Musik als verbindendes Element für die ganze Eifel

Von: avl
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Nordeifel. Es ist schon erstaunlich: In fast jedem Eifelort kann man, wenn man sich bemüht, einen oder mehrere kreative Menschen, ja Künstler finden. Manche gehen ihrer Kunst nach, weil sie es für sich und ihr Lebensgefühl einfach brauchen und manche, weil sie auch andere Menschen damit erreichen wollen.

Von den einen hat kaum ein Mensch gehört und andere sind durchaus populär und tummeln sich erfolgreich in der nationalen und internationalen Szene. Die Eifel in Sachen Kunst als eine Einheit darzustellen, so lautet die Mission von Barbara und Horst Hültenschmidt von der Produktionsfirma Gallery Art of Music. (GAM), die in Köln ansässig ist.

Kein leichtes Unterfangen, aber die Hültenschmidts haben als erfolgreiche Musikverleger ihre Kontakte zur Musikindustrie nutzen können und sich so für eine musikalische Botschaft der Gesamtregion Eifel stark gemacht. Manchmal ist ja auch der Blick von außen auf die Region hilfreich. Das Ergebnis kann sich mehr als hören und sehen lassen.

Mitte April ist die Musik-CD „Eifelgefühl“ mit einem repräsentativen Querschnitt aktueller und erfolgreicher Musiker erschienen, die ihre Lebensmitte alle mehr oder weniger in der Eifel haben. Zu hören sind Lieder von BAP, Brings, Eifeljungs, Wibbelstetz, Sylvia Nels, Eifelkinder und vielen anderen. Neben den tollen Songs besticht das Album aber auch durch sein sehr aufwendig gestaltetes Booklet, das gekonnt und unterhaltsam auch auf Maler wie Paul Siebertz, Schriftsteller wie Jacques Berndorf und auch Kunsthandwerker der Eifel eingeht. So kommt zum Beispiel Wolfgang Niedecken zu Wort, der beschreibt, wie er seine Jugend in der Voreifel verbrachte und mit seiner Schülerband sämtliche Dorfsäle zwischen Meckenheim, Euskirchen und Bad Münstereifel bespielte.

Erinnert wird unter anderem auch an Wolfgang Leonhard, Autor des dramatischen Bestsellers „Die Revolution entlässt ihre Kinder“, der in einem ehemaligen Bauernhaus in Manderscheid lebte und 2014 im Alter von 93 Jahren verstarb.

Produzent Horst Hültenschmidt, der Musiker wie Herbert Grönemeyer, Wolfgang Petry, Jürgen von der Lippe, Stefan Raab, Die Prinzen oder Nina Hagen betreute, spricht auch über seine Eifelgefühle: „Die Eifel ist für uns Erholung pur, Entspannung und Relaxing.“ Ausgangs-Idee für CD sei der Gedanke gewesen, die Gesamtregion Eifel als kulturelle Einheit darzustellen, „denn die Eifel ist besser als ihr Image in der Öffentlichkeit“. Man habe sich als Eifelinteressierte auch gemeinsam für die anderen Themen wie Malerei, Literatur und Kunsthandwerk interessiert und einem ausgesuchten Querschnitt das Booklet zusammengestellt.

Nicht alle Künstler seien zur Mitwirkung bereits gewesen: „Manche Anfragen wurden negativ beantwortet, die sich dann am Ende auch nicht mehr als interessant erwiesen haben. Das Bekenntnis zum Bezug Eifel fehlte manchmal dann doch“ Aber größtenteils habe man positive Reaktionen erfahren. Horst Hültenschmidt arbeitet übrigens schon an einer Nachfolge-CD unter dem Titel „Eifelgefühl 2“. Auch diese Zusammenstellung werde wieder einige Überraschungen bereit halten.

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