Musical: Alice auf einer Reise voller Kuriositäten

Von: Elvira Hilgers
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Ein buntes Schlussbild gab dem
Ein buntes Schlussbild gab dem Publikum Gelegenheit, kräftig für das Ensemble der Tanzwerkstatt Simmerath, unterstützt vom Jungen Chor und von der Musikschule Schleiden, zu applaudieren. Und es machte auch deutlich, welch tolle Arbeit die Kostümnäherinnen geleistet hatten.

Vogelsang. Furios mit Livemusik des Jugendblasorchesters der Musikschule Schleiden und des Jungen Chors aus Simmerath präsentierten sich die Akteure der Tanzwerkstatt Simmerath mit ihrem Musical „Alice” und die kleinen und großen Gäste, die sich in Vogelsang einfanden erlebten einen Nachmittag mit Live- Gesang, Musik und Tanz.

Mit großen Augen verfolgten die kleinen Gäste, die ganz vorne saßen, das Märchen, denn wer kennt nicht „Alice im Wunderland” oder „Alice hinter den Spiegeln”? Aber dennoch ist eine solche Aufführung nichts Alltägliches, denn neben schauspielerischem Geschick, der modernen Licht- und Videotechnik und ganz besonders der optischen Note der bunten Kostüme war das Musical, das in Vogelsang an diesem Wochenende gleich dreimal aufgeführt wurde, etwas Besonderes.

Schon die Aufführung des „Dschungelbuch” der Tanzwerkstatt Simmerath in Monschau vor zwei Jahren war ein durchschlagender Erfolg, wie der Vorsitzende Christoph Keischgens sagte, denn aus drei wurden schließlich acht Vorstellungen. Schnell entstand bei dem Vorsitzenden die Idee, das nächste Musical im Kino von Vogelsang aufzuführen.

„Ich wollte mit der Tanzwerkstatt der erste Mieter sein”, lachte Keischgens der die Kontakte über Einruhr hinaus nach Schleiden pflegt, schließlich besuchten seine beiden Töchter das Clara-Fey-Gymnasium in Schleiden und er selbst ist seit 2003 auch aktiv im Jugend-Blasorchester der Musikschule. „So ist die Grenze Einruhr überschritten und die Völkerverbindung erlebt einen positiven Effekt”, erklärte er.

An Ideen fehlt es dem freiberuflichen Finanzberater auch nicht, denn nach der Vereinsgründung der Tanzwerkstatt in 2006 mit 56 Mitgliedern will der Verein in Rollersbroich nun eine Halle bauen.

Die Proben für das aufwendige Musical „Alice” begannen schon im Dezember letzten Jahres erst mal mit Musikproben. Ein zehnköpfiges Nähteam begann im Januar mit dem Schneidern der Kostüme, die in einer farbenfrohen Vielfalt im Musical zu bestaunen waren. So fügte sich nach und nach alles wie ein Puzzle zusammen - und es gefiel, denn immer wieder gab es Szenenapplaus.

„Achtung jetzt geht es los”, rief die zarte Stimme eines kleinen Jungen, der es vor Spannung kaum aushalten konnte, das seltsame weiße Kaninchen, dass durch die Besucherreihen hüpfte, um seine weißen Handschuhe zu suchen, auf der Bühne erschien und Alice ihm in ihrer Neugier hinterherlief. Alice die als Eindringling vom weißen Kaninchen „Marie” genannt wurde, fand sich plötzlich in einer sonderbaren Umgebung wieder, schließlich wollte es das Mädchen im Wunderland integrieren, stellte ihm aber eine völlig absurde Aufgabe:

Sie sollte den Himmel anmalen. Alice aber stellte sich der ihr gestellten Aufgabe und sah sie auf ihrem Weg als Herausforderung an. Mit Witz und Esprit begibt Alice sich auf eine aufregende Reise voller Kuriositäten. Dabei trifft sie fantastische und witzige Wesen und verrückte Freunde. Rat holt sie sich bei der weisen Raupe, trinkt Tee mit dem Hutmacher und trifft letztlich auch die böse Herzkönigin, die den Bewohnern des Wunderlandes das Leben schwer macht.

Alice wird von ihr zu einem aufregenden Crocketspiel herausgefordert, bei dem es um Kopf und Kragen geht. Nun wurde auch noch der königliche Imbiss, die „Quiche”, die die Köchin zubereitet hatte, gestohlen. Bei den Bewohnern herrschte große Aufregung, denn sie alle wurden zur Gerichtsverhandlung in den Zeugenstand gerufen. Auch Alice musste aussagen. Doch sie wusste gar nicht, worum es ging und erzählte frei und frank von ihrer merkwürdigen Reise, wobei sie vieles über sich selbst gelernt hatte. Aber vor allem wusste sie nun, wohin ihr Weg sie führte...

Ehe donnernder Applaus die Hauptdarstellerinnen (allesamt doppelt besetzt), aber auch die Akteure der vielen kleinen Rollen und die Tänzerinnen belohnte, gab es schließlich eine musikalische Einspielung in einem anderen Rhythmus, denn nach dem Musical ist vor dem Musical und so wurde auf das kommende Musical der Tanzwerkstatt hingewiesen - mit dem bezaubernden Titel: „Märchenzeit”. Die Proben dafür haben schon begonnen.
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