Musiker aus Hammer lässt es richtig krachen

Von: Peter Stollenwerk
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Vollblut-Gitarrist, Sänger un
Vollblut-Gitarrist, Sänger und Garant für gute Laune auf und vor der Bühne: Der in Hammer lebende Musiker Tony Hudspeth hat seine dritte CD mit Eigenkompositionen herausgebracht. Foto: P. Stollenwerk

Hammer. Hammer! Ein Mann steht allein mit der von starken Gebrauchsspuren gezeichneten Gitarre auf der Bühne und rockt los. Die Show entwickelt sich blitzschnell zum Gesamt-Kunstwerk. Der Gitarrist, Sänger und Songwriter Tony Hudspeth lässt seine Fender aufschreien, setzt zwischendurch ein Riff mit dem Akku-Bohrschrauber, lacht, singt, scherzt und hat Spaß ohne Ende. Das Publikum rast.

Ob Rock-Festival, Club oder Kongress: Tony Hudspeth liebt die Show und ehrliche Musik. Blues, Rock, Pop, Funk, Soul und Country bilden die unwiderstehliche Mischung, gecovert oder aus der eigenen Feder.

Der aus Colchester in Südengland stammende Gitarren-Virtuose kann inzwischen auf tausende Auftritte zurückblicken, unter anderem als Support für Walter Trout, der bei Canned Heat und John Mayall spielte oder für den Weltklasse-Gitarristen Carl Verheyen, der unter anderem Aufnahmen mit Supertramp, B.B King oder John Fogerty aufnahm. Tony Hudspeth weiß also wo der musikalische Hammer hängt.

Jetzt hat der in im kleinen Eifelort Hammer lebende Musiker seine dritte CD mit Eigenkompositionen auf den Markt gebracht. Auf der neuen Scheibe „Back from the Cold” lässt der 49-Jährige es so richtig krachen. Elf Titel sind der Ausdruck ungebrochener Spielfreude. Satter Rock, federleichter Funk mit messerscharfen Bläsereinlagen, jazzige Intermezzos, erdiger Blues und fetter Swamp-Rock bilden eine knackige und mitreißende Mischung.

18 Monate dauerte die Produktion des Werks, ab Freitag, 7. September, ist die CD unter www.9amusic.de erhältlich.

„Es ging mir um die musikalische Weiterentwicklung”, sagt Tony Hudspeth, der seit 1998 in Hammer lebt. Hier, in der Abgeschiedenheit der Natur im Rurtal, hat er im Keller ein kleines Ton-Studio eingerichtet. Dabei war Deutschland eigentlich überhaupt nicht die erste Adresse für den Engländer.

1989 kam er mit einer weißen Gitarre nach Stuttgart, um vor seiner geplanten endgültigen Abreise in die USA noch 14 Tage bei Freunden zu bleiben. Daraus wurden einige Wochen mehr, ehe Tony Hudspeth schließlich sein Flugticket verkaufte und beim berühmten Zirkus Roncalli, der gerade in der Stadt war, als Musiker einstieg. München, die Schweiz, Hückelhoven und Köln waren weitere Stationen seines wechselvollen Lebens, ehe er in der Nordeifel sesshaft wurde.

„Auf dem Land zu leben hat mehr Vorteile als Nachteile, aber ohne Auto läuft nichts”, lacht der begeisterte Amateurfußballer von der SG Huppenbroich-Simmerath. Gerade ist von einer Tour aus Österreich zurückgekehrt, am Wochenende geht nach Hamburg und dann wieder ins heimische Studio, denn die nächste CD ist schon in Arbeit.

Für sein neues Album hat Tony Hudspeth namhafte und geschätzte Musiker eingeladen, die allesamt ihr Handwerk verstehen.

Paul Harriman zupft einen brillanten Bass auf geschulter Rhythm and Blues-Basis, an den Drums wechseln sich Josef Kirschgen und Bert Smaak ab. Die bei vielen Bands und Studioaufnahmen gefragten Trommler sorgen für den treibenden Groove, geizen mit Breaks und schieben mit feiner Sensibilität für das richtige Tempo den musikalischen Wege frei.

Für perfekte und unaufdringliche Arbeit im Hintergrund sorgen Jens Ewald (Keyboards/Akustikgitarre), Jane Leinen (Backings) sowie die verlässliche und punktgenaue Bläsermannschaft mit „Tripple F Horns” Heiko Bidmon (Sax), Mathias Knoop (Trompete) und Mathias Schuller (Posaune). Hoch geschätzter Gast beim launig-frischen „Sunny Days” ist übrigens Albie Donnelly (Sax), Frontman der Bläsertruppe „Supercharge.”

Auf „Back from Cold” lässt Multitalent Tony Hudspeth originell und poetisch, einfallsreich, kultiviert und routiniert und ohne vordergründiges Spektakel seine Gitarre sprechen. Er zieht mit Vollspaß, Vollgas und Leidenschaft seine klangvolle Umlaufbahn quer und kreativ durch den Orbit seiner musikalischen Vorlieben, um immer wieder an den Wurzeln des bodenständigen Rhythm and Blues zu landen. Hammer!

2013 wird ein besonders Jahr für Tony Hudspeth, dann feiert er seinen 50. Geburtstag und sein 35. Bühnenjubiläum. Dann, so verspricht er, will er es auch in der Eifel mächtig krachen lassen.
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