Musical „Leben im All” beim Kinderchor: Tolle Geschenke in der Galaxis

Von: cl
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Bunt und phantasievoll: Der Ki
Bunt und phantasievoll: Der Kinderchor Roetgen führte mit großem Engagement das Musical „Das Leben im All” auf. Beide Vorstellungen im Pfarrheim waren auverkauft. Foto: Clara Lamm

Roetgen. Hinter einem schwarzen Sternenvorhang verbirgt sich ein dunkler Saal. Schummriges Licht zeigt gespannte Gesichter. Nur eine kleine Bühne ist hell erleuchtet und an der Wand funkeln unendlich viele Sterne. Zwei Personen betreten die Bühne.

„Der Himmel ist so klar heute”, sagt das kleine Mädchen zu seinem Großvater. Neugierig möchte das Kind mehr über die vielen Sterne erfahren.

So beginnt eine fantastische Reise in die Vergangenheit zu der Zeit, in der es nur Sterne und Planeten aber noch keine Menschen gab. An die Stelle des Mädchens und des Großvaters treten nun viele Kinder in bunten, glitzernden Kostümen. Im Café „Zur Himmelskuh” haben sich alle Sterne versammelt und singen zusammen das Lied „Leben im All”.

Nur das böse schwarze Loch ist dort unerwünscht, da es die Sterne verspeisen möchte. Fünf freche Sternschnuppen schreckt dies nicht ab und so albern sie vergnügt herum bis eine Schnuppe vom schwarzen Loch geschnappt wird. Blitzschnell erfolgt die Rettung durch einen Kometen, der aber auch die traurige Nachricht bringt, dass Opa Galaxos langsam erlischt. Der zehn Milliarden Jahre alte Stern vermacht den anderen Planeten viele Geschenke.

Saturn erhält einen Ring, mit dem er Venus beeindrucken möchte und die fiebrige Sonne einen Riesenbecher Eis, da ihr immer so heiß ist. Pluto, der kleinste Planet, bekommt eine Kristallkugel, mit der man die Zukunft aller Sterne lesen kann.

Diese wertvolle Kugel reißt das schwarze Loch an sich, welches sich rächen will, da es kein Geschenk bekommen hat. Entsetzt über diesen Diebstahl schmieden die anderen Sterne einen Plan, um die Kugel zurückzubekommen. Dies ist der Stoff für ein phantasievolle Aufführung.

Mit einem fröhlichen Schlusslied endet die Vorstellung des Roetgener Kinderchors. Tosender Applaus erwartete die Darsteller, die sich ihrerseits mit dem selbst gedichteten Lied „Singen mit Schall” und galaktischen Sonnenbrillen bei ihrem Chorleiter Kantor Friedhelm Schütz und seinem Assistenten Manfred Lutter bedanken. Ein besonderer Dank gilt auch den Musikern Friedhelm Schütz, Ralph Dederichs, Bernhard Schlösser sowie Charly Greuel, die die Sängerinnen und Sänger tatkräftig unterstützt haben.

Doch auch ohne die Eltern der Chormitglieder wäre eine solch grandiose Vorstellung vermutlich nicht möglich gewesen. Sie kümmerten sich unter anderem um Herstellung und Beschaffung von Requisiten und Kostümen, Beleuchtung und Tontechnik sowie Bühnenaufbau, Kartenvorverkauf und noch viele weitere Aktivitäten. Besonders aktiv zeigte sich hierbei Familie Schlösser, die das Musical mit fünf Kindern und beiden Elternteilen zum Beispiel als Darsteller, Souffleur oder Erzähler bereichert hat.

Der Kinderchor Roetgen ist Nachfolger des Kinderchors der Pfarre Sankt Hubertus und wurde im Oktober 2010 gegründet. Seitdem üben über 30 begeisterte Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis elf Jahren donnerstags von 17 bis 18 Uhr im Pfarrheim „De Kerchbröck” in Roetgen. Neue Gesichter sind dort auch immer gerne gesehen.

Im Januar diesen Jahres begannen die Proben für das Musical, die laut Manfred Lutter für die Kinder zwar anstrengend aber immer auch spaßig gewesen seien.

Die Idee zur Präsentation des Musicals „Leben im All” von Gerhard A. Meyer kam Manfred Lutter, da er dasselbe Musical schon einmal am Aachener Viktoria-Gymnasium aufgeführt hatte. „Die fetzigen Melodien haben die Chorkinder so begeistert, dass sie sofort mit Feuer und Flamme die Texte auswendig gelernt haben.”, betont Manfred Lutter.

Zwei ausverkaufte Vorstellungen zeugen von einer enorm guten Resonanz und motivieren für weitere Produktionen. Auch die achtjährige Julia, die sowohl das kleine Mädchen als auch den Saturn gespielt hat, fand die Proben immer sehr lustig und bestätigt zusammen mit ihrer gleichaltrigen Freundin Vianne, die begeistert zugeschaut hat, dass das Musical sehr viel Spaß gemacht hat.
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