Simmerath - Musikalische Reise durch die Filmgeschichte

Musikalische Reise durch die Filmgeschichte

Von: peo
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Mit einer Reise durch die Filmgeschichte stellten sie bei Ihrem Herbstkonzert ihr Können unter Beweis: die Mitglieder der Hansa Blasmusik aus Simmerath. Foto: Peter Offermann

Simmerath. Ein Konzert der besonderen Art durften rund 200 Gäste am Samstag in Simmerath erleben. Konzerte in der Kirche, da denkt manch geneigter Zuhörer an kirchliche Choräle. Weit gefehlt! Dass sich die legendärsten Hits der Film- und Fernsehgeschichte wunderbar im festlichen Rahmen einer Pfarrkirche präsentieren lassen – das bewiesen am vergangenen Samstagabend die 44 Musiker der Hansa Blasmusik unter Leitung der 26-Jährigen Anke Bauer auf eindrucksvolle Art und Weise.

Denn das diesjährige Herbstkonzert war ganz der Musik gewidmet, ohne die die Blockbuster und Serienhits undenkbar wären. Zu Beginn gab es ein Wiedersehen mit Marty Mc-Fly und Doc Brown, die auf den Tag genau einen Monat vor dem Konzert „Zurück in die Zukunft“ gereist waren.

Nach dieser Eröffnung war es für Berthold Wilden, der die Stücke mit kurzen Anekdoten und Geschichten zu den Filmen vorstellte, eine große Freude, die Gäste und die Musiker begrüßen zu dürfen. Sein besonderer Dank galt allen Sponsoren für die Bereitstellung der Noten und Pfarrer Michael Stoffels für die Zurverfügungstellung der Räumlichkeiten.

Danach ging es ab auf die „Black-Pearl“, um mit Captain Jack Sparrow den Melodien aus „Fluch der Karibik“ zu lauschen. Das dritte Stück des Abends war für viele eine Überraschung. Was bitte schön hat der „Helenenmarsch“, einer der schönsten preußischen Armeemärsche von Friedrich Lübbert aus dem Jahre 1857 mit Film- und Fernsehmusik zu tun? Die Antwort folgte durch den Vorsitzenden der Hansa auf dem Fuße. Kleiner Tipp: „Ich will meine Platte spielen“ – Wer erinnert sich nicht an den durch Geschenkpapier um den Christbaum stapfenden Opa Hoppenstedt, herrlich dargestellt von Loriot.

Danach wurde es spannend. Und so kamen Prof. Dr. Börne, Assistentin Alberich, Stefan, Harry und Matula zum musikalischen Stelldichein mit den bekannten Melodien aus „Tatort“, „Derrick“ und „Ein Fall für zwei“. Im Anschluss ging es nach Alcatraz. „The Rock-Fels der Entscheidung“, ein absoluter Actionklassiker aus dem Jahre 1996 mit Sean Connery, Nicolas Cage und Ed Harris. Musikalisch unterlegt von Hollywoods deutschem Filmkomponisten Hans Zimmer.

Nach einer kurzen Unterbrechung, in der langjährige Mitglieder geehrt wurden (Bericht folgt), ging es weiter mit der musikalischen Reise durch die Film- und Fernsehwelt. Das Arrangement von Michael Brown lud zu einer „Mission Impossible“ auf der „Titanic“ mit „Indiana Jones“, der „Maske des Zorros“ und „Jagd auf Roter Oktober“ ein. Hiernach war es Zeit, sich Hut und Sonnenbrille aufzusetzen und in den schwarzen Anzug zu schmeißen um mit den „Blues Brothers“ eine musikalische Verfolgungsjagd durch „Soulman“, „Soulfinger“ und „Everbody, needs somebody“ zu begehen.

Natürlich durfte auch ein Abstecher nach Mittelerde an diesem Abend nicht fehlen. „Der Herr der Ringe“ – das eigentlich als unverfilmbar geltende literarische Meisterwerk von J.R.R. Tolkien. In drei spannenden Teilen erzählt von Peter Jackson, wäre die Geschichte von Frodo, Aragorn, Gandalf und Co. wohl ohne die Oscarprämierte Filmusik von Howard Shore nicht das, was es heute ist: ein Mammutwerk der Filmgeschichte. Die Reise durch die Welt der Filmgeschichte wurde mit Andrew Lloyd Webbers „Joseph and his Amazing Technicolor Dreamcoat“ abgeschlossen.

Ob dieser Darbietung mussten natürlich noch Zugaben her. Und so gab es ein Wiedersehen mit Pumuckl, Pipi Langstrumpf, Biene Maja, Heidi und den Schlümpfen. Das letzte Stück des Abends führte in die 1980er-Jahre – „Ghostbusters“, arrangiert von Hansa-Musiker Dirk Schnitzler. Zum Abschluss eines gelungenen Auftritts fand man sich noch traditionell im Probenraum der Hansa ein, um den Abend in gemütlicher Runde ausklingen zu lassen.

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