Müllgebühr fast konstant

Von: rpa
Letzte Aktualisierung:

Simmerath. Die Gebühr für die Müllabfuhr in der Gemeinde Simmerath steigt nur wenig; die Steigerung bewegt sich im Ein-Prozent-Bereich.

Für Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns bleiben die Gebühren damit „eigentlich stabil”, wie er bei der Beratung im Haupt- und Finanzausschuss betonte. Der Ausschuss empfahl dem Gemeinderat dann auch einstimmig, die neuen Gebühren für das nächste Jahr zu beschließen.

So kostet zum Beispiel die Gebühr für die 60-Liter-Restmülltonne (mit Reduzierung für Biotonne oder Eigenkompostierung) ab Januar 103,68 Euro, bisher zahlen die Bürger dafür 102 Euro, das entspricht einer Erhöhung um 1,6 Prozent. Ohne diese Reduzierung liegt die Gebühr künftig bei 124,32, Euro (0,9 Prozent weniger als bisher bei vierwöchentlicher Leerung).

Werden die 60-Liter-Tonnen alle 14 Tage einmal geleert, dann kostet sie ohne (Biotonne/Eigenkompostierung) 179,76 Euro, das ist eine Erhöhung um 0,9 Prozent; Bürger, die zusätzlich eine Biotonne haben oder Bio-Abfälle selber kompostieren, zahlen ab Januar eine Gebühr von 132,96 Euro, 1,28 Prozent mehr als bisher.

Auch im Jahr 2012 werden die Gebühren „nach der jetzigen Erkenntnis” stabil bleiben, ist Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns zuversichtlich.

Claus Brust von der UWG brachte die Diskussion auf die Regioentsorgung, die in der Gemeinde Simmerath für die Müllentsorgung zuständig ist. Er wollte wissen, wie lange der derzeitige Vertrag mit der Regioentsorgung gelte und ab wann eine „neue Ausschreibung” möglich sei.

Claus Brust wie auch Egon Kriens (UWG) erinnerten daran, dass die Regioentsorgung in ihren Jahresabschlüssen Fehlbeträge ausgewiesen hätten: im Jahr 2008 rund 100.000 Euro, im vergangenen Jahr sogar 127000 Euro. Egon Kriens: „Das darf nicht passieren”, denn am Ende müssen die Bürger über die Gebühren diese Fehlbeträge ausgleichen. Kriens plädierte dafür, den möglichen Ausstieg aus dem Zweckverband der Regioentsorgung „im Auge zu behalten”.

Für Hermann-Josef Bongard (FDP) stellt sich derzeit nicht die „Frage nach dem Verbleib im Zweckverband”, dabei wies er darauf hin, dass zuvor die Müllgebühren um 23 Prozent hätten reduziert werden können. Doch auch Bruno Löhrer, Vorsitzender der CDU-Fraktion, will ebenfalls eine „mögliche Kündigung” der Mitgliedschaft im Zweckverband „im Auge behalten”, wie er sagte. Eine Kündigung sei, so Bürgermeister Hermanns, in zwei Jahren möglich.

Gut angenommen wird von den Bürger das Angebot, Grünschnitt zu entsorgen für drei Euro pro Lieferung. In diesem Jahr gab es rund 1000 Anlieferungen, sagte der Bürgermeister.

Belastet werden die Müllgebühren von Bürgern, die ihren Müll in der Landschaft „entsorgen”. Um die Papierkörbe an den Straßen zu entleeren, die Containerplätze zu reinigen und den wilden Müll zu beseitigen, sind die Mitarbeiter des Bauhofes im Jahr zusammen etwa 2000 Arbeitsstunden beschäftigt, die Kosten dafür von fast 50.000 Euro werden in der Kalkulation der Gebühren berücksichtigt und müssen am Ende von der Allgemeinheit aufgebracht werden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert