Musical „Die Eiskönigin“: Viel Spaß im Winterwunderland

Von: aj
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Beim Flashmob tanzen alle mit: Die Mädels der Theater-AG der Realschule St. Ursula lassen es zum Abschluss ihres Musicals noch einmal richtig krachen. Foto: Aline Jansen

Monschau. Zwei Prinzessinnen, ein Eislieferant samt Schlitten und Rentier Sven und ein süßer, etwas tollpatschiger Schneemann, der Umarmungen liebt: Das sind die Hauptfiguren, die es braucht, um auch am ersten Juliwochenende den Winter wieder einkehren zu lassen.

42 Mädels aus allen Stufen der Realschule St. Ursula in Monschau haben genau das geschafft und ihr Publikum mit drei Aufführungen des Musicals „Die Eiskönigin“ verzaubert. Bekannt ist die Geschichte durch den Disneyfilm „Frozen“. Allerdings haben die betreuenden Lehrerinnen der Theater-AG, Claudia Rampazzo und Susanne Grupe, das Stück etwas umgeschrieben und auf die Charaktere angepasst, die sich die Schülerinnen gewünscht haben zu spielen. „Das Besondere ist, dass an jedem Abend eine andere Besetzung der Elsa und Anna auf der Bühne steht“, erzählt Rampazzo. Außerdem wurden vier eigens für das Musical kreierte Tänze einstudiert und Gesangsunterricht genommen. Ein ganzes Schuljahr haben die Vorbereitungen und Proben gedauert, doch der Aufwand hat sich gelohnt.

Die erste Vorführung war eine Sondervorstellung für die Mitarbeiter der Raiffeisenbank Simmerath, die das Theaterprojekt, neben 30 weiteren Sponsoren, großzügig unterstützt hat. Am vergangenen Samstag und Sonntag verwandelte sich die voll besetzte Markthalle in Monschaus Altstadt dann auch für Familie, Freunde und Bekannte der Schülerinnen in ein Winterwunderland.

Denn eine alte Märchentante führte sie in die fantastische Welt der Prinzessin Elsa (Marcelina Trybala, Klasse 7a, bei den anderen Aufführungen: Johanna Maus, Klasse 6c und Alena Jakobs, Klasse 6a) und ihrer kleinen Schwester Anna (Emily Prümmer, Klasse 6a, bei den anderen Aufführungen: Lea Schneiders, Klasse 10a und Clara Koll, Klasse 6a). Vor tollen, selbst gestalteten und bemalten Kulissen spielten und sangen sie das Märchen der Eiskönigin nach. Und auch die selbst gemachten Requisiten konnten sich sehen lassen: Schnee aus Watte, weiße künstliche Tannenbäume und Eiszapfen aus Alufolie machten das Wintergefühl perfekt.

Doch damit das Stück nicht zu lang wurde, haben sich die Schülerinnen und ihre Lehrerinnen einige Tricks einfallen lassen. So wurde die Vorgeschichte der beiden Prinzessinnen von der Märchentante vorgelesen und auf einer Leinwand mit Schattentheater nachgespielt: Elsa besitzt die Gabe Eis und Schnee zu zaubern. Eines Tages trifft sie Anna beim Spielen mit einem Eisblitz am Kopf und verletzt sie. Der König der Trolle kann Anna zwar heilen und ihre Erinnerung an den Unfall löschen, doch er warnt Elsa – sie muss lernen ihre Kräfte, die immer stärker werden, zu kontrollieren. Seit diesem Tag verbringt Elsa die meiste Zeit alleine in ihrem Zimmer. Die Eltern lassen die Tore zum Königreich Arendelle schließen, damit niemand von der Gabe ihrer Tochter erfährt.

Doch einige Jahre später stirbt das Königspaar und als Elsa alt genug ist, soll sie zur Königin gekrönt werden. Die Tore der Stadt werden endlich wieder geöffnet und Anna freut sich, Zeit mit ihrer Schwester bringen zu können. Es gibt ein rauschendes Fest, dessen Höhepunkt der Auftritt eines Andreas Gabalier-Doubels ist, der mit seinem Lied „VolksRock’n’Roller“ und seinem Hüftschwung in Lederhose für beste Stimmung bei der Festgesellschaft und dem Publikum sorgte.

Anna verliebt sich bei der Feier Hals über Kopf in Hans von den südlichen Inseln, einem Handelspartner von Arendelle. Sie wollen heiraten, aber es kommt zum Streit mit Elsa, weil sie mit der Hochzeit nicht einverstanden ist. In ihrem Zorn brechen ihre Kräfte aus ihr heraus, der Sommer wird zum Winter und Elsa flieht auf den Nordberg, wo sie sich ein Schloss aus Eis baut.

Anna will ihre Schwester zurückholen. Dabei lernt sie Kristoff, den Eislieferanten, und sein Rentier Sven kennen. Obwohl Kristoff (Mandy Zymlok, Klasse 8b) zunächst skeptisch ist, siegt sein gutes Herz und er bringt Anna mit seinem Schlitten zum Nordberg. Behilflich ist ihnen Olaf (Denise Tas, Klasse 10a), der liebenswürdige Schneemann, den Elsa verschaffen hat. Doch Elsa möchte nicht zurückkehren, da sie eine Gefahr für andere ist. Wieder kann sie ihre Kräfte nicht kontrollieren und trifft Anna mit einem Eisblitz, dieses Mal ins Herz . . .

Zum Abschluss des tollen Stücks machten die Mädchen noch einmal richtig Stimmung, wobei einige Akteure durch das Publikum zogen. Auch die Zuschauer tanzten mit und belohnten die hervorragende Leistung aller mit anhaltendem Applaus.

Der Dank gilt dem ganzen Team

Auch die Lehrerinnen waren voll lobender Worte und belohnten die Leistung ihrer Schützlinge mit kleinen Geschenken. „Es ist toll, wie die Mädels zusammengewachsen sind. Sie halten zusammen als wären sie eine Klasse“, sagte Claudia Rampazzo. Doch die Anerkennung galt nicht nur den Schauspielerinnen, sondern auch den zahlreichen helfenden Händen hinter den Kulissen.

Besonders freute sich Claudia Rampazzo, dass nicht nur aktuelle Schülerinnen der St. Ursula dabei waren, sondern auch große Hilfe von Alina Schell, Mara Ahn und Judith Hocheuser kam, die ihren Schulabschluss schon in der Tasche haben.

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