Mütterkaffee in Monschau: Auch Männer spielen eine Rolle

Von: lro
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Wenn Alt und Jung zusammen in der komplett gefüllten Markthalle singen und schunkeln und man die Karnevalsmusik in ganz Monschau hört, dann findet wieder mal der Mütterkaffee statt.

Monschau. Traditionell hat der Frauen- und Mütterverein Monschau jetzt wieder zum sogenannte „Mütterkaffee“ eingeladen. Dieser Einladung folgten 170 bunt kostümierte und bestens gelaunte Frauen in die karnevalistisch geschmückte Markthalle in Monschau, um einen abwechslungsreichen Programm aus Sketchen, Tänzen und Musik zu erleben.

Ganz nach dem diesjährigen Motto „Monschau-In der Mitte Jeck“ herrschte schon vor dem eigentlichen Programm beste Stimmung in der gut gefüllten Halle, so dass es eine Weile dauerte , bis die Vorsitzende Annette Mauel und ihr Vorstandskollegin Christa Gillessen die Damen mit ihrer humorvollen Rede begrüßen konnten.

Bevor Ortsvorsteher Georg Kaulen den Nachmittag als „Mann mit Hut“ moderierte, trat er als Ortsvorsteher von Monschau auf die Bühne, um die Jecken auf Unterschriftlisten aufmerksam zu machen, die für eine Erhaltung der Simmerather Notfallpraxis rumgegeben wurden.

Auch dieses Jahr wurde der gesellige Nachmittag hauptsächlich mit Auftritten des Monschauer-Mütter-Theaters ausgefüllt. Im ersten Stück „Verrückte Welt der Tiere“ standen direkt alle sechs diesjährigen Schauspielerinnen mit Ruth Breuer, Betinna Fricke, Bettina Gonnermann, Helga Janke-Offermann, Michaela Kaulen und Anne Pröpper auf der Bühne.

Auch wenn die Ladies durchaus Witze über sich selbst machen konnte bekamen hauptsächlich die Männer ihr Fett weg, indem die Darstellerinnen sich zum Beispiel über den „lebensgefährlichen Männerschnupfen“ lustig machten.

Und auch wenn besonders die Männer nicht verschont blieben, sah man immer wieder welche durch den Saal huschen, denn diese halfen beim Bühnenauf- und abbau und versorgte die Frauen bestens mit Kuchen, Kaffee und anderen Getränken. Die Vorstandsdamen freuten sich sehr über die Hilfe im Catering durch Klaus Förster, Josef Schünemann, Achim Pröpper, Stefan Fast, Marco Radermacher und Beppo Delvenne.

Die Pausen, die von den Darstellerinnen zum Umziehen benötigt wurden, führten auf jeden Fall nicht zum Absinken der Stimmung im Saal, die Tanzgruppen „Lilliput“ und „Trick Steppes“ des TuRa Monschau brachten flotte Tänze auf die Bühne, besonders von den sechs „Lilliputs“ die als Schlümpfe auftraten, waren alle begeistert.Außerdem trat der Alleinunterhalter Dirk Kirst mit einem bunten Programm auf die Bühne, welches Alt und Jung zum Schunkeln und Tanzen animierte.

Auch in diesem Jahr fasste zum Ende hin Frau Hoddelmeyer, die von der Leiterin der Theatergruppe Helga Janke-Offermann gespielt wurde, den Klatsch und Tratsch der Monschauer Einwohner zusammen.

Seit 1878 treffen sich nun schon die Monschauer Mütter und Frauen, um eine Woche vor Altweiber den Karneval einzuläuten. Und die Tradition ist bis heute nicht ausgestorben, denn wie das Interesse der 170 jecken Besucherinnen in diesem Jahr vermuten lässt, scheint die Müttersitzung auch noch länger als die bisherigen 137 Jahre Bestand zu haben.

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