „Unter dem Sternenbanner“ des amerikanischen Militärkomponisten und -musikers Sousa: „Stars & Stripes“, der Nationalmarsch der Staaten, ermunterte das Publikum zum Schunkeln und Mitsingen.

Wie schön und harmonisch kann doch Lärm sein! Das bewiesen Nico Schmitz und sein achtköpfiges Ensemble trefflich eingespielter Trommelsolisten der Rhythmusabteilung. Nach Phil-Collins-Weisen ging es zu Tarzan in den Dschungel, von dort nach Südamerika.

Die Spielleute hüllten ihre begeistert mitgehenden Zuhörer in ein wahres Feuerwerk der Drums und Percussions. Zu guter Letzt ließ Forrest Gump sein bewegtes Leben vor den Ohren der beeindruckt Lauschenden Revue passieren („Es ist wie das Leeren einer Schachtel Pralinen“). Eine passendere als die stürmisch geforderte Zugabe „Time to say good-bye“ hätten die Trommler und Pfeifer ihren Fans nicht gewähren können.

Nach der Pause gehörten Bühne und Programmfolge dem Musikverein Eifelklänge. Unter dem Dirigat ihres künstlerischen Leiters Harry Schaeps hatte sich die Formation das verheißungsvolle Abendmotto „Musica Mediterrana“ gestellt. Und die Erwartungen der Tennen-Besucher wurden nicht enttäuscht. Das Mittelmeer und die Kultur seiner Anrainerstaaten standen nun im Fokus der Instrumentalisten.

Rechtzeitig zum Frühlingskonzert erschien das farbige Informationsblatt „Musikexpress“. Darin ging Eifelklänge-Vorsitzender Jochen Jansen auf das bevorstehende Vereinsjubiläum ein, die Eescher Blasmusik wird 160 Lenze jung.

Und das soll, kündigte Jansen an, „gebührend gefeiert werden, und zwar vom 12. bis 14. Juli mit einem Super-Programm. Unter anderem sind ein hörens- und erlebenswerter Musikmarathon wie ein Festabend geplant.

Georges Bizets Oper „Carmen“ spielte auch im Konzert-Aufführungsteil zwei eine tragende Rolle. Seit 500 Jahren wird in Mexiko „El Volador“ rituell getanzt, nun lag ein Stückchen Mittelamerika am Brommersbach. In die feurige Nacht Andalusiens führten die Klänge der „Spanish night“, „El bimbo“ lieferte unsterbliche Filmmelodien um die schillernd-abenteuerlichen Erlebnisse eines kleinen Jungen.

Italienische Pop–Klassiker, Rock, Blues, fetziger Jazz und literarische Balladen rundeten das vorzüglich intonierte Puzzle mit bunten Impressionen harmonisch ab.

Den fulminanten Abschluss bildete der gemeinsame Auftritt von Blasmusikern und TPK-Registern. Sie präsentierten ihrem herzlich Beifall spendenden Auditorium den beliebten „Ohrwurm“- Marsch des zeitgenössischen niederländischen Komponisten Rob Balfoort („Dynamic Red“). Da verwunderte es nicht, dass der Frühling sich angeblich spontan entschloss, sich nun recht lange in der Nordeifel aufzuhalten…

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