Monschau - Multitalent Feuerstein in der „Fledermaus”

Multitalent Feuerstein in der „Fledermaus”

Von: Peter Stollenwerk
Letzte Aktualisierung:
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„Uberwältigt” von der Kulisse der Altstadt Monschau zeigte sich der Kabarettist, Entertainer und Opernfreund Herbert Feuerstein. Am 27. August wird er bei der Klassik auf der Burg in der Operette „Die Fledermaus” die Stadt von oben betrachten können. Foto: P. Stollenwerk

Monschau. Einen kleinen grünen Frottee-Frosch gab Herbert Feuerstein nicht aus der Hand, als er am Wochenende bei vorsommerlichen Temperaturen zwischen zahlreichen Touristen durch Monschau schlenderte, um sich mit der „Stadt im Tal” vertraut zu machen.

In vier Monaten wird das bekannte TV-Gesicht wieder in der Stadt sein, allerdings eine „Etage” höher. Dem Förderverein Klassik Monschau und Veranstalter Max Krieger ist es gelungen, den Entertainer, Journalisten und Kabarettisten für ein Engagement auf der Burg Monschau zu gewinnen.

Am Freitag, 27. August, 20.30 Uhr, wird er in der Rolle des Gefängnisaufsehers „Frosch” in der Johann Strauß-Oper „Die Fledermaus” zu sehen sein. Die Kontakte mit Herbert Feuerstein wurden bei einer Operngala in Trier geknüpft, und da der in Österreich geborene Künstler seit der Jahrtausendwende wieder die klassische Musik für sich entdeckt hat, waren die Hürden auf dem Weg nach Monschau schnell aus dem Weg geräumt.

Einige Hindernisse gab es allenfalls zu überwinden, als er am Wochenende bei einem Kurzbesuch schon einmal das Umfeld der Spielstätte auf der Burg kennenlernte. Im traditionsreichen Caf Kaulard wurde er mit Monschauer Spezialitäten beschenkt, nachdem er „über Gebirge, Schluchten und gesperrte Straßen” den Weg in die Altstadt gefunden hatte. „Ich wusste gar nicht, dass Monschau auf dem Grund eines Vulkankegels liegt”, scherzte Herbert Feuerstein, der gerne in kleinen Städten spielt: „So lernt man Deutschland kennen.”

Nun kennt man den quirligen 73-Jährigen wohl eher aus seiner TV-Tätigkeit mit dem Satiriker Harald Schmidt, als Ratefuchs bei ”Was bin ich?” oder zuletzt als Reisejournalist, „aber eigentlich ist Klassik meine Leidenschaft”, bekennt der in in Zell am See geborene Österreicher.

Sein Image als TV-Entertainer in allen Gassen hat er aber inzwischen abgelegt, und mit der Rückbesinnung auf die klassische Musik „schließt sich der Kreis” für Herbert Feuerstein. Kurzweilig und erfrischend erzählt er in Monschau von seinen ersten Begegnungen mit der Welt der Oper in Salzburg, wo er als Kind „Schmetterarien” im Hinterhof sang.

Doch Feuerstein bleibt dem Schauspielern treu. Die Sprechrolle des „Amtsdieners Frosch” im dritten Akt der Fledermaus lässt dem Darsteller viel gestalterische Freiheit auf der Bühne, wohl wissend, dass diese Rolle mit legendären Komödianten wie Hans Moser oder Willy Millowitsch bekannt wurde.

Doch Feuerstein muss sich nicht verstecken. Zwischen 2003 und 2008 spielte er den „Frosch” 75 Mal an der Kölner Oper.

Der Gefängnisaufseher „Frosch”, schmunzelt der Künstler, gehe eine „Personalunion mit Slibovitz” ein, was hoffen lasse, dass er mit seiner Rolle den dramaturgisch eigentlich schlappen dritten Akt der Fledermaus ein wenig aufwerten könne. Davon geht auch Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter aus, die Herbert Feuerstein „bei bestem Reklamewetter” in Monschau willkommen hieß.

Prominente Gäste seien wichtig als Multiplikatoren für die Veranstaltung. So sah es auch Dorit Schlieper, die Vorsitzende des Fördervereins Monschau-Klassik. Einen renommierten Künstler wie Herbert Feuerstein werde das Publikum „als Bereicherung” empfinden.

So kann auch die 11. Auflage der Festspiele deren Erfolgsgeschichte fortschreiben, denn mit einer geplanten Aufführung vor dem Roten Haus Ende Juni und der Verpflichtung von Herbert Feuerstein für ein Gastspiel sind bereits jetzt zwei Akzente gesetzt worden, die die Klassik-Besucher aufhorchen lassen und die überregionale Bedeutung der Veranstaltung für die Kunst- und Kulturstadt Monschau unterstreichen.
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