Musiker verzaubern mit irischen Klängen

Von: nap
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Der Musikverein „Eintracht“ Konzen nahm seine Zuhörer auf seinem Frühjahrskonzert am Samstagabend im voll besetzten Musik- und Kulturzentrum (MuK) mit auf eine Reise durch die schönsten Melodien der Tanzmusik. Foto: Nadine Palm

Konzen. „Tanzmusik“- unter diesem Motto stand das diesjährige Frühjahrskonzert des Musikvereins „Eintracht“ Konzen, das am Samstagabend im Konzener Musik- und Kulturzentrum (MuK) stattfand. „Wir werden heute Abend Tanzmusik in allen Variationen präsentieren und das ein oder andere Stück neu auflegen“, kündigte der 1. Vorsitzende der „Eintracht“, Stephan Förster, einen kurzweiligen Konzertabend an.

Den Anfang machte das Jugendorchester des Musikvereins „Eintracht“ Konzen unter der Leitung von Stephan Förster. Mit dem Walzer „Can I have this dance?“ – „Darf ich um diesen Tanz bitten?“ luden die knapp 30 Nachwuchsmusiker ihre Zuhörer zu einer interessanten Reise quer durch die verschiedenen Musikrichtungen ein. „Ein halbes Jahrhundert“, eine anspruchsvolle Polka, zeigte sich mit einer eingängigen Melodie und strahlte „absolute Gemütlichkeit“ aus, wie Förster bei der Ankündigung des Stücks versprach. Beim „5E Funk“ glänzte vor allem das tiefe Blech mit seinem groovigen Sound.

Hier feierte Björn Förster an der Tuba Premiere. „Ohne Björn zu nahe treten zu wollen – aber der ein oder andere von Ihnen wird sich wahrscheinlich schon gefragt haben, warum neben den Jugendlichen auch Erwachsene im Jugendorchester zu finden sind“, erklärte Förster, dass es immer wieder Musiker gebe, die auf ein anderes Instrument umsteigen würden.

Jungmusiker spielen Folksongs

Mit „Two Celtic Folksongs“ brachten die Jungmusiker ein kleines Stück Irland nach Konzen, wofür sie von ihren Zuhören mit großem Beifall und „Zugabe-Rufen“ belohnt wurden. Bei der Zugabe „Big Girls don’t cry“, dem Charterfolg der US-Sängerin Fergie, zeigte das Orchester, dass man auch erfolgreiche Radio-Ohrwürmer mit Trompete, Saxophon, Klarinette und Co. intonieren kann.

Traditionell eröffnete das große Orchester des Konzener Musikvereins das Frühjahrskonzert mit einem Konzertmarsch. Kurt Gäbles „Salemonia“ brachte alle Register der „Eintracht“ zur Geltung und entpuppte sich als feierliche Eröffnungsmelodie. Die heimliche Nationalhymne Österreichs, Johann Strauss‘ Komposition „An der schönen blauen Donau“, ließ die Herzen der Wiener-Walzer-Fans höher schlagen. Zahlreiche Tempo- und Tonartwechsel gepaart mit anspruchsvollen Begleit-Rhythmen stellten eine große musikalische Herausforderung dar, die die Musiker der „Eintracht“ mit Bravour meisterten und durch laute „Bravo-Rufe“ den Dank für ihre intensive Probearbeit erhielten.

Sodann folgte der musikalische Höhepunkt des Konzertabends. „Wir möchten Sie nun nach Irland entführen“, freute sich Dirigent Bertram Model auf das Tanztheaterstück „Lord of the Dance“, das auf dem traditionellen irischen Stepptanz beruhe und eine altirische Legende vom ewigen Kampf zwischen Gut und Böse erzähle. „Meine Steppeinlage erspare ich Ihnen heute Abend besser“, schmunzelte Model. „Lord of the Dance“ strahlte eine beeindruckende Energie aus und ließ das starke Volumen der „Eintracht“ bestens zur Geltung kommen. Schnelle Läufe in den Holzregistern und im hohen Blech beeindruckten zusammen mit der starken, aufgrund der Rhythmik oftmals schwierigen Begleitung im tiefen Blech die Zuhörer.

Den Geschmacksnerv traditioneller Blasmusik-Fans traf die „Gablonzer Perlen“, eine Polka, die beim Motto „Tanzmusik“ nicht fehlen durfte. „Nicht nur bei uns, sondern auch in England gibt es eine große Tradition der Blasorchester, wobei in England die Brass Bands, also reine Blechblasorchester dominieren“, kündigte Dirigent Model den „Floral Dance“ an. Bei der „Eintracht“ durften natürlich auch die Föten, Klarinetten und Saxophone mitspielen und den Klang der Blechbläser abrunden. „Floral Dance“ gefiel aufgrund der eingängigen Melodie und dem präzisen Zusammenspiel der Musiker.

Südafrikanische Lebensfreude

„Pata, Pata“, selbst wenn dieser Liedtitel dem ein oder anderen Konzertbesucher zunächst nichts zu sagen schien, spätestens nach den ersten zehn Takten wusste jeder, dass es sich hierbei um Miriam Makebas Riesenerfolg handelte, der einst die ganze Welt zum Tanzen brachte. Das südafrikanische Stück strahlte pure Lebensfreude aus, die sich auch auf den Gesichter der Musiker und Zuhörer widerspiegelte. Andreas Rosenwick gab, unterstützt von seinen Register-Kollegen, bei seinem Schlagzeug-Solo alles und erntete dafür laute Jubelrufe.

Weiter ging es im Genre der Popmusik mit dem Evergreen „Hello Mary Lou“. Die Sonnenbrillen durften bei „Everybody needs somebody to love“ nicht fehlen. Der energiegeladene Rock n‘ Roll der Blues Brothers ließ noch einmal das Volumen des Orchesters zum Vorschein kommen und riss die Zuschauer von den Stühlen.

Nach diesem erfolgreichen Konzert bedanke sich der 2. Vorsitzende, Walter Schreiber, bei den beiden Dirigenten. Mit Udo Jürgens Hit „Ich war noch niemals in New York“ und ein Teil des Stücks „Lord of the Dance“ beendete die „Eintracht“ ihre musikalische Reise quer durch die zahlreichen Facetten der Tanzmusik.

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