Monschau - Musikschüler bewahren auch vor großem Publikum die Ruhe

Musikschüler bewahren auch vor großem Publikum die Ruhe

Von: mon
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Die Schülerinnen und Schüler der Musikschule Monschau unter der Leitung von Harrie Boers und ihren Dozenten präsentierten ein buntes Programm von Jazz bis Klassik im Bürgersaal. Foto: V. Monterey

Monschau. Es gibt viele Möglichkeiten, ein Instrument zu erlernen. „Die Freude an der Musik“, sagt der Leiter der Musikschule Monschau, Harrie Boers, sowie „Verbesserung kreativer Tätigkeiten“, oder auch die Möglichkeit, sich mit fortgeschrittenem Können einem Ensemble anzuschließen. Die Musikschule Monschau bietet dieses alles, für Groß und Klein, im Einzelunterricht, in der Gruppe oder im Ensemble in und rund um Monschau.

Um das fortgeschrittene Können der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen zu präsentieren und um jeden Schüler daran zu gewöhnen, vor Publikum aufzutreten, finden regelmäßig Konzerte statt. So auch am Samstag im Bürgersaal des Auklosters in der Monschauer Altstadt.

An diesem Abend präsentierten sich vornehmlich die Klassen der Querflöten, des Blechs und des Schlagzeugs unterstützt von den Dozenten Rebekka Krause-Paulus, Jacques Cuypers, Qijian Xu (Jed), Kay Gehlen und Jennifer Uhlein-Jansen.

Nach einer herzlichen Begrüßung der zahlreichen Gäste durch Harrie Boers („Es erwartet Sie ein schön variierter Abend“) wechselten sich dann die Querflötenschüler und die Trompeten-, Waldhorn-, Posaunen- und Schlagzeugschüler ab.

Die kleine Nele Weishaupt eröffnete das Konzert auf der Trompete mit „Drei Japaner mit dem Kontrabass“ und zwei weiteren Liedern. Darauf folgte Anna Joras mit zwei Stücken von Susato und Preatorius gemeinsam mit ihrer Querflötenlehrerin Krause-Paulus. Patrick Bongard auf der Trompete sowie das Duo Tim Dinger und Daniel Rader folgten mit einer Blues-Improvisation, „ganz ohne Noten“ unterstützt von dem Dozenten Jacques Cuypers. „Vier Wochen haben wir für den Auftritt geübt“, so Cuypers. Das swingende Ergebnis wurde mit großem Beifall belohnt. Fehlerfrei und wunderschön vorgetragen folgte das Duo Laura Frings und Alina Keulen mit zwei Tänzen, ebenfalls von Michael Preatorius.

„Niveau hat sich gesteigert“

„Das Niveau hat sich enorm gesteigert“, bestätigte Boers. Das bewies sich in der nächsten Staffel von fünf Schülerinnen und Schülern, allen voran Gilles De Marco am Schlagzeug mit „I‘ve got the blues“, unterrichtet von Kay Gehlen. Hervorragend auch wieder Maike Johnen auf der Querflöte.

In der dritten Staffel brillierte das Duo Janna Schulter und Anika Alzer mit der eindringlichen Filmmusik aus Harry Potter, sowie das Duo Nele Egyptien auf der Querflöte, begleitet durch Noah Kreitz auf der klassischen Gitarre (Dozentin: Jennifer Uhlein-Jansen) mit einem Tanz von Mozart.

Für Niklas Breuer als auch für Patrick Bongard barg der Abend die Vorpremiere für die D1-Prüfung auf dem Schlagzeug. Dieses erste Examen zum Nachweis von Theorie und Praxis befähigt die Schüler, in einem Orchester mitzuspielen.

In der vierten Staffel bewiesen, wie zuvor die vielen anderen jungen Schülerinnen und Schülerinnen, weitere fünf ihr Können auf ihrem jeweiligen Instrument und das oft schon nach nur kurzer Unterrichtszeit.

Darüber hinaus trainiert das Musizieren Konzentration, Feinmotorik, Gehör und Gedächnis, bildet beim gemeinsamen Musizieren soziale Fertigkeiten und Selbstbewusstsein aus, was auch die Vorträge eindeutig bestätigten. Ganz besonders groß wird aber in der Musikschule Monschau die „Gemeinsamkeit“ geschrieben.

Selbst wenn mal hier und da ein kleiner Fehler auftrat, wurde dieser souverän gelöst, weitergespielt und ein jedes Lied zu Ende gebracht – und das vor ausgebuchtem Haus. So präsentierte sich zum Beispiel Lena Müller auf dem sehr schwierig zu spielenden Instrument Waldhorn ihr Können als auch Samira Davtalab auf der Querflöte mit den Klezmer-Stücken „Harrys Freilach“ und „Scholem sol sajn“ mit großer Virtuosität.

In der letzten Staffel kamen unter anderem die Erwachsen, darunter Simone Jansen alleine und dann Nadine Hauptmann („Meine ersten Spielversuche habe ich schon mit sieben Jahren gemacht“) im Ensemble mit Sebastian und Hannah Jansen unter der Leitung des Dozenten Qijian Xu (Jed) und musikalisch unterstützt von Cuypers an die Reihe. Mit dem schmissigen „Refried Beans“ und der „Wassermusik“ endete so der musikalische Abend und mit einem großen Dankeschön an die Eltern, ohne deren Unterstützung die Arbeit der Musikschule Monschau „nicht möglich“ wäre, wie es hieß.

Erwachsene Schüler

Erstaunlich das Können der erwachsenen Schüler, die, dem Schulalter längst entwachsen, sich auf die Bühne trauten, oder der Kinder, die sich an schwierige Instrumente wie an die Posaune herantrauen. „Mein Vater hat Posaune gespielt“, berichtete die 13-jährige Hannah Jansen aus Kesternich „Damals war ich acht und die Posaune größer als ich.“ Heute besitzt sie längst ihr eigenes Instrument. „Jed ist der beste Lehrer, den ich je hatte“, so die junge Schülerin.

Die „Gemeinschaftspflege“ weiterzugeben“, ist ein großes Anliegen der Musikschule Monschau, so Harrie Boers. Um so schöner, wenn die Eltern es ihren Kindern nach tun und ebenfalls ein Instrument erlernen und innerhalb der Familie musiziert wird.

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